26.9.19

Seminar: Impfen bei Katzen und Hunden

So, der Countdown für das Impfseminar am 26.10.2019 läuft. Wer sich für das Thema Impfen bei Hund/Katze interessiert, sollte sich bitte in den nächsten Tagen anmelden. Hier noch einmal eine kurze Themenübersicht:
Gesundheitsminister Spahn plant eine Impfpflicht für Menschen. Was ist mit Tieren? Was müssen wir, was sollten wir, was lieber nicht? Muss man wirklich noch einmal jährlich zum Auffrischen der Impfung? Was ist mit neuen Impfstoffen, die länger halten?
Welche Schäden kann eine Impfung hervorrufen? Wogegen schützt sie wirklich? Kann meine Katze Katzenschnupfen bekommen trotz Impfung?



Es wird ausreichend Zeit für Fragen und Anregungen geben.
Unsere Referentin ist diesmal wieder Tierheilpraktikerin Julia Prang, mit der vor vielen Jahren diese Reihe von Seminaren angefangen hat.
Der Termin: 26.10. 2019, 11 bis 14 Uhr
Der Ort: Pferdesportverband Rheinland e.V.
Weißenstein 52, 40764 Langenfeld
Kosten: 20 €
Verbindliche Anmeldung nötig
Der Herr im Bild heißt übrigens Fluffy, ist mein Patenkater und sucht ein Zuhause!

17.9.19

Taurin und warum es so wichtig in der Katzenernährung ist


Dass Taurin für Katzen lebenswichtig ist, wissen die meisten Katzenhalter. Aber warum eigentlich? Was macht Taurin so bedeutsam und was ist, wenn es fehlt?

Mein Artikel in der Schweizer Tierwelt klärt auf.

10.9.19

Katzenliebe trotz FIV: Ein Erfahrungsbericht

Erstes Date per Klick


Eine kleine Liebesgeschichte…oder wie wir zu unseren Kuhkatzen kamen.

Nachdem wir lange überlegt und diskutiert hatten, uns eine Katze anzuschaffen, besuchten wir im März endlich das Düsseldorfer Tierheim. Für uns als tierliebe Menschen war von Anfang an klar, dass nur eine Katze aus dem Tierschutz in Frage kommt, da es so viele Tiere gibt, die ein besseres Leben verdient haben. (Die verschiedensten Haustiere die wir zuvor hatten, waren allesamt entweder aus dem Tierheim, uns zugelaufen, gefunden oder wir „mussten“ sie einfach nehmen, weil sich sonst niemand dafür interessierte).

Der Auserwählte
So gingen wir in der Erwartung in das Tierheim einfach mal zu schauen, ob sich dort ein wildes aufgewecktes Tigerkätzchen oder ein verschmuster schöner schwarzer Kater findet, der uns so gut gefällt wie wir ihm. Viele Katzen hätten in diese Kategorien gepasst… Aber eine (nach Tierheimangaben fast vierjährige) Kuhkatze meinte wohl, wir wären ihre Auserwählten und vergaß sogar die Fütterung, die gerade anstand, als wir noch überlegten, wer wohl gut in unsere Familie passen würde. 

Und so war klar, dass genau diese, nach Tierheim benannte Hexe, die uns doch eigentlich viel zu weiß und frech gewesen wäre, es sein sollte. Aber Liebe fragt eben nicht nach Rasse, Farbe, Alter oder Geschlecht, wenn sie zuschlägt.
Außerdem taten wir so auch etwas Gutes für die beiden Kater, die sich mit ihr im Raum befanden und die mit ihrer stürmischen, selbstbewussten Art nicht sonderlich gut klar kamen. Deshalb sagte uns die Pflegerin, sie würde diese Katze als Einzel- und Wohnungskatze vermitteln, da sie Artgenossen gegenüber nicht so freundlich zugetan sei und Gefahren gegenüber zu wenig Angst zeigte. Die Eingewöhnung bei uns, kann man eigentlich gar nicht so nennen, da in dem Moment als die Transportbox geöffnet wurde, die Katze bei uns angekommen zu sein schien. Hexe, von uns in Marlo umbenannt (weil sie sich bei uns nicht mehr wie eine Hexe benahm), ging durch das Haus, forderte unsere Gesellschaft ein und hatte uns direkt alle im Griff. Sie erwies sich als äußerst menschenbezogen, verspielt und sehr lernfreudig, die Trainingseinheiten, bei denen sie ihr Können unter Beweis stellen konnte, bereiten ihr immer eine große Freude. Nach einigen Wochen durfte unsere coole, schlaue Königin das erste Mal ans Katzengeschirr und unseren katzensicheren Garten erkunden. Die nächsten Male mussten wir nur noch mit der Leine klimpern und sie rannte sofort zur Terrassentür und ließ sich in freudiger Erwartung anleinen.

Marlo will nicht alleine bleiben


Nach einigen Monaten fiel uns dennoch auf, dass sie manchmal etwas unausgelastet wirkte. Trotz viel Beschäftigung unsererseits, packte sie manchmal ein Irrsinn, der uns nicht allzu gut gefiel. Sie fiel uns an, biss und kratzte uns (zum Glück nie feste), um Aufmerksamkeit zu bekommen und teilte uns so mit, dass sie sich einen katzenartigen Kumpel wünscht. Mehrmals fiel uns auf, dass sie zumindest Hunden gegenüber sehr aufgeschlossen oder zumindest nicht ängstlich oder uninteressiert war. 

Nachdem eine Katzenfreundin von uns sich bereit erklärte, ihren Kater mal mitzubringen und Marlo sich großartig ihm gegenüber verhielt, stand unser Entschluss fest, eine zweite Katze dazu zu holen. Lange suchen mussten wir nicht, denn Königin Marlo zeigte uns selber ihren Wunschbruder im Netz.
Ausgerechnet eine bulgarische Kuhkatze mit FIV, die als unvermittelbar beworben wurde. Aber Liebe fragt eben nicht nach Farbe, Rasse, Geschlecht, Herkunft, Gesundheit und Entfernung! Sein Name Pelouch - wie ein Kuscheltier - gut, also werden wohl blutige Beissereien ausbleiben, dachten wir. Und irgendwie hatte uns der Kerl da schon, nur durch drei Fotos, auch in seinen Bann gezogen und ein bisschen verlieben lassen. Nach Kontaktaufnahme mit der bulgarischen Pflegestelle, wo Pelouch schon eineinhalb Jahre lebte, sahen wir ihn als besonderen, einzigartigen und wunderbaren Kater, dem wir unter allen Umständen ermöglichen wollten, ein richtiges Zuhause zu bekommen.




Nach einem Monat hatten wir endlich eine Flugpatin, die ihn bis Frankfurt mitnahm und dort konnten wir ihn dann endlich abholen. 


Liebe fragt nicht nach Grenzen 


Der arme Kerl war völlig erschöpft, hungrig und durstig und brauchte so viel Liebe. Er fasste sehr schnell Vertrauen zu uns, schmuste wie ein Liebestoller, der uns schon ewig kennt, fraß wie ein Scheunendrescher und trank wie ein Verdurstender, wenn er nicht gerade schlief und seine Ruhe einforderte. Nach drei Tagen erforschte er dann das Eingewöhnungszimmer und spielte das erste Mal in seinem Leben ausgiebig mit einer Stoffmaus und einer Federangel. Nach vier Tagen wagten wir den nächsten Schritt und öffneten eine Tür, die mit einem Katzennetz gesichert war, sodass sich Marlo und Pelouch das erste Mal sehen konnten.
Dies lief so positiv, dass wir die andere Tür ohne Netz öffneten und die beiden sich ungehindert beschnüffeln und kennenlernen konnten. Um die Situation nicht überzustrapazieren trennten wir sie dann wieder, aber das fanden beide wohl so doof, dass sie ein sagenhaftes nächtliches Katzenkonzert aufführten und sich nach Öffnung der Tür mit Netz verbündeten, um uns zu zeigen, wie stümperhaft es gesichert ist. OK, dachten wir, also seid ihr jetzt Kumpels? Dann zeigt uns, wie ihr miteinander klar kommt! Das taten sie auch - Nächtelang wurde unser Haus unsicher gemacht, tagsüber wurde gemeinsam ein Raum zum Schlafen auserkoren, Spielzeiten eingefordert, sich gegenseitig geputzt, der Fressnapf und die Dosenöffner geteilt.


Nun sind die Beiden seit zwei Wochen zusammen und von Tag zu Tag sieht man immer wieder neue kleine Momente, die uns zeigen wie richtig unsere Entscheidung war und wie die beiden zusammen wachsen. 
Ich bin so gespannt, wie es weiter geht und kann mir keine Sekunde mehr ohne diese zwei großartigen Schecken vorstellen.
Vielen Dank an alle lieben Menschen, die uns geholfen haben, diese beiden tollen Geschöpfe erfolgreich in unsere Familie aufzunehmen!

2.9.19

Bitte anmelden: Seminar Impfen bei Hund und Katze, 26.10.2019

Foto: Pixabay

Impfen ist gerade wieder mal so umstritten, wie lange nicht - bei Menschen. Und bei Tieren? Herrscht bei vielen Tierhaltern tiefe Verunsicherung. Muss an wirklich noch einmal jährlich zum Auffrischen der Impfung? Was ist mit neuen Impfstoffen, die länger halten? 
Impfen bei Hund und Katze
Was ist sinnvoll, was ist notwendig und was nicht? 
Es wird ausreichend Zeit für Fragen und Anregungen geben.
Unsere Referentin ist diesmal wieder Tierheilpraktikerin Julia Prang, mit der vor vielen Jahren diese Reihe von Seminaren angefangen hat.
Der Termin: 26.10. 2019, 11 bis 14 Uhr
Der Ort: Pferdesportverband Rheinland e.V.
Weißenstein 52, 40764 Langenfeld
Kosten: 20 €

Bitte anmelden unter vierpfotenprofi@googlemail.com

30.8.19

Katzenfell richtig pflegen



Für das Wohlbefinden der Katze ist die richtige Fellpflege das A und O. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Langhaarkatze wie zum Beispiel eine Angora oder Perserkatze handelt oder um eine kurzhaarige Rasse wie die Siam. Doch selbstredend benötigen die langhaarigen Fellnasen eine deutlich intensivere Pflege. 

Generell gilt jedoch, dass Katzen von Grund auf sehr saubere Tiere sind. Wer schon einmal eine Katze den ganzen Tag über beobachtet hat weiß, dass sie viel Zeit in die eigene Fellpflege investiert. Mit den Pfoten und der Zunge werden die Haare stets sauber gehalten. Knötchen oder Verfilzungen können sich trotzdem bilden und sind vor allem bei langhaarigen Exemplaren ein großes Problem. 

Der Halter muss hier unbedingt eine Assistenzaufgabe leisten. Kurzhaarrassen genießen vorrangig den tollen Massageeffekt, den eine Fellpflege mitbringt. 



Warum ist die Fellpflege der Katze so wichtig und welche Vorteile bringt sie mit?

Ein ganz wichtiger Punkt im Zusammenhang mit der Fellpflege einer Katze sind Parasiten. Flöhe, Zecken und Co. bevorzugen ungepflegtes Fell. Im gepflegten Haarkleid ist es ihnen dahingegen zu unruhig, sodass sie im Idealfall gar nicht auf die Idee kommen, sich einzunisten. Darüber hinaus hilft die regelmäßige Fellpflege dem Halter, Hautveränderungen, Entzündungen, Verletzungen oder eben Parasiten rasch zu entdecken. Zecken lassen sich beispielsweise über die Fellpflege zügig ausfindig machen. Kurzhaarkatzen genießen während der Pflege die Aufmerksamkeit, die Kuscheleinheiten und den leichten Massageeffekt, den die Bürste auf der Haut hinterlässt.  


Folgen einer unzureichenden Fellpflege bei Katzen

Bei langhaarigen Katzen ist die intensive Fellpflege unabdingbar. Anderenfalls können sich Knötchen oder Verfilzungen bilden. Beides führt über kurz oder lang zu ernsthaften Erkrankungen. Die Knoten und Verfilzungen schmerzen die Katze. Mit der Zeit bilden sich richtige Fellplatten, die nur noch wenig bis gar keine Luft mehr an die Haut lassen. In der weiteren Folge bilden sich meist Entzündungen bis hin zu Abszessen. In solchen Fällen bleiben nur noch die Schur und die tierärztliche Behandlung. Mit einer konsequenten und richtigen Fellpflege der Katze kann das vermieden werden. 


Die richtige Fellpflege - das sollte beachtet werden


Bevor mit der eigentlichen Fellpflege begonnen wird, müssen die richtigen Utensilien ausgewählt werden. Abhängig von der Fellstruktur und Länge gibt es unterschiedliche Kämme und Bürsten. Für die Fellpflege selbst sollten folgende Punkte beachtet werden:

+ Die Katzen muss langsam an das Kämmen/Bürsten gewöhnt werden
+ Es sollte immer ausreichend Zeit und Ruhe vorhanden sein
+ Die Bürste am Kopf ansetzen und sanft über den Rücken oder an den Seiten hinab führen
+ Niemals gegen die Wuchsrichtung des Fells bürsten
+ Bei langhaarigen Katzen kann das obere Deckhaar angeboten werden, damit sich auch das Unterhaar pflegen lässt


Hilfsmittel für die Fellpflege einer Katze


Benötigt werden ein Kamm und eine Bürste. Für kurzhaarige Katzen empfehlen sich Kämme mit engzahnigen, kurzen Zinken, die abgerundet sind. Bürsten sollten weich und mit Gumminoppen ausgestattet sein. Hauskatzen oder andere flauschige Katzenarten wie die British Kurzhaar werden optimal mit einer weichen Drahtbürste mit gebogenen Zinken gepflegt. Für die sanfte Massage empfehlen sich Naturhaarbürsten. Für weiches und lockiges Katzenfell gibt es spezielle engzahnige Kämme, mit Zinken, die kurz und abgerundet sind. Ferner empfiehlt sich eine weiche Bürste. Darüber hinaus gibt es mittlerweile zahlreiche Bürsten und Kämme, die sich beispielsweise zum gezielten Auskämmen des Winterfells anbieten. Auch Trockenshampoos oder Entfilzungshilfen sind in diversen Tierfachgeschäften erhältlich.  Die 
Shop Apotheke bietet viele weitere Produkte zu gezielte Fellpflege, unter anderem auch Futterergänzungsmittel, die besonders auf die Bedürfnisse des Haarkleides abgestimmt sind.

Das Fell nicht nur äußerlich pflegen


Mittlerweile ist bekannt, dass sich auch das Futter der Katze signifikant auf dessen Fell auswirkt. Von Trockenfutter ist generell abzusehen. Trockenfutter enthält zahlreiche Bestandteile, die der Gesundheit der Fellnase schaden. Es kann vielfältige Krankheiten, vor allem in Bezug auf die Nieren, begünstigen. Generell sollten die Vierbeiner möglichst Nassfutter erhalten. Doch auch hier gilt es, einige Besonderheiten zu beachten. Ganz wichtig ist, auf minderwertiges Futter zu verzichten. Katzen sind reine Fleischfresser, zu sehen an ihrem Stammbaum und an ihrem Gebiss. Das ausgewählte Katzenfutter muss einen hohen Fleischanteil von mindestens 70 Prozent enthalten. 
Getreide und Zucker haben im Katzenfutter nichts zu suchen. Hochwertiges Futter kann dagegen dazu beitragen, dass das Fell lange geschmeidig und glänzend bleibt.


28.8.19

Was nutzen Nahrungsergänzungsmittel gegen Angst und Stress?

So oft werde ich gefragt nach einem Mittel gegen Angst oder Stress. Meist haben die Halter schon selbst etwas ausprobiert, so "etwas Homöopathisches, Bachblüten in Kügelchen". 

Einige Zeit später haben wir dann auseinander sortiert, was Bachblüten sind, was Homöopathie ist, welche Nahrungsergänzung es gibt und warum Medikamente nicht durchweg ein Teufelszeug sind.
Wirken soll es, schnell und sicher, keine Nebenwirkungen haben, gut schmecken und leicht zu verabreichen sein, damit die Katze es gut nimmt. Tja....


Wer sich mal einen Überblick verschaffen will...in der neuen Ausgabe von  Our Cats gibt es meinen Artikel zum Thema Nahrungsergänzung.

Der Herr hier auf dem Foto ist mit sich und der Welt ziemlich im Reinen und braucht zum Glück nichts davon. Auch schön.

7.8.19

Gedanken zum Weltkatzentag

Morgen, am 8.8. ist Weltkatzentag. Der ist vermutlich genauso sinnvoll oder sinnlos wie der Hosenträgertag. Gibt es den überhaupt? Aber macht nichts, wenn nicht. Denn er wird genauso viel oder wenig bewirken.

Zwar ist immer zu hören, dass die Katzen mittlerweile das beliebteste Haustier der Deutschen sind und die Hunde überholt haben. Aber das kann sich höchstens auf Zahlen beziehen - nicht unbedingt auf ein Verständnis vom Wesen der Tiere.

Nach wie vor spalten Katzen die Menschen in

  • Fanatische Katzenhasser, die sie als Vogelmörder und Schädlinge ansehen, die ihnen Grausamkeit und Hinterlist unterstellen  
  • Fanatische Katzenliebhaber, die sie im goldenen Käfig halten und ihnen Schmuckhalsbänder anlegen und
  • Menschen, die gerne ein Haustier haben wollen, das ihnen bei der Rückkehr abends ein bisschen um die Beine geht, keinen Deck macht und sich alleine beschäftigen kann.

Zweitkatze anschaffen? 




Letztere denken dann, wenn sie nette Menschen mit Gewissen sind, darüber nach, eine zweite Katze dazu zu setzen, damit die erste sich nicht so langweilt. Und ach ja, auch ein wenig, damit am Wochenende mal zwei Tage am Stück wegbleiben kann. 

Schon erstaunlich ist, wie viel sich in den letzten 15 Jahren auf einer anderen Ebene entwickelt hat. Die Heimtierindustrie hat die Katze als Zielobjekt entdeckt, besser gesagt, die Katzenhalter. So viel Auswahl an Spielzeug, Möbeln, Futter gab es noch nie.

Und noch nie gab es so viele Tierheilpraktiker und Tierpsychologen, die sich um das körperliche und psychische Wohl der Tiere kümmern - dazu eine Flut an Foren, Gruppen, Ratgebern. 


Ob sich dadurch für die Katzen irgendetwas verbessert hat?

Manchmal möchte ich das bezweifeln. Wie lange hat es gedauert, bis endlich die Kommunen begonnen haben, Kastrationsverordnungen zu erlassen? Jahre!  Und immer noch gibt jeden Sommer eine Flut ungewollter Katzenwelpen, viel zu junge Mütter, Streunerelend auch hierzulande. Immer noch lassen Menschen ihre Katzen nicht kastrieren, nicht chippen, nicht registrieren.

Nicht zu reden vom unwahrscheinlich grausamen Überlebenskampf der Tiere in südlichen Ländern oder Osteuropa. Das alles behindert den Siegeszug der Feliden insgesamt nicht. Sie sind und bleiben ungeheuer anpassungsfähig und wahre Überlebenskünstler. Aber wie viel Leid und Elend treffen das einzelne Individuum? 

Es ist noch ein weiter Weg....



6.8.19

Artikel in Our Cats


Ich habe ja seit vielen Jahren in diversen Tierzeitschriften publiziert. Meist zu Katzenthemen, aber auch zu anderen Vierbeinern.


Neu dazu gekommen ist das Katzenmagazin Our Cats aus dem Minerva Verlag. In Ausgabe 8/19 gibt es einen Beitrag: "Zu viel Futter, zu viel Langeweile.

In der Ausgabe 9. die am 20. August erscheint, wird es um Nahrungsergänzungsmittel gegen den Stress gehen. Und das nächste Thema ist schon in  Planung....

1.8.19

Kaninchenpheromone für Katzen?




Jeder Katzenbesitzer kennt Feliway....die Meinungen gehen weit auseinander, was die Wirkung betrifft. Aber Kaninchenpheromone?

Eine neue Studie legt nahe, dass die Geruchsstoffe der Hoppler auch auf Katzen beruhigend wirken können und das Aggressionsverhalten mildern.
Zumindest ergaben Versuche, dass Katzen mit Kaninchenduft besprühte Toiletten lieber mögen als unbesprühte und nach dem Kontakt mit dem Pheromon weniger aggressiv waren.

Na, dann, man darf gespannt sein, wann das erste Kaninchenperomon als Duftstecker auf den Markt kommt.   

Quelle: Vetline

26.7.19

Wie oft sollte man die Katze füttern?

Bild: Pixabay, kropekk_pl

Bei Hausbesuchen sehe ich oft zwei Dinge: Entweder stehen dort Schüsseln hoch gefüllt Trockenfutter. Oder die Besitzer erzählen mit Stolz, dass sie wirklich nur zweimal täglich füttern. Und zwar morgens früh vor der Arbeit und dann abends wenn sie nach Hause kommen.

Das eine wie das andere ist schlimm.

Wenn auch Paul Leyhausen schon lange tot ist - viele seiner Erkenntnisse waren grundlegend in der Ethologie und haben noch heute Bestand. Dazu gehört, dass man einer Katze kein größeres Elend bescheren kann, als sie vor einen immer gefüllten Napf zu setzen.

Was er damit meint?


Was wir oft vergessen: Katzen sind Jäger

Es liegt in der Natur der Tiere, dass sie sich zigmal pro Tag auf die Pirsch begeben, um Beute zu machen. Ihre Nahrung sind kleine Tiere - Mäuse, Insekten, Vögel, wenn auch eher selten. Das heißt, dass sie auch wirklich sehr oft auf die Jagd gegen müssen, um den Hunger zu stillen.
Das ist ihre Natur.

Sie schlingen nicht, wie manche Hunde. Sie fressen langsam und mit Bedacht, indem sie ihre Beute zerreißen und dann schlucken. Dabei legen sie den Kopf seitlich und reißen ruckartig. 

Was bedeutet das für die Fütterung der Katzen?  

Samtpfoten, die nur zweimal täglich gefüttert werden, sind oft unzufrieden, stehen unter Strom, werden teilweise auch aggressiv. Eine vernünftige Fütterung aber trägt zum Wohlbefinden der Katze bei. Das heißt: Ein Tier sollte mehrere kleine Portionen am Tag zu fressen bekommen, am besten alle drei bis vier Stunden

Wie kann ich meine Katze alle paar Stunden füttern? 

Das ist einfacher als gedacht. Klar im Vorteil ist, wer nicht berufstätig ist oder von Zuhause aus arbeitet. So lässt sich immer frisches Futter servieren. Alle  anderen müssen zu Hilfsmitteln greifen. Da bieten sich Futterautomaten geradezu an. Es gibt mittlerweile eine große Auswahl für eigentlich fast jeden Bedarf - mit einer oder mehreren Schalen, mit Zeitschaltuhr, nur für Trockenfutter  oder chipgesteuert. Dazu mehr in einem eigenen Beitrag, der folgt.

Beschäftigung beim Fressen

Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Katze beim und durch das Fressen zu beschäftigen. So, wie es Energie kostet, Beute zu jagen, sollte sich das Tier für seine Nahrung durchaus auch mal anstrengen müssen - und dürfen! Denn das bereichert allemal den Katzenalltag. Es tut einem Jäger gut, sich Strategien überlegen zu müssen, um an das Begehrte heran zu kommen - oder anders gesagt: Einem intelligenten Tier Aufgaben zu geben, die es fordern, ist immer richtig.  Dafür gibt es eine Reihe Möglichkeiten, die alle darauf bauen, dass eine Katze eben nicht sofort in kürzester Zeit eine ganze Mahlzeit in sich hinein schlagen kann.

  • Der Schlingernapf: Wurde wurde ursprünglich für Hunde konzipiert, kann aber auch gut bei Katzen eingesetzt werden . Mit seinen Zapfen, die vom Boden hochrage, verhindert er, dass ein Tier große Mengen Futter auf einmal zu sich nehmen kann. Die Katze muss überlegen, wie sie an das Fressen herankommt und sich in Geduld üben. Das Beispiel habe ich bei Fressnapf gefunden. Es stammt von der Firma Trixie. Es gibt aber noch mehrere andere Ausführungen.
  • Die Fressmatte: Eine Matte aus Silikon mit vielen kleinen "Fächern", in die man Nass- oder Trockenfutter geben kann.   
  • Das Fummelbrett: Entwickelt von Helena Dbaly und inzwischen sicher millionenfach selbst gebaut oder auch im Handel zu kaufen. Auf ihrer Seite bietet die Schweizerin wunderbare Anleitungen zum Selberbauen
  • Der Katzentrainer: Für Trockenfuttergaben und für Leckerchen - von einfach bis Einstein



13.7.19

Eine Katzenmutter, mehrere Katzenväter


Manchmal reibt man sich doch verwundert die Augen: Eine Mutter hat einen kunterbunten Wurf Kinder. So wie Mary. Ihre Tochter Matisse ist ebenso schildpatt wie die Mama. Sohn Malek ist rot getigert. Und Tochter Maghan ist graublau?


Ist sie etwa ein untergeschobenes Kuckuckskind? Nein, für die Verwandtschaft der vier spricht der extrem zarte Körperbau, die dreieckigen Gesichter, die spitzen Ohren und langen Schwänze.

Wobei: Nicht immer ist der Genotyp mit dem Phänotyp identisch.

Der Phänotyp oder das Erscheinungsbild ist in der Genetik die Menge aller Merkmale eines Organismus. Er bezieht sich nicht nur auf morphologische, sondern auch auf physiologische Eigenschaften und ggfs. auf Verhaltensmerkmale. Der Phänotyp wird durch das Zusammenwirken von Erbanlagen und Umweltfaktoren bestimmt.


Der Genotyp ist die Gesamtheit der Gene eines Organismus oder auch das Erbbild dieses Lebewesens. Er repräsentiert dessen exakte genetische Ausstattung, die sämtliche in diesem Individuum vorhandenen Erbanlagen umfasst. Quellle: Wikipedia

Das heißt: Aussehen und Erbanlagen müssen auf den ersten Blick nicht übereinstimmen. Dass Matisse das Kind ihrer Mutter ist, kann man nicht übersehen.

Die beiden sehen aus wie Zwillinge. Auch Maleks rotes Fell lässt sich erklären. Bei einer schildpattfarbenen Mutter war der Katervater vermutlich rot.

Schildpatt, rot und blau?


Aber woher kommt Maghans blaugraues Fell? Wie der Katervater aussah, wissen wir leider nicht. Für alle, die sich mit Vererbung der Fellfarben beschäftigen wollen, bietet diese Website viel Wissen:  https://www.katzengenetik.com/vererbung-black-blue-chocolate-lilac/



Aber noch eine andere Möglichkeit besteht: Kätzinnen paaren sich in der Rolligkeit durchaus mit mehreren Katern und nicht selten hat ein Wurf einfach verschiedene Väter.....

Wie dem auch sein mag: Alle vier, Mama Mary und ihre drei Kinder, suchen ein neues Zuhause. Sie sind extrem menschenbezogen, schmusig, freundlich und einfach zauberhaft.



Mütterchen Mary soll alleine umziehen, die Kinder immer zu zweit. Vermittlung über die Aktionsgemeinschaft für Tiere e.V. , Großraum Rheinland/Bergisches Land, www.agtiere.de 

10.7.19

Die soziale Katze - ein Mythos?

Heute möchte ich Somaya vorstellen. Sie steht für viele Katzen überall auf der Welt mit einem schlimmen Schicksal. Geboren oder ausgesetzt auf der Straße. Für das zweite spricht, dass sie sehr menschenbezogen ist und Zweibeiner über alles liebt. Eine verwilderte, nicht auf Menschen sozialisierte Katze, die in der sensiblen Phase nicht auf Menschen "geprägt" wurde, würde sich sicherlich distanzierter und eventuell auch angstaggressiv verhalten.

Somaya hat einen guten Teil ihres jungen Lebens auf der Straße zugebracht und dort auch ihre Kinder bekommen müssen. Gemeinsam mit Söhnchen Flake konnte sie gerettet werden.

Viele Straßenkatzen sind sozial mit Artgenossen - aus einem Grund: Es macht keinen Sinn, sich stets und ständig mit anderen Katzen zu streiten. Das schwächt die Chancen für das eigene Überleben. Das heißt nicht, dass Straßenkatzen im Rudel jagen. Aber sie respektieren die anderen und häufig geben sie sich gegenseitig Schutz und Sicherheit beim harten Leben auf der Straße.Somaya hat, warum auch immer, anders entschieden.

Sie hat mehrfach gezeigt, dass sie auf andere Katzen nicht nur keinen Wert legt. Sie will sie auch einfach nicht dulden. Sie zeigt eine territoriale Aggression ihnen gegenüber. Oder anders ausgedrückt: "Sie duldet keine anderen Götter neben sich."

Die klassische Einzelkatze

Warm ich das so betone? Weil ich es für gut gemeint, aber falsch und gefährlich halte, alle Individuen in einen Topf zu werfen. Unter allen Umständen sollten wir versuchen, das jeweilige Tier mit seinen Bedürfnissen zu verstehen und zu respektieren. 

  • Zeigt eine Katze die Tendenz, andere Tiere im Haushalt zu bedrängen?
  • Greift sie auch aus für sie ungünstigen Positionen an, etwa von unten?   
  • Vertreibt sie andere Katzen von deren Lieblingsplätzen?
  • Verlegt sie ihnen den Weg?
  • Hindert sie andere Katzen, die Toilette zu benutzen?
  • Verjagt sie Artgenossen vom Fressnapf? 
  • Möchte sie den Menschen offensichtlich nicht teilen?     


Dann spricht vieles für eine territorial aggressive Katze. Oder anders gesagt: Dieses Tier möchte einfach nicht mit anderen leben und der Versuch einer Vergesellschaftung wird fast immer scheitern.

Unter solchen Zwangsvergesellschaftungen leiden alle Mitbewohner eines Haushalts, Menschen wie Tiere. Und noch so gut gemeinte Sätze wie: "Man soll Katzen nie alleine halten" sind schlichtweg falsch und gefährlich.

Es gibt soziale, es gibt gesellige Katzen. Es gibt solche, die fakultativ sozial sind. Und es gibt die, die eben lieber alleine leben wollen.

Und entgegen einer ziemlich naiven Behauptung sind die ungeselligen Tiere eben nicht immer vom Menschen dazu gemacht worden. Somaya ist das beste Beispiel.

Sie sucht nun wirklich: Einen Einzelplatz ohne andere Tiere, dafür aber Menschen mit viel Zeit. Sie braucht körperliche und geistige Auslastung und Beschäftigung, am liebsten einen sicheren Garten, wenigstens aber einen Balkon. 

Somaya lebt in einer Pflegestelle in Dortmund, wird mit Schutzvertrag, Schutzgebühr bundesweit vermittelt. Bei Interesse leite ich gerne eine Nachricht weiter.

Kontakt: vierpfotenprofi@googlemail.com





25.5.19

Notfall: Moonlight und die unstillbare Sehnsucht nach Freiheit

ES BRENNT WIRKLICH

Moonie lebt in Leverkusen, kann aber auch außerhalb von NRW vermittelt werden
Heute muss ich dringend mein Leid klagen, ich bin so unglücklich darüber, aber man kann ja nicht aus seinem Fell heraus. Es macht mich echt traurig, vielleicht bist Du das Wesen, das mich versteht und Abhilfe schaffen kann. 

Ich lebe mit netten Menschen zusammen, habe auch Artgenossen an meiner Seite. Jedoch-wie soll ich sagen-ich mag meine Menschen sehr, aber ich mag leider keine Artgenossen.
Sie gehen mir schlicht und ergreifend total auf den Geist!

Gegen einen netten Hundefreund hätte ich ja nichts - aber diese ANDEREN KATZEN!!!


Ich bin den Menschen sehr zugetan, kann ihnen sehr viel Zuneigung und Freude schenken, ich habe meine 8 Lebensjahre dazu genutzt meine Mitte zu finden. So weiß ich auch, dass für mich und meiner Ganzheitlichkeit wegen-insbesondere die Freiheit wichtig ist. Ich will raus in die Natur! Muss Sonne, Wind und Regen fühlen. Ich möchte durch das Gras streifen, mit dem Mond philosophieren und die Stille spüren. Bitte, melde Dich bei mir, wenn Du diese "Moonlight-Freiheit mit mir teilen möchtest."


PS: Ich warte schon sehr lange, warum hat denn noch kein Mensch für mich angerufen? Traurige Grüße "Moonlight!
Bei Interesse bitte melden: 0202/7379140



24.5.19

Tasso: Hund im Backofen

Leider immer noch notwendig: Jahr für Jahr sterben Hunde in überhitzen Autos. Obwohl immer und immer weider gewarnt wird, passiert es. Menschen lassen den Hund im Auto zurück und die Scheiben geschlossen, weil sie ja "nur" ein paar Minuten unterwegs sein wollen. Aber manchmal reichen schon diese wenigen Minuten und es ist zu spät.


Wie in jedem Jahr warnt TASSO wieder mit seiner Kampagne "Hund im Backofen" vor diesen Gefahren. Und auch wenn das hier eher ein Katzenblog ist - das Thema geht uns alle an.


Was würden wir tun, wenn wir einen Hund im Auto sähen, der erkennbar leidet?

Ja, wir können Feuerwehr oder die Polizei rufen, die eingreifen dürfen. Und wenn die Situation schon so dramatisch ist, dass man nicht mehr warten kann? 

Für das Verhalten in einem solchen Ernstfall gibt die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries Tipps:
  • Steht das Auto auf einem Supermarktparkplatz o. ä., lassen Sie den Halter ausrufen.
  • Rufen Sie die Polizei oder die Feuerwehr.
  • Notieren Sie sich alle wichtigen Daten: Datum, Ort, Uhrzeit, Automarke, Farbe und Kennzeichen des Wagens.
  • Dokumentieren Sie den Vorfall mit Fotos, wenn das möglich ist.
  • Suchen Sie Zeugen, die die Geschehnisse bestätigen können, und notieren Sie sich deren Telefonnummer und Anschrift.
  • Erstatten Sie zur Sicherheit Strafanzeige wegen Tierquälerei.
Wenn die Situation objektiv für den Hund lebensbedrohlich und so eilig ist, dass Sie nicht länger auf Polizei oder Feuerwehr warten können, dürfen Sie den Hund selbst befreien. Dabei gilt es jedoch, äußerste Vorsicht walten zu lassen. Denn: Um das Tier zu befreien, ist es unumgänglich, fremdes Eigentum zu beschädigen. Darum ist es ratsam, dem Wagen so wenig Schaden wie möglich zuzufügen und weder Front- noch Heckscheibe, sondern besser ein Seitenfenster einzuschlagen.

Rechnen Sie jedoch damit, dass es dazu kommen kann, dass Fahrzeughalter Strafanzeige gegen Sie wegen Sachbeschädigung erstatten wird. In diesem Fall können sich Betroffene auf den rechtfertigenden Notstand nach § 34 StGB berufen. Umso wichtiger ist es, Zeugen für den Vorfall zu haben und die Polizei zu verständigen. Telefonnummer und Anschrift der Zeugen sind wichtig. Die entstandenen Kosten eines notwendigen Polizei- oder Feuerwehreinsatzes hat nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 12 A 10619/05) vom 25.08.2005 der Hundehalter zu tragen.


Quelle: TASSO




23.5.19

Seminar: Katzen impfen

Der Termin für das nächste Seminar steht fest: Am 26.10 geht es um "Impfen". Ja oder nein, wenn ja, wie oft und wogegen? Was ist notwendig, was sinnvoll, was überflüssig?
Ich freue mich, dass die Kollegin Julia Prang wieder ein Thema übernommen hat - mit ihr hat damals die Seminarreihe begonnen.

Genaue Details werden wir noch bekannt geben. In Planung ist auch diesmal wieder der Schwerpunkt Katzen, aber wenn es interessierte Hundehalter geben sollte, dann sollten die sich bitte jetzt schon melden, damit wir planen können.
Bild Pixabay

20.5.19

Sommeraktion zugunsten des Vereins Tierhilfe mit Herz e.V

Django konnte nur mit Hilfe von Tierhilfe mit Herz operiert werden.

Von jeder Beratung bis zum 1.9. gehen 20 Prozent des Honorars an den Verein Tierhilfe mit Herz
Manchmal brauchen auch Helfer Hilfe. Die Kollegen von Tierhilfe mit Herz e.V. helfen sehr viel: Derzeit gerade drei Menschen, die die medizinische Behandlung ihrer Tiere nicht bezahlen können. 
Andere Vereine haben das abgelehnt.
Und auch bei Ayandena, einem Verein aus Sevilla, hilft der Verein regelmäßig mit finanzieller Unterstützung - und hat schon so viele Katzen von dort übernommen.
Leider sind viele dieser armen Seelen auch krank - was kein Wunder ist, weil sie aus schrecklichen Umständen, oft aus der Tötungsstation, gerettet wurden. 
Aber: Vor der Vermittlung brauchen sie oft eine aufwändige tierärztliche Behandlung. Die ist teuer. Aktuell gehören Jumper, Mia und Django zu den Patienten.
Darum: Von jeder Beratung - ob telefonisch oder Hausbesuch - bei Tierpsychologie Vierpfotenprofis bis zum 1.9. 2019 gehen 20 Prozent des Honorars als Spende an den Verein.

8.5.19

Wuppertaler Zoogespräche: Erste und letze Worte des Affen in der Literatur

Gail Nelson, Pixabay

Was für ein (literarisches) Vergnügen: Gestern Abend der Vortrag von Prof. Dr. Matei Chihaia über "Erste und letzte Worte des Affen in der Literatur'" im Menschenaffenhaus des Zoos Wuppertal.

Der Vortrag war Teil der "Zoogespräche", die regelmäßig im Affefnhaus stattfinden. 
Welch ungeheuer spannende Zusammenhänge es doch gibt zwischen Wissenschaft und Literatur: Darwins Rezeption in der damaligen zeitgenössischen Literatur und die Auswirkungen. "Der Affe als Wilder", "der Affe als Verbrecher", der Affe als Spiegel der düsteren Seite des Menschen? 

Der Mensch, der als Verbrecher geboren wird, weil er ähnliche Schädelstrukturen hat wie ein Affe? Gedanken aus dem 19. Jahrhundert, die heute immer noch auftauchen....in vielfältiger Form.

Im Übrigen schienen die Bewohner des Menschenaffenhauses recht friedlich zuzuhören....auch die Bonobos....

Nächster Termin: Dr. Matthias Herrgen von der Hochschule Darmstadt: PhiloZoophie. Zur Kulturgeschichte des zoologischen Gartens", am Dienstag, den 09.07.2019, 18:00 Uhr im Menschenaffenhaus des Zoologischen Garten Wuppertal.

26.4.19

Katzenklo: Chic, modern, stylish - komfortabel?





Bei fast jedem Hausbesuch sehe ich Katzentoiletten - meist zu klein, oft zu wenig. Sehr häufig mit Deckeln und gerne auch mit Schwingtüren. Und ganz oft kämpfe ich mit Mitleid, Fassungslosigkeit, Wut, Entsetzen, Ratlosigkeit und manchmal freue ich mich auch.


Wie viele Katzenklos sollen es sein?

Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Drei Katzen und eine Toilette, das ist einfach zu wenig. Katzen gelten als reinliche Tiere, was zwar an und für sich nicht stimmt, aber dennoch lieben sie einen gewissen Komfort beim Thema Klo. Und Sauberkeit gehört definitiv dazu. Oberste eherne umumstößliche Grundregel ist also:

Pro Katze eine Toilette ist das Minimum. Gerne darf es eine mehr sein, bei drei Katzen also vier Toiletten. 🐱



Wie sollen die Katzentoiletten aussehen?

Ein Klo muss demjenigen gefallen, der es benutzen soll, also der Katze und nicht dem Menschen. Im besten Fall trifft beides zu. Es spricht auch nichts dagegen, sich ein Designerluxuskatzenklo anzuschaffen, wenn es der Katze gefällt. Aber genau das ist das Problem: Wir nehmen unsere Wünsche an Design und unterstellen dem Tier, es würde sich damit wohlfühlen. Wirklich, ist das so? 



Wie kann es schön sein, in einer dunklen, stinkenden Höhle in den eigenen Exkrementen zu sitzen und den Geruch zu riechen? Wo ist der Komfort, wenn das Tier bei jeder Bewegung irgendwo anstößt? 

Eine Katzentoilette sollte mindestens immer anderthalb mal so groß sein, wie die Katze selbst, damit sie sich drehen und wenden kann. 🐱

Das bedeutet, dass eine Toilette für Katzenkinder auch schon einmal etwas kleiner und flacher sein darf - aber für ein ausgewachsenes Tier sind Miniklos eine Zumutung. Schon Deckeklklos, mögen sie auch noch so groß sein, entsprechen nicht dem natürlichen und angeborenen Verhalten. 
"Meine Katze liebt das geschlossene Klo". 
Ach wirklich?  Woher wissen wird das, wenn sie nur dieses eine und sonst keine Alternative hat? Sicher mag es auch Tiere geben, die aus welchen Gründen auch immer, eine geschlossene Toilette von sich aus bevorzugen. Um das auszuprobieren, stellen Sie zwei identische Klos mit der gleichen Streu befüllt, nebeneinander auf. Das eine geschlossen, das andere offen. Wenn die Katze eine signifikante Vorliebe für das geschlossene Klo zeigt, dann soll der Katze Wille Ihnen Befehl sein. 🐱


Katzenklo mit Deckel zum Reinspringen 

Als ich das erste Mal ein "Turmklo" gesehen habe, konnte ich es kaum glauben - da sollte eine Katzen von oben in ein Loch springen? Die Besitzerin versicherte mir aber sehr glaubhaft, dass sie damit bei Katze Luisa die Unsauberkeit in den Griff bekommen habe. Das widerspricht nun zwar allen Theorien - aber bittesehr und siehe oben...

Möglicherweise gibt es unter den Samtpfoten verspielte und agile Naturen, die den Sprung ins Unbekannte spannend und aufregend finden und daran Gefallen daran haben, ins Klo zu tauchen. Dass sich so etwas für ältere, sehr große und behinderte Tiere verbietet, versteht sich von selbst. 

Wo sollten die Katzentoiletten stehen? 

Über all da, wo es ruhig ist. Wo das Tier beim Ausscheidungsprozess nicht gestört wird. Un das heißt NICHT dunkelste, hinterste Ecke im Gästeklo des Menschen. 🐯 Das heißt, einen ruhigen Platz ohne viel Durchgangsverkehr zu finden, den das Tier jederzeit gut erreichen und ungestört aufsuchen kann. 


Die Sauberkeit

Manchmal sehe ich mir bei Hausbesuchen Katzenklos an und wundere mich. Der Inhalt zeigt ganz offenbar, dass hier "heute" noch nicht sauber gemacht wurde. Gestern denn? "Ach, das habe ich heute noch nicht geschafft", heißt es dann. Eine Katzentoilette MUSS mindestens morgens und abends von Hinterlassenschaften gesäubert werden, gerne darf es auch öfter sein.   


Checkliste Katzenklo


  • Wie viele Katzen, wie viele Toiletten?
  • Offene und/oder geschlossene Klos?
  • Altersgerecht und angepasst an körperliche Einschränkungen
  • Werden zweimal täglich mindestens gesäubert?
  • Stehen an ruhigen Orten ohne Durchgangsverkehr?

25.4.19

Aggressive Katze: Wenn aus Liebe plötzlich Krieg wird

Wenn aus der Katze ein Tiger wird....Bild: Pixabay, B. Werner

Nie sind Katzenhalter so völlig entsetzt und hilflos, als wenn sich Katzengeschwister oder sehr eng verbundene Tiere von einem auf den anderen Tag plötzlich spinnefeind gegenüberstehen. Innerhalb von Sekundenbruchteilen fliegen die Fetzen und das Fell. Nicht selten gegen dabei auch Gegenstände zu Bruch, weil in scheinbar blinder Wut Katzen nicht nur im sprichwörtlichen Sinne die "Wände hoch gehen".

Wieder einmal wird in einer solchen Situation klar, welch gewaltiges Aggressionspotenzial eine "Samtpfote" entwickeln kann. Und es ist tatsächlich für Zweibeiner absolut erschreckend, wie schnell und heftig eine solche Reaktion auftreten kann.


Aggression zwischen Katzen 

kommt in den besten Familien vor


Der Grund für das Verhalten ist oft eine umgelenkte oder umgerichtete Aggression und die Ursache ist großer Schmerz oder große Angst, wenn nicht Panik. Nicht selten berichten die Besitzer von einem Schmerz- oder Angstschrei, der bei der jeweils anderen Katze zu einem ebenso schnellen wie starken Reaktion führt. 

Dabei spielen dann weder Vertrautheit noch Verwandtschaft eine Rolle mehr. "Blinde" Wut regiert, besser gesagt, blinde Angst, die in Wut umschlägt. Nur berichten eben die Tierhalter dann oft, dass sich aus diesem Missverständnis heraus eine echte Feindschaft entwickelt, ein Teufelskreis von Angst und Aggression, der wieder Angst erzeugt. Und je länger diese Situation dauert, um so weniger lässt sich noch ein harmonisches Zusammenleben wieder herstellen.


Wenn Ihnen diese Situation bekannt vorkommt, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf. Gemeinsam finden wir eine Lösung.