8.3.19

Träumen Katzen wirklich?





An solchen grauen und verregneten Tagen scheinen Katzen viel mehr zu schlafen als sonst. Stimmt unser Eindruck und wenn ja, träumen sie dann von fetten Mäusen? 

Was passiert, wenn Katzen schlafen? Die Schlafforscherin Professor Irene Tobler, die lange an der Universität Zürich – am Institut für Pharmakologie – gelehrt hat, klärt auf: "Im Schlaf ist der Körper mehrheitlich bewegungslos, mit Ausnahme von Änderungen der Körperstellung und vereinzelten Zuckungen. Dabei ist das parasympathische Nervensystem aktiv, das den ganzen Körper auf Ruhe steuert".

Charakteristisch ist, dass sich im Hirn typische Abfolgen von Wellen unterscheiden lassen. Die bezeichnen die Wissenschaftler als Non-REM und REM-Schlaf, wobei die Abkürzung für «Rapid Eye Movement» also schnelle Augenbewegungen steht.

Dass Katzen oder andere Tiere im Winter grundsätzlich mehr schlafen, kann die Wissenschaftlerin nicht bestätigen. Während Licht beim Menschen aufweckend wirkt, hängt es beim Tier davon ab, ob es tag- oder nachtaktiv ist. "Es ist unwahrscheinlich, dass unsere Katzen deutliche saisonale Unterschiede in ihrer Schlafmenge aufweisen", so Irene Tobler. "Aber sicherlich gibt es je nach Haltung große individuelle Unterschiede".

Und was stimmt denn nun von der oft gehörten Behauptung, Katzen würden träumen und im Schlaf die Erlebnisse des Tages verarbeiten? 

Was bedeutet es, wenn die Pfoten oder die Tasthaare zucken? Ein französischer Wissenschaftler namens Michel Jouvet konnte im Experiment in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts die im REM-Schlaf vorhandene Muskellähmung bei Katzen aufheben. 

Die Tiere liefen im Schlaf umher und verhielten sich scheinbar so, als ob sie jagen würden. Jouvet nannte das "enact their dreams". Die Schweizer Schlafforscherin bleibt skeptisch. "

Der REM- Schlaf ist nicht einfach der Traumschlaf", stellt sie klar. "Menschen berichten etwa aus allen Schlafphasen über Trauminhalte. Und so lange wir keine besseren Nachweismethoden haben, kommen wir mit unserem Wunschtraum, den Tieren das Träumen anzudichten, nicht weiter". Aber es schadet ja nicht, an fette Mäuse zu glauben, oder?

7.3.19

Seminar zum Thema FORL, FIV, FIP, FelV

Letzter Aufruf für ein Seminar zum Thema "Die großen F" bei der Katze

FORL, FIV, FIP, FelV, 13.4. Langenfeld
Nur noch ganz wenige Plätze frei!
Den zweiten Teil des Samstages bestreitet Anika Bruckert, Tierheilpraktikerin, Tiermedizinische Fachangestellte, Mobile Tierheilpraxis Bruckert - natierlich natürlich.

Foto: Bruckert
Es geht um die Diagnosen, die jeden Katzenhalter mit Schrecken erfüllen: FIV, FIP, FelV. Bedeutet das ein Todesturteil? Kann die Katzen noch Lebensqualität haben? Was bedeutet das für das Zusammenleben mit anderen Katzen?
Programm, Ort und Zeit: Samstag, 13.4. 2019
10.30 bis 12.30 Alles über FORL
12.30 bis 14.00 Mittagspause
14.00 bis 16.30 FIV; FIP und FeLV
Smokey, FIV positiv, sucht ein Zuhause

(Pferdesportverband Rheinland, https://www.psvr-online.de/)
Konferenzraum der Landes- Reit- und Fahrschule Rheinland in Langenfeld

Weißenstein 52
40764 Langenfeld
Teilnahmegebühr: 40 € pro Person.

Verbindliche Anmeldung unter:

 vierpfotenprofi@googlemail.com

28.2.19

Die, die keiner will: Django


Django wurde einmal wie Müll entsorgt und landete in einer spanischen Tötungsstation. Die hat er mit Glück überlebt. Und seitdem wartet er. Sagt ein Blick in seine Augen nicht alles? 
Django war anfangs sehr zurückhaltend und misstrauisch gegenüber Menschen - wer wollte ihm das verdenken, nachdem sie ihn zum Sterben entsorgt hatten? Mittlerweile aber taut er auf und gewinnt Vertrauen.


Er kommt sehr gut mit anderen Katzen klar und ist verträglich. Alles, was er braucht, sind Katzenkenner mit großem Herzen. Ob es die irgendwo gibt? Bekommt er eine Chance bei Menschen, die nicht erwarten, dass er sich nach einer Woche auf den Arm nehmen lässt?


Ggfs wäre auch eine Pflegestelle möglich, das müsste geklärt werden. Es wäre nur schön, es würde sich überhaupt mal jemand für ihn interessieren

Bitte bei Interesse bitte melden unter vierpfotenprofi@googlemail.com

27.2.19

FORL - unerkannte Krankheit bei Katzen?

FORL - ist eines der Themen bei unserem Tagesseminar am 13.4. in Langenfeld. Es geht aber auch um FIV, FIP und Leukose. Anmeldung unter vierpfotenprofi@googlemail.com
Feline odontoklastische resoptive Läsionen? Klingt schlimm, ist es auch. Jedenfalls für die Tiere, die darunter leiden und bei denen es nicht erkannt wird. Nach Schätzungen leidet schon jede zweite bis dritte Katze darunter und bei vielen wird es sehr spät festgestellt - meist erst dann, wenn die Miezen das Futter verweigern.
Was ist FORL?
Woran erkennt man es?
Wie kann es sicher diagnostiziert werden?
Wie kann es behandelt werden?
Lässt sich bei FORL vorbeugen?
Unsere Referentin für diesen Teil des Seminars ist Barbara Lautenbach, Tierheilpraktikern und Vorsitzende von Tierschutzverein Katzen helfen e.V. Sie beschäftigt sich seit geraumer Zeit intensiv mit dem Thema FORL und hat dazu eine Broschüre herausgegeben.


22.2.19

Smokey hat FIV - na und?

Kiwi, Leukose, sucht immer noch ein Zuhause


Smokey hat FIV - aber hat nicht auch er eine Familie verdient?
Katzen wie Smokey, Tesoro und Kiwi sind der Grund für das Seminar am 13.4.Smokey hat FIV, Kiwi hat Leukose, Tesoro hat beides und FORL. Tesoro ist der einzige aus diesem Trio, der ein Zuhause gefunden hat - bei anderen leukosekranken Katzen.Weder FIV noch FelV sind ein Todesurteil. 

Tesoro, Fiv und FelV und FORL - hat aber ein Zuhause gefunden

Ja, leukosekranke Katzen wie Kiwi haben vielleicht nicht die gleiche hohe Lebenserwartung wie andere. Aber sie können noch einige schöne Jahre haben.

 FIV-Katzen wie Smokey können sogar sehr alt werden und sie stecken andere Tiere nicht "einfach so" an...sondern nur über Bissverletzungen und selbst dann nicht immer.

Alles das wollen wir im Seminar thematisieren. Damit endlich mehr Tiere eine Chance bekommen.


Am 13.4. geht es um die großen "F":  FORL, FIV, FeLV, FIP .Zum ersten Mal und an neuem Ort  gibt es ein Tagesseminar. Vielen Katzenhaltern brennt eines dieser Themen unter den Nägeln, weil ihr Tier selbst betroffen ist. Im Mittelpunkt stehen daher Information, Aufklärung und Austausch.  


Programm, Ort und Zeit:
Samstag, 13.4. 2019
10.30 bis 12.30 Alles über FORL12.30 bis 14.00 Mittagspause14.00 bis 16.30 FIV; FIP und FeLV
(Pferdesportverband Rheinland, https://www.psvr-online.de/)
Konferenzraum der Landes- Reit- und Fahrschule Rheinland in LangenfeldWeißenstein 5240764 Langenfeld
Teilnahmegebühr: 40 € pro Person.Verbindliche Anmeldung unter vierpfotenprofi@googlemail.com  



21.2.19

Tagesseminar Katzenkrankheiten am 13.4. in Langenfeld

Der Termin steht schon fest: Am 13.4. geht es um die großen "F":  FORL, FIV, FeLV, FIP .

Zum ersten Mal und an neuem Ort  gibt es ein Tagesseminar. Vielen Katzenhaltern brennt eines dieser Themen unter den Nägeln, weil ihr Tier selbst betroffen ist. Im Mittelpunkt stehen daher Information, Aufklärung und Austausch.  

FORL ist eine schmerzhafte Zahnerkrankung, von der Schätzungen zufolge jede zweite bis dritte Katze betroffen ist. FORL lässt sich nur in den seltensten Fällen von außen erkennen. 
Lernen Sie die Anzeichen frühzeitig zu erkennen, richtig zu reagieren und erfahren Sie mehr über den gesamten Verlauf der Krankheit. 

Außerdem: Hinweise für die Suche nach dem richtigen Tierarzt für Zahn-Operationen.



Im zweiten Teil des Samstags geht es um die gefürchteten Viruserkrankungen FIV, FIP und FelV. 

Noch immer gibt es viele Unklarheiten darüber, was wie übertragen werden kann und ob und für wen es ansteckend ist. Aus Angst und mangelnder Information werden Katzen eingeschläfert, obwohl das in vielen Fällen unnötig ist. Symptome, Ursachen, Haltung, Behandlung. 

Die Referentinnen:

Barbara Lautenbach
Tierheilpraktikerin
Vorsitzende „Tierschutzverein Katzen helfen“ aus Mettmann


Anika Bruckert
Tiermedizinische Fachangestellte aus Langenfeld 


Programm, Ort und Zeit:

Samstag, 13.4. 2019

10.30 bis 12.30 Alles über FORL
12.30 bis 14.00 Mittagspause
14.00 bis 16.30 FIV; FIP und FeLV

(Pferdesportverband Rheinland, https://www.psvr-online.de/)
Konferenzraum der Landes- Reit- und Fahrschule Rheinland in Langenfeld
Weißenstein 52
40764 Langenfeld

Teilnahmegebühr: 40 € pro Person.
Verbindliche Anmeldung unter vierpfotenprofi@googlemail.com  

20.2.19

Kater Tiger mit den Gletscheraugen sucht ein Zuhause

Hier kommt Tiger, fünf Jahre alt, der Kumpel von Smokey. 

Wer kann ihn sehen und sich nicht verlieben? Tiger ist kerngesund, kastriert, geimpft, gechippt, getestet. 

Er ist anfangs etwas zurückhaltend, freut sich dann aber über menschliche Zuwendung. 

Er könnte gerne zusammen mit seinem Kumpel Smokey leben, aber auch Einzelkater sein - wenn Freigang und Beschäftigung geboten werden.

Auch sein Kumpel Smokey mit dem frechen grauen Pinselstrich auf der Nase ist immer noch auf der Suche nach einem Heim. 

Die beiden verstehen sich gut und könnten gerne zusammen, aber auch einzeln umziehen.

Bei Interesse bitte Mail an vierpfotenprofi@googlemail.com



18.2.19

Eine Katze zum Einzelgänger erziehen?






Neulich las ich - mal wieder - dass Katzen immer mit Artgenossen gehalten werden müssen. Und dass es höchstens Tiere gäbe, die vom Menschen zu Einzelgängern gemacht würden. Schließlich seien Katzen zwar Einzeljäger, aber nicht von Natur aus Einzelgänger.

Tja, an dieser Stelle muss ich immer tief Luft holen und bis 23 zählen.......

Ich frage mich, wie man ein Tier zu etwas machen kann, was es nicht ist? Also entweder, Katzen sind sozial - dann müssten sie es doch immer sein. Oder sie sind es nicht, dann sind sie es nie - oder was? Oder liegt die Wahrheit ganz woanders?


Einzeljäger - Einzelgänger? 

Ja, Hauskatzen jagen alleine. Und von den Großkatzen jagt nur der Löwe in Rudeln. Diese Tatsache hat viel mit Lebensgewohnheiten, aber auch mit Sozialverhalten zu tun. Ein Rudeltier wie der Hund hat und braucht feste Strukturen im Zusammenleben mit seiner Gruppe. Wo sind die bei einer Katze? 

Katzen sind es gewohnt, selbstverantwortlich zu jagen, was bei ihrer Beute natürlich auch Sinn macht. Sie sind perfekte Jäger, darauf spezialisiert, sich anzuschleichen, zu belauern, zu töten. Alleine. Sind sie deshalb Einzelgänger? Sicher nicht, zumal es im Tierreich kaum echte Einzelgänger gibt. Aber sind sie vielleicht getarnte Rudeltiere? Sicher auch nicht. 

Katzen können gesellig sein - müssen es aber nicht  

Das ist gerade das Faszinierende an den Samtpfoten: Sie sind ungeheuer anpassungsfähig. Das ist die Voraussetzung ihrer Welteroberung. Sie können, müssen aber nicht mit Artgenossen kompatibel sein. Man kann sie auch nicht zu etwas erziehen, zu dem sie nicht die Voraussetzung mitbringen. Ein Rudeltier kommt als Rudeltier auf die Welt und wird immer ein Rudeltier sein. Eine Katze? Hält sich alle Wege und Optionen offen.


Individuelle Ansprüche der Tierpersönlichkeit berücksichtigen

Sicher gut gemeint - aber nicht zutreffend - sind Aussagen wie die oben. Ich kenne Katzen, die immer alleine gelebt haben und nicht mehr teilen wollen. Ich kenne Katzen, die immer alleine gelebt haben und sich über Artgenossen freuen.

Und ich kenne Katzen, die aufblühen, wenn der Artgenosse, mit dem sie ein wohlmeinender Mensch vergesellschaftet hat, stirbt. Endlich alleine? Das irritiert viele Katzenhalter, passt es doch so gar nicht ins eigene Wunschdenken. Sollten wir nicht wegkommen von Schubladendenken - hin dazu, ein Tier als individuelle Persönlichkeit mit eigenen Wünschen zu betrachten?     
     

14.2.19

Hunde heißen zunehmend wie Kinder? Katzen auch!

Kollegin Jutta Durst hat dem WDR ein Interview zum Thema Hundenamen gegeben.Der Trend geht weg von Senta, Prinz oder Harras, hin zu Balou, Emma oder Benji. Warum wohl? Weil Hunde für uns Familienmitglieder sind und wir sie auch so nennen? 

Meeko

Und bei den Katze? Laut TASSO sind Lilly und Luna vorne mit dabei. Zudem Lucy, Nala, Mia, Mimi, Maja, Bella, Mila und Minka. Kater hören auf die Namen Leo und Simba, Felix, Charly, Balu, Sammy, Findus, Tiger, Max und Moritz.



Gimli
Na, dann sind wir mit Otto, Meeko und Gimli als Namen wirklich sehr ungewöhnlich unterwegs. Bald kommt noch Amina dazu.



Otto

13.2.19

Wenn die Katze sich das Fell kahl leckt

Wie schon im ersten Teil beschrieben, gibt es viele mögliche Ursachen für das zwanghafte Putzen und Lecken des Fells. Organische Ursachen müssen dabei immer ausgeschlossen werden. Und natürlich kann das Lecken auch psychische Ursachen haben.


Man spricht dabei von einer psychogenen Alopezie. Oder anders gesagt: die Katze baut mit dem stereotypen Lecken Stress ab.  Auch hier gibt es vielfältige Ursachen, die abgeklärt werden müssen.

  • Neue Personen oder Tiere im Haushalt
  • Verunsicherung durch Veränderung der Lebensumstände
  • Schlechte Haltungsbedingungen, fehlende Rückzugsmöglichkeit
  • Auseinandersetzungen in der Katzengruppe
  • Unterforderung in reizarmer Umgebung 
  • Trauer über den Verlust einer Bezugskatze 

Eine Therapie zielt dann in erster Linie auf eine Beseitigung dieser Ursachen und eine Veränderung der Lebensumstände. Begleitend können auch naturheilkundliche Mittel oder Nahrungsergänzung helfen, die die zugrunde liegende nervöse Verunsicherung positiv beeinflussen können.

Wenn sich Ihre Katze übermäßig rupft, rufen Sie mich an:
0202/7379140

10.2.19

Die Katze rupft und leckt sich kahl - Feline Alopezie



Es beginnt ganz unauffällig. Katzen sind ja "reinliche" Tiere und putzen sich viel. Dann fällt aber doch auf, dass sie sich wirklich exzessiv lecken und manchmal sogar am eigenen Fell zu rupfen scheinen. Und dass sie sich dabei auch nicht mehr unterbrechen lassen. Irgendwann erscheinen kahle Stellen im Fell, die immer größer werden. Aber das Putzen und Lecken lässt nicht nach. Die Haut entzündet sich. Die Katze leckt weiter.


Was wird beleckt?


Häufig sind die Flanken betroffen, der Bauch, die Innenseiten der Oberschenkel, alles Stellen, die das Tier bequem erreichen kann. Geleckt und gerupft wird, bis die Haut blutig rot ist. 


Ist Feline Alopezie  körperlich oder psychisch? 


Beides. Eine Katze, die unter ständigem Juckreiz oder Missempfindungen leidet, wird irgendwann auch "verstört" reagieren. Eine verängstige, verstörte, depressive Katze, die mit ihrem Leben nicht zufrieden ist, kann anfangen, sich zu putzen und zu lecken. Und es ist nicht einfach, Ursache und Wirkung zu unterscheiden. 

Körperliche Ursachen


Häufig fällt der Verdacht auf Parasiten, vor allem Flöhe oder Milben. Aber auch wenn der Befall beseitigt wurde, kann es sein, dass die Tiere weiter lecken. Kann es sich um eine Flohkotallergie handeln?

Als nächstes wird das weite Feld der Futtermittelunverträglichkeiten abgeklärt. Meist raten Tierärzte zu einer Ausschluss oder Eliminationsdiät, etwa mit Pferd oder Strauß oder Känguruh.   Wenn alles nichts hilft, wird in der Regel ein Cortisonpräparat eingesetzt, um den Juckreiz oder die Missempfindungen zu unterdrücken.


Psychogene Ursachen


Alle Arten von Stress können bei Katzen das Lecken und Rupfen auslösen: Zu viel Trubel, andere Tiere, Kinder, Umzug, neues Lebensumfeld, das alles kann ein Stressfaktor sein. Aber auch Unterforderung, ständige Langeweile, reizlose Haltung, fehlende Abwechslung können Stress hervorrufen.Auch Trauer über den Verlust eines Menschen oder eines Artgenossen können Ursachen sein. 


Sie haben weitere Fragen zum Thema Katze leckt sich kahl?  

Rufen Sie mich an 0202/73 79 140  

7.2.19

Warum tut die Katze das?



Diese Frage kommt in fast jeder Beratung auf. Meist lässt sich auffälliges Verhalten gut erklären. Und wer verstanden hat, warum sein Tier etwas tut, der kann auch besser damit umgehen.
Eines steht fest: Eine Katze tut etwas, weil es ihre eigene Befindlichkeit ist, die sie auslebt. Sie hat Angst, Schmerzen, Hunger, fühlt Aggression...Sie tut es aber nicht weil:

  • Sie den Menschen ärgern will
  • Sie den Menschen dominieren will
  • Sie gegen den Menschen oder irgendetwas protestiert        

Wer Tieren menschliches Verhalten einfach so unterstellt, handelt sehr naiv und fahrlässig. Eine Katze ist eine Katze und denkt wie eine Katze. Nicht wie ein Hund, nicht wie ein Pferd.


Mensch und Tier haben viel gemeinsam


Ja, das stimmt. Sicher teilen Säugetiere vieles in ihrem Verhalten, Das liegt schon darin begründet, dass in unser aller Gehirnen Areale gleich aufgebaut sind, in denen unter anderem Gefühle gesteuert werden. Das heißt aber nicht, dass eine Katze denkt wie ein Pferd, ein Hund oder ein Mensch. 

Das Verhalten eines Individuums lässt sich nur vergleichen mit dem Verhalten eines Individuums der gleichen Art, besser gesagt mit vielen Individuen dieser Art.  Nur so lässt sich abweichendes Verhalten feststellen. 

Wenn eine Katze also das Klo meidet, dann lautet die Frage nicht, warum sie dem Menschen etwas Schlimmes will, sondern welche Befindlichkeiten das Tier dazu gebracht haben könnten.

  • Angst
  • Schmerzen
  • Falsche Streu
  • Winziges Klo mit Deckel
  • Stress mit anderen Katzen
  • Einsamkeit und Frust
  • Wohnungshaltung, kein Freigang  
....um nur mal einige Möglichkeiten aufzuzählen. 

4.2.19

Haubenklo, Deckelklo, offenes Klo?




Jedenfalls in den meisten Fällen, die ich kenne, bevorzugen Katzen Platz, Bewegungsfreiheit und Sicht nach allen Seiten, wenn sie die Katzentoilette aufsuchen. Ich höre schon die Leute, die mir erzählen wollen, dass ihre Katze lieber in ein geschlossenes Klo geht. Dann würde ich Folgendes anregen: Präferenzverhalten testen. 


Welche Katzentoilette gefällt der Katze?


Wie? Zwei Klos, gleich groß, nebeneinander aufstellen, gleiche Streu gleich hoch einfüllen. Eines mit Haube, eines ohne. Benutzungsdauer und Häufigkeit protokollieren. Wenn sich dann eine signifikante Vorliebe für das Haubenklo ergibt - soll der Katzenwille des Halters Befehl sein.

1.2.19

Was ist ein guter Kratzbaum?

Natürlich gehen die Meinungen weit auseinander, welcher Kratzbaum der beste ist. Hier gibt es einen Test - der zumindest als Anregung dienen kann



31.1.19

Was macht einen guten Kratzbaum aus?


Etagenschlafen: Ruhe vor dem Spiel
Es gibt sie mit Leopardenmuster, blau geblümt, als Palme oder mit rosa Plüschbezug. Es gibt sie für junge und speziell für alte Katzen, für große und für kleine Tiger. Sie können aus Billigspanplatten bestehen oder aus Naturholz. Für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel ist etwas dabei und bei ebay bekommt man sie auch schon für 20 Euro, wenn's sein soll.

Vorab: Da Katzen Farben nur sehr eingeschränkt wahrnehmen, ist ihnen die Farbe der Bezüge gleichgültig. Wichtiger ist da schon, ob sie, weil der Baum aus China importiert wurde, nach Chemie stinken oder ob sie abziehbar und waschbar sind. Denn wie Katzen so sind, kann es vorkommen, dass sie von der höchsten Plattform ihr Fressen über den ganzen Baum spucken...


Welcher Kratzbaum soll es sein?

Womit wir schon beim Thema Höhe sind: Alle Katzen lieben es, oben zu sitzen und den freien Blick  über ihr Reich zu haben. Außerdem sind hohe Plätze sichere Plätze - sicher auch vor Attacke von anderen Tieren. Denn kaum eine Mieze wird sich wagen, von unten nach oben anzugreifen, es sei denn, sie ist extrem territorial. Sehr niedrige Kratzbäume sind also eher etwas für ganz junge Katzen oder betagte Senioren, die nicht mehr hoch hinaus wollen.  

Los geht es: Die Säule hält dem Angriff stand

Viele Bäume sehen chic aus, erfüllen aber die Mindestanforderungen einer Katze nicht. Das sind: Springen, Klettern, Kratzen, Schlafen. Oft sind die Plattformen in ungünstigem Abstand angebracht, so dass sich die Tiere im Stehen nicht strecken und kratzen können. 

Hoppla, ein Sprung und der Kratzbaum kippt um? Dünne Stämme, notdürftig mit Sisal umwickelt, halten den Attacken von großen oder sehr agilen Tieren nicht lange stand. Der Durchmesser und die Anzahl der Säulen ist also definitiv ein Kriterium beim Kauf. 


Kratzbaum mit Höhle?    

Das mag ja nett aussehen, aber die meisten Höhlen an Kratzbäumen sind bestenfalls für Welpen geeignet, nicht für ein erwachsenes Tier. Sie sind nicht nur eng, sondern auch niedrig, so dass ein bequemes Ruhen kaum möglich ist. Leider findet sich an vielen Kratzbäumen nett aussehender Schnickschnack wie Leitern oder Treppchen, dafür aber wenige Plattformen, die groß genug sind, um darauf zu liegen oder einen Korb darauf zu stellen. 



Drei dicke Säulen sorgen für Stabilität beim wilden Spielen


Der Standort des Kletterbaums

Wenn möglich, ist es schön für die Tiere, den Baum in der Nähe eines Fensters oder vor der Balkon-und Terrassentür aufzustellen. Alles, was draußen passiert, ist Katzen-TV und sorgt für Abwechslung und Bereicherung des (Wohnungs)Katzenalltags.     

30.1.19

NEU: Telefonische Kurzberatung



Liebe Kunden,

immer wieder erreichen mich Anrufe mit der Einleitung: "Ich habe nur eine ganz kurze Frage." In der Regel sind solche Gespräche aber immer mindestens eine halbe Stunde lang. 

Ich möchte Ihnen daher ein neues Angebot machen: Wir einigen uns zu Beginn eines solchen Gesprächs auf eine Kurzberatung zum Pauschalpreis von 25 Euro. Das Gespräch dauert max. 30 Minuten. Sie bekommen, wie bisher, eine Rechnung nach dem Gespräch.

Zum Vergleich: Eine ausführliche Telefonberatung dauert in der Regel eine bis anderthalb Stunden und kostet pauschal 50 Euro.

Alle Preise sehen Sie rechts im Menü unter "Preise"

28.1.19

Unwort "artgerecht"


Meine persönlichen Lieblings-Unwörter:

1. Artgerecht
2. Kitten
3. Protestpinkeln
4. Einzelgänger
5. Sicherer Freigang

Die Reihenfolge ist frei verhandelbar. Wobei ich derzeit "artgerecht" am schlechtesten ertagen kann. Was zum Teufel soll das sein? Und vor allem, was hat es im Zusammenhang mit einem domestizierten Tier zu besagen? "Tierpersönlichkeitsgerecht" ist zwar ein sprachliches Ungetüm, würde es aber treffen.

Ob Fritzchen wohl artgerecht gehalten wird?
Und zu "Kitten" ;Die Bezeichnung lautet ja eigentlich "Katzenwelpe". Und wenn man das schon nicht mag, dann gibt es ganz einfach noch Jungtier, Katzenjunges, Katzenkind. Klar, es gibt überall Anglizismen, aber ich muss es ja nicht noch fördern, wenn es absolut nicht notwendig ist. Wobei ich über "eine Kitte" schon wieder lachen kann.

23.1.19

Hallo Katze, hier ist dein neuer Freund?

Die US-Tierpsychologin Pam Johnson-Bennett beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema Katzenhaushalt und Katzenzusammenführung. Ihre Bücher sind immer lesenswert und sie hat hat die Gabe, wichtige Dinge sehr präzise auf den Punkt zu bringen.



Gerade gefunden: Ihr neuester Post zum Thema mit wichtigen Tipps zur Vergesellschaftung. Besonders gefällt mir der folgende Abschnitt:


Katzenzusammenführung richtig gemacht


When Introducing a New Cat, Do it the Right Way!
Whether you’re introducing a second cat or adding to an already established multicat family, take the time to do a gradual, positive intro. It’s not about getting the newcomer into the family in record time; it’s about going at a pace that minimizes stress, fear and worries of threat. Keep in mind the newcomer is coming into totally unfamiliar territory and must get to know people and animals he has never met before. Nothing smells like him, he doesn’t recognize anything and he has to worry about whether he’s going to be under attack. For the resident cats, there’s an intruder in the home who may threaten their territory. The bottom line with new cat introductions: give the cats a reason to like each other.


GENAU DAS: ES GEHT NICHT DARUM, ES SO SCHNELL WIE MÖGLICH, SONDERN SO GUT WIE MÖGLICH ZU MACHEN



22.1.19

Weiterbildung für Katzenhalter

Am Samstag den 26.1. 2019 findet ja das Seminar zum Thema Diabetes bei Katzen statt - mit großer Beteiligung. Ich möchte die Reihe gerne im Jahr 2019 weiter fortsetzen.
Wer hat noch Ideen für weitere Themen? Wer kennt einen günstig gelegenen und bezahlbaren Raum im Großraum Düsseldorf, Mettmann, Solingen, Langenfeld, Wuppertal?

Themen, die wir schon einmal in einer Veranstaltung hatten:
Futterdeklaration
Barfen
Diabetes
Erste Hilfe
Bachblüten
Mehrkatzenhaushalt
Unsauberkeit
Aggression
Welche Themen brennen Katzenhaltern unter den Nägeln? Wo besteht Informationsbedarf?
Rückmeldung bitte unter vierpfotenprofi@googlemail.com