Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihre Samtpfote hält das Sofa für die Toilette? Ich erarbeite mit Ihnen ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen. Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne. Beratung, die länger dauert als zehn Minuten, ist kostenpflichtig. Preise und Leistungen sehen Sie auf der Seite rechts.

26.8.14

Die gescheiterte Vergesellschaftung

Alles ist gut gemeint, alles ist gut vorbereitet. Eine zweite, dritte, vierte Katze zieht ein. Und plötzlich regiert der Stress. Auch wenn alle Teilnehmer an diesem Poker schon andere Katzen gewohnt sind und wenn die Wohnung noch so groß ist: Es gibt keine Garantie für eine glückliches Zusammenleben. Wer wen mag oder nicht, wird auf immer ein Rätsel bleiben. Und manchmal muss der Mensch eben auch erkennen, dass es nicht der Wille der Katzen ist, mit einem oder mit eben diesem Artgenossen zusammen zu leben. Wer sich darüber hinweg setzt, der mutet seinen Tieren ein Zusammenleben auf engstem Raum zu, das für Dauerstress sorgt. Und der macht bekanntlich krank. 

"Die müssen sich ja nicht lieben, nur tolerieren"

Ein Satz, der oft zu hören ist. Aber auch wenn nicht täglich das Fell fliegt, wenn keiner der Kontrahenten blutige Kratzer im Gesicht hat, heißt das nicht, dass es den Tieren gut geht. Mobbing bei Katzen hat viele Spielarten und nicht alle zeigen sich in Kreischen und Grollen. Auch das ständige Bedrängen auf der Toilette ist Mobbing, das Wegdrängen vom Futter, das Belegen der Lieblingsplätze des jeweils Anderen.

Hat nicht jedes Tier das Recht auf ein gutes Leben? Angstfrei, sicher und in Ruhe?
Und ist es nicht größerer Egoismus ein Tier behalten zu wollen, das in der Gruppe nicht zurechtkommt, als einen neuen Platz zu suchen?

25.8.14

Die unterschätzte Gefahr: Kippfenster





 
Katzen lieben Wärme über alles – und wenn es nur die Sonnenstrahlen sind, die durch das geöffnete Fenster dringen. Und Katzen sind unglaublich beweglich und trittsicher, fast schon kleine Artisten auf vier Pfoten. Aber das nutzt alles nichts, wenn der Instinkt mit einer Samtpfote durchgeht und sie sich, komme was da wolle, in Gefahr begibt, weil Neugier oder Reize von draußen so groß sind. Zum Beispiel, wenn drau
ßen das Leben tobt und die frechen Artgenossen provokant durch den Garten schleichen. Da reißt so manch einem verhinderten Jäger der Geduldsfaden und er versucht sich um jeden Preis ins Getümmel zu stürzen – auch durch ein geöffnetes Kippfenster. Solche Fenster entpuppen sich regelmäßig als schlimme Fallen. Denn wenn auch Kopf und Vorderpfoten hindurch passen, können die Tiere doch mit der Körpermitte steckenbleiben. Bei dem Versuch, sich zu befreien, ziehen sie sich schwere Verletzungen wie Beckenbrüche zu. Dabei lässt sich das ganz einfach verhindern – mit speziellen Kippfenstersicherungen. Zum Beispiel erlauben keilförmige Einsätze für die geöffneten Fenster dem Menschen, frische Luft ins Zimmer zu lassen, geben aber der Katze keine Möglichkeit, sich durch den Spalt ins Freie zu quetschen. Und natürlich gibt es für Fenster, vor allem aber für Balkone, mittlerweile viele verschiedene Möglichkeiten, sie sicher einzunetzen. 
Dazu müssen nicht unbedingt Löcher in Hauswände gebohrt werden – manche Systeme lassen sich sogar aufschieben, wenn gewünscht. Und von außen sind die Netze, die es grün oder auch transparent gibt, kaum wahrzunehmen. Zudem lassen sie sich von innen hübsch begrünen, etwa mit Balkonkästen und Kübeln und Kletterpflanzen, die am Netz empor ranken.

7.8.14

Seminar Mehrkatzenhaushalt


 
Mehr Katzen - mehr Glück?


 Seminar zum Thema "Katzen-WG": 30.8. 2014, Langenfeld

Mehrkatzenhaushalt kein Problem?
Immer mehr Samtpfoten bevölkern deutsche Haushalte – und viele davon leben in Gruppen in einer Wohnung. Das bringt oft Probleme mit sich, denn wenn die Minitiger vielleicht auch nicht die absoluten Einzelgänger sind, als die sie oft galten, sind sie doch auch keine Rudeltiere.
Im Mittelpunkt des Seminars stehen diese Themen:
• Wer passt zu wem? (Rasse, Alter und Geschlecht)
• Die schwierige Vergesellschaftung
• Goldene Regeln für die Katzen-WG
• Unsauberkeit, Aggression und Mobbing : Die häufigsten Probleme in der Gruppe
Termin: Das Seminar findet statt am 30.8. von 12 bis 15 Uhr
Ort: SGL Langenfeld, Langforter Straße 72, 40764 Langenfeld
Kosten: 10€ pro Person
Anmeldung: Gabriele Müller, info@escriva.de

Foto: Sylvia Born

2.8.14

Themenwoche Ernährung, Teil 6: Die Katze ist verfressen?



Ein Beitrag von Christian Schäfer, Haustiertests.de


Unsere Katzen Pippi und Zorro lieben ihr Futter! Nassfutter, Trockenfutter, Sticks, Würfel, Pasten, gekochte Hühnerbrust. Das Ganze liesse sich jetzt noch beliebig fortführen. Wahrscheinlich sind da die meisten Katzen gleich. Sie fressen nicht alles, aber viel.
Unsere jedoch irgendwie noch mehr als viel! Schon lange frage ich mich: Warum sind diese kleinen, süßen Teufel so verfressen? Alleine das Knarzen der Küchentür reisst sie aus der Tiefschlafphase (so es bei Katzen überhaupt eine Tiefschlafphase gibt). Wir werden dann in der Küche regelrecht belagert. Und das immer von beiden Katzen.  Zu jeder Zeit. Vor dem Füttern sowieso. Aber auch danach, dazwischen, ach..immer halt! Sie fressen uns die Haare vom Kopf...
Zum Glück sind unsere Stubentiger bis jetzt nicht fett geworden. 2 Kugeln, die laut maunzend in die Küche rollen, um an ihren Rundungen zu feilen. Nein, so weit lassen wir es nicht kommen. Trotzdem bleibt die Frage: "Wo kommt er her, dieser schier unstillbare Hunger?" Ich bin inzwischen der festen Überzeugung: Aus Griechenland!
Pippi und Zorro sind nämlich "Griechen". Geboren auf Kreta, der Insel, auf der Urlauber viel Spaß haben. Und Katzen meistens wenig zu lachen. Als Straßenkatze ist das Leben auf der Ferieninsel kurz. Und bringt wenig Schönes mit sich. Pippi wurde in einem Karton voller Kitten beim Tierschutz vor die Tür gestellt. Zorro lief als kleiner Bub zwischen Mülltonnen umher. Seine Mutter lag tot daneben.
Pippi und Zorro verdienen also das "Prädikat" Straßenkatze. Ihre Eltern waren Straßenkatzen. Und deren Eltern wahrscheinlich auch. Dank engagierter Tierschützer wurde dieser Kreislauf durchbrochen. Wir durften in Deutschland aus den Straßentigern Hauskatzen machen. Und nähern uns mit diesem Hintergrundwissen endlich der Antwort zur Frage: "Wo kommt er her dieser riesige Hunger?".
Aus Griechenland, von der Straße. Denn griechische Straßenkatzen vererben eines garantiert: Hunger! Genauer gesagt: Den unbändigen Willen gegen das Hungern anzukämpfen. Denn nur wer hart um sein Futter kämpft, überlebt. Ich glaube, dieser Willen ist bei unseren Katzen auch "drinnen". Also besonders stark ausgeprägt.
Es gibt das Sprichwort (leicht verfälscht) "Du kannst die Katze von der Straße holen. Aber niemals die Straße aus der Katze". Folglich bleibt bei Pippi und Zorro gespeichert: "Ich muss so viel fressen, wie nur irgendwie möglich. Vielleicht ist das meine letzte Mahlzeit für ganz lange Zeit. Und wenn ich jetzt nicht reinhaue, kriege ich später große Probleme".
Dass wir Pippi und Zorro niemals mehr hungern lassen werden, ist klar. Uns sicherlich mehr als ihnen. Seit zwei Jahren sind sie jetzt bei uns und kriegen alles, was das Katzenherz begehrt. Vielleicht hört er ja bald auf, der Kampf ums Futter(n). Das Belagern in der Küche. Das Schlingen am Napf, Maunzen wenn er leer ist und Betteln vor der Schublade mit den Leckerlis.
Ich glaube: Das alles hört niemals auf. In 10 Jahren werden Pippi und Zorro immer noch Rabatz machen, wenn einer ihrer Töpfe zur Neige geht. Der unstillbare Hunger ist in ihnen drinnen. Und wird bleiben. Wir haben uns daran gewöhnt. Und verstanden, warum es so ist. Unsere Katzen Pippi und Zorro lieben ihr Futter. Und das ist auch gut so!
Mehr von den Cheftestern unter www.haustiertests.de

1.8.14

Themenwoche Ernährung, Teil 5: Warum haben wild lebende Katzen keine Allergien?



 
Ein Beitrag von Julia Schmitgen, Tierheilpraktikerin in Kaarst

Wild lebende Tiere verhalten und ernähren sich logischerweise Ihrer Art entsprechend: sie jagen und fressen die Dinge, die Ihnen naturgemäß zugedacht sind und Ihnen in Ihrer Umgebung zur Verfügung stehen. Domestizierte Tiere wie Hunde und Katzen hingegen sind durch Ihre Besitzer in der Auswahl von Futter und Umgebung eingeschränkt

Betrachten wir das Thema Ernährung genauer und fragen uns, wie eine Allergie entsteht.
In den Fachbüchern steht, daß eine Allergie durch den wiederholten Kontakt mit einer Eiweißverbindung und der daraus folgenden übermäßigen Antwort des Immunsystems gekennzeichnet wird.Aber wie kommt es, daß ein Organismus monate- oder sogar jahrelang ein an sich harmloses Eiweiß plötzlich als fremd identifiziert und eine solch übertriebene Reaktion heraufbeschwört?

Um das zu verstehen, muß man sich die Verdauung im Detail ansehen. Zunächst einmal wird Nahrung aufgenommen, zerkleinert und vom Magen weiter in den Dünndarm transportiert. Hier sorgen zahlreiche Enzyme dafür, daß die Nahrung (also primär Zuckermoleküle, Aminosäuren und Fette) zerkleinert und so für den Körper verfügbar gemacht werden. Und zwar so klein, daß sie die winzigen Zellzwischenräume der Darmwand passieren können und ins Körperinnere gelangen. Über den Blutkreislauf werden die Nährstoffe dann den einzelnen Organen zugeführt oder für schlechte Zeiten deponiert.

Entsteht die Allergie im Darm?

Nun bringt das Leben in einer industrialisierten – also eher naturfernen - Welt aber den Darm schon einmal aus dem Gleichgewicht. Seien es Infektionen, getrocknetes Fertigfutter in ungenügender Zusammensetzung, Medikamente wie Antibiotika und vieles mehr. Diese Faktoren können die Bakterienflora ungünstig verschieben und auch den Zusammenhalt der Darmzellen auflockern.
So gelangen dann größere Moleküle aus unserem Nahrungsbrei in den Organismus und werden dort als fremd identifiziert. Was folgt, ist die Antwort des Immunsystems. Wir sehen die Auswirkungen anhand von Darmproblemen, wie Durchfall und Flatulenzen. Aber auch Hautprobleme wie Juckreiz, schuppige Haut, stumpfes Fell, schlecht heilende Wunden sowie chronische Ohrenentzündungen können auf eine Futtermittelallergie hinweisen.

Wenn man den allergieauslösenden Stoff mittels Eliminationsdiät identifizieren kann, läßt man ihn einfach weg und die Symptome klingen ab. Oft hat man es aber mit Kreuzreaktionen oder nicht nur einem einzigen Allergen zu tun, so daß eine Identifikation schwierig, wenn nicht gar unmöglich wird. Bei mäkeligen Fressern (besonders Katzen), die nicht jede Futteränderung tolerieren, erst recht.
In solchen Fällen empfehlen Tierärzte oft eine hypoallergene Ernährung, also ein Futter, dessen Zutaten in kleinste Bestandteile zerlegt wurde, damit der Körper nicht mehr darauf reagiert.

Allerdings ist hiermit das Problem der durchlässigen Darmwand nicht behoben und manchmal kommen weitere Allergiauslöser dazu. Eine Rückkehr zu einer normalen Fütterung ist damit fast ausgeschlossen.Auch der Einsatz von Medikamenten lindert nur kurzfristig die Symptome, bekämpft aber nicht die Ursache. Im Gegenteil: vermehrter Appetit und unterdrücktes Immunsystem durch Cortison-Präparate, Verschiebung der Bakterienflora des Darmes durch Antibiotika-Gaben und Hautprobleme durch die gestörte Aufnahme von Nährstoffen sorgen dafür, daß der Körper erst recht auf die Störung reagiert.

Viel wichtiger wäre es also, den Darm zu entlasten, eine gesunde Flora aufzubauen und eine funktionsfähige Darmwand wieder herzustellen, die eine optimale Nährstoffaufnahme garantiert.
Giftstoffe im Darm kann man zum Beispiel mit Heilerde binden und zur Ausscheidung bringen, Naturjoghurt und Fermentgetreide unterstützen die natürliche Bakterienflora des Darmes. Zunächst gekochtes und später rohes Fleisch einer einzigen tierischen Quelle und Gemüse gewöhnen den Darm langsam an ein artgerechtes Futter. In ganz schlimmen Fällen kann man den Organismus mit Mitteln aus der Naturapotheke unterstützen.
Sobald die Zellen des Darmes wieder weniger durchlässig sind, bessern sich auch die Beschwerden, manche Allergie „verschwindet“ dabei wie von Zauberhand.

Quellen:
Cindy Engel: Wild Health, S.: 263ff
Giulia Enders: Darm mit Charme, S.: 67
Helmut Meyer / Jürgen Zentek: Ernährung des Hundes, S.: 240f
Dr. med. vet. Jutta Ziegler: Hunde würden länger leben, wenn..., S.: 37ff