Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihre Samtpfote hält das Sofa für die Toilette? Ich erarbeite mit Ihnen ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen. Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne. Beratung, die länger dauert als zehn Minuten, ist kostenpflichtig. Preise und Leistungen sehen Sie auf der Seite rechts.

18.1.19

Buchtipp: Der Mensch im Tier

Vor Kurzem hatte ich das große Vergnügen, Professor Dr. Norbert Sachser bei einem Vortrag zuzuhören. Thema des Abends war das Denken und Fühlen von Tieren. Und das ist auch Thema seines überaus lesenswerten Buchs: "Der Mensch im Tier".



Prof. Sachser sieht einen Paradigmenwechsel in der Verhaltensbiologie, den er höchst anschaulich beschreibt. Wenn er heute Erstsemestern Foto von einem Goldfisch, einem Menschen und einem Schimpansen zeigt und sie bittet, zwei Kategorien zu bilden, dann ordnen die meisten Mensch und Schimpanse in die eine, Goldfisch in die andere. Vernunftwesen und Instinktwesen. Sachser: "Das war zu der Zeit, als ich studiert habe, noch ganz anders."
Ja, Tiere können denken und fühlen - und es gibt viele Ähnlichkeiten zu dem, was wir Menschen denken und fühlen. Aber die "besseren Menschen" sind Tiere nicht. Sie tören, wenn es ihren Zwecken entspricht - und nicht nur für den Nahrungserwerb.
Aber es lohnt sich, das selbst zu lesen!
"Der Mensch im Tier: Warum Tiere uns im Denken, Fühlen und Verhalten oft so ähnlich sind", Norbert Sachser, Rowohlt Verlag, 20 €  

14.1.19

Katzen einzeln halten ? Macht Gesellschaft glücklich?

Ramses und Renzo sind unzertrennlich und suchen ein Zuhause. www.agtiere.de
Katzen dürfen nicht einzeln gehalten werden, basta. Katzen alleine zu halten ist Einzelhaft? Oder nicht?

Abgesehen davon, dass der Begriff "Einzelhaft" absolut despektierlich und unangebracht ist, wird die Qualität der Haltung weiß Gott nicht alleine durch Gesellschaft einer anderen Katze bestimmt.

Ja, eine Mitkatze kann eine Bereicherung sein. Körperpflege und geselliges Beisammensein, Spielen und Kommunikation mit einem Artgenossen kann ein Mensch nicht leisten. Aber bedeutet das im Umkehrschluss, dass jede Katze mit einer anderen zusammen gehalten werden kann und muss?


Ist jede Katze gesellig?

Nein, je nach Genetik, Prägung, Aufwachsen, Sozialisierung, Lernerfahrungen, Gesundheitszustand und Haltungsbedingungen können Samtpfoten auch eher lieber solitär leben wollen. Das kann, es muss aber nicht damit zusammen hängen, dass sie früh alleine gehalten wurden.

Es gibt durchaus Tiere, die mit anderen aufgewachsen sind aber, dennoch ganz gut auf Mitkatzen verzichten wollen.   

Anders gefragt: Macht alleine eine Mehrkatzenhaltung eine Mieze glücklich? Neulich las ich irgendwo, das man ja unbedingt zwei Tiere zusammen halten müsse. Und einen Satz weiter hieß es: "Die schlafen den ganzen Tag und wenn ich nach Hause komme, spielen wir alle miteinander".

Muss man das wirklich noch kommentieren?

Auch zwei Katzen gemeinsam können in gähnender Langeweile leben. Denn, "einmal erwachsen sind viele Katzen miteinander, aber sie tun nicht viel gemeinsam". (S. Schroll)

Katzenpaare

Ja, es gibt sie, gleich- oder gemischtgeschlechtliche Paare, die sehr aneinander hängen. Die Gründe sind unterschiedlich. Sie ergänzen sich, stehen sich in der Angst bei, vertrauen einander, meistern das Leben besser gemeinsam. Einer allein ist offensichtlich weniger glücklich. Es spricht nichts dagegen, diesen Anspruch an das Leben zu respektieren.

Aber es spricht viel dafür, jedes Tier INDIVIDUELL zu betrachten. Und noch mehr spricht gegen platte Vor-Urteile.


7.1.19

Dürfen Katzen Getreide fressen?

Die Diskussion kocht seit Jahren schon hoch: Katzen sollen getreidefrei ernährt werden und Trockenfutter mit Getreide ist schädlich und kann unter Umständen sogar zu Diabetes führen. Stimmt alles gar nicht? Dr. Stefanie Handl hat dazu eine klare Meinung


4.1.19

Stunde der Wintervögel

Vögel beobachten und melden

Vom 4. bis 6. Januar rufen NABU und LBV zum neunten Mal zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, ließen sich auch zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa zogen. Über 136.000 Vogelfreunde haben sich 2018 an der Aktion beteiligt und Zählungen aus über 92.000 Gärten übermittelt – ein neuer Rekord.
Wer in diesem Jahr mitmachen möchte, kann sich hier informieren

30.12.18

Seminar Diabetes bei der Katze

Neues Jahr, neues Seminar: Hilfe, meine Katze hat Diabetes
Seminar am 26.1. 2019 in Langenfeld.
Wenn die Katze plötzlich unmäßig viel trinkt oder frisst, große Mengen Urin absetzt, aber dünner wird und schlapp wirkt, dann steht oft die Diagnose Diabetes im Raum. Für die meisten Katzenbesitzer ist das ein totaler Schock. „Muss ich jetzt spritzen?“ Oder: „Wird meine Katze daran sterben?“ Diese Fragen stellt sich wohl jeder.
Viele Menschen sind mit dieser Diagnose erst einmal überfordert und hilflos bis verzweifelt.
Am 26.1. 2019 geht es um die wichtigsten Fragen beim Thema Katzendiabetes. Gaby Hellmond aus Wuppertal, betroffene Katzenhalterin und Administratorin eines Facebookforums, berät viele Katzenhalter. Sie wird aufklären und informieren zu den Themen: 


• Medizinische Einführung – was ist Diabetes
• Die verschiedenen Insuline
• Die Rolle der Ernährung, Hypoglykämie
• Die Gesetzeslage/Kaskadenregelung
Es wird Zeit sein, um zu diskutieren und Fragen zu stellen. Wir bitten um eine Anmeldung hier oder an vierpfotenprofi@googlemail.com
Ort: Langforter Str. 72, 40764 Langenfeld, SGL/Sportzentrum, Seminarraum
Parkplätze vorhanden.
Anfahrt: https://www.sglangenfeld.de/de/gesundheitsstudio/anfahrt/
Zeit: 11 bis 14 Uhr
Teilnahmegebühr: Pro Person 15 Euro, wird am 26.1. bar erhoben

27.12.18

Flöhe bei Katzen erkennen, vorbeugen und behandeln


Wenn sich Katzen auffällig häufig kratzen, sollten Besitzer hellhörig werden. Flöhe könnten die Ursache für den Juckreiz sein. Die nur wenige Millimeter großen Insekten siedeln sich im Fell von Katzen an und ernähren sich vom Blut ihres Wirtes. Häufigster Parasit der Stubentiger ist der rot-braune Katzenfloh. Da ein weiblicher Floh pro Tag zwischen 20 und 30 Eier legen kann, kommen in einem einzigen Flohleben schnell einige tausend Eier zusammen.

Flohbefall erkennen


Ob eine Katze von Flöhen befallen ist, lässt sich leicht erkennen. Mit einem feinen Kamm wird das Fell der Katze ausgebürstet und der Kamm anschließend auf einem weißen, feuchten Tuch ausgeklopft. Rot-braune Flecken weisen auf Flöhe hin. Auch die Wohnung mit weißen Baumwollsocken abzulaufen ist eine Möglichkeit. Eine sichere Diagnose kann ein Tierarzt stellen. Flohbefall zu erkennen und zu behandeln ist sehr wichtig. Flöhe sind nicht nur unangenehm für eine Katze, sie können auch allergische Reaktionen hervorrufen. Juckreiz, Schwellungen und Veränderungen der Haut sind die Folge. Das vermehrte Kratzen kann Hautentzündungen und Haarausfall auslösen. Außerdem können Flöhe den Gurkenkernbandwurm sowie verschiedene Bakterien übertragen. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Flohbefall bei den geliebten Stubentigern zu bekämpfen.


Quelle: Pixabay


Flöhen vorbeugen


Damit es gar nicht erst zu einem Flohbefall kommt, sollte auf regelmäßige Hygiene geachtet werden. Freigänger bringen Flöhe meist von draußen mit herein. Die Wohnung inklusive Polstermöbel, Kissen, Decken und Körbchen sollte regelmäßig gesaugt werden. Nach Möglichkeit sollten alle Nistmöglichkeiten von Flöhen in regelmäßigen Abständen bei 60 Grad gewaschen werden. Eine Vielzahl der Flöhe befindet sich nämlich nicht auf der Katze, sondern auf ihren Schlafplätzen. Spot-On Präparate helfen, zusätzlich Flöhe fern zu halten. Bei Flohhalsbändern ist Vorsicht geboten, da sich Katzen damit strangulieren können. Katzen können Flöhe auch von anderen Tieren übertragen bekommen, weshalb stets alle in einem Haushalt lebenden Tiere regelmäßig auf einen Flohbefall untersucht werden sollten, denn trotz aller Vorsicht ist ein hundertprozentiger Schutz gegen Flöhe selten möglich. 

Sobald ein Verdacht auf Flöhe besteht, sollte ein Termin mit dem Tierarzt vereinbart werden. Der stellt eine zuverlässige Diagnose und berät über die Behandlungsmöglichkeiten. Mit einem Flohkamm können bereits viele Eier, Larven und ausgewachsene Flöhe aus dem Fell des befallenen Tieres entfernt werden.

Für die Behandlung gibt es verschiedene Mittel, die als Pasten, Tabletten oder Sprays erhältlich sind. Je nach Wirkstoff töten Sie Eier, Larven oder die Flöhe selbst ab. Produkte zur erfolgreichen Flohbekämpfung bietet zudem die Europa Apotheek. Wer nicht gleich zu chemischen Mitteln greifen möchte, kann Flöhe auch auf natürliche Weise bekämpfen. Kieselgur kann erfolgreich gegen Flöhe eingesetzt werden. Katzenbäder können bei Tieren, die nicht wasserscheu sind, zum Einsatz kommen. Wichtig ist, dass bei einem diagnostizierten Flohbefall alle im Haushalt lebenden Tiere behandelt werden, da Flöhe sich schnell auf einen anderen Wirt verbreiten. 

Der Hygiene der Wohnung sollte bei einer Floh-Diagnose besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden um einen erneuten Flohbefall zu verhindern. Besonders gründlich sollten alle Ecken, Polstermöbel und Teppiche abgesaugt und der Staubsaugerbeutel sofort entsorgt werden. Alle Textilien, mit denen die Katze in Berührung kommt, sollten bei 60 Grad gewaschen oder bei mindestens minus 19 Grad eingefroren werden. Auch an eine Wurmkur sollte im Laufe der Behandlung gedacht werden. Werden alle Maßnahmen sorgfältig ausgeführt, besteht eine gute Prognose. In den meisten Fällen können Katzen erfolgreich von einem Flohbefall befreit werden. Die Behandlung kann aber langwierig sein, wenn sich durch den Befall mit Flöhen Allergien oder Entzündungen gebildet haben. Diese müssen speziell, in Absprache mit dem Tierarzt, behandelt werden.

22.12.18

Schöne Feiertage

Allen Menschen und ihren Tieren, allen die helfen und sich kümmern, allen, die selber Hilfe brauchen, wünsche ich ein paar ruhige, friedvolle angst- und schmerzfreie Tage. 
Danke an alle Kunden und ihre Katzen für ihr Vertrauen! Ich hoffe, wir sehen und hören uns.

Ihre
Gabriele Müller 

17.12.18

Was hat Übergewicht mit Psyche zu tun?


Die Katze ist ein kleines bisschen mollig? Na, das macht doch nichts, oder? Die österreichische Verhaltensmedizinerin Sabine Schroll warnt. Denn Übergewicht kann nicht nur mit falscher Ernährung zu tun haben, sondern auch mit Angst und Langeweile.


Der große Goethe - kam zum Tierschutz mit 12 Kilo Gewicht

Das sagen viele Besitzer von Samtpfoten: „Die Katze ist eben groß und stattlich“. Oder auch: „Alles Muskeln, kein Fett“. Das war zwar schon das Motto des Galliers Obelix. Aber leider sind zu viele Pfunde oder sogar Kilos bei Katzen immer ein Alarmsignal.
Speckröllchen in der Taille oder Hängebauch, der bis auf den Boden schleift? Das kann mit falscher Ernährung zu tun haben. Zu viel, zu kalorienhaltiges Futter ist oft die Ursache. Sabine Schroll, die bekannte Tierärztin und Katzenspezialistin aus Krems in Österreich, sieht noch einen anderen Grund.

„Übergewicht kann mit einer Angststörung zu tun haben.“ Das kennt auch so mancher Zweibeiner: Essen beruhigt. „Bei Stress und einem großen Futterangebot – was tun Katzen da? Sie fressen.“ So bringt es die Verhaltensmedizinerin auf den Punkt.

Katzen kennen Bewältigungsstrategien, um mit Stress umzugehen. Fressen gehört dazu. Eine reizarme Haltung mit wenig Beschäftigungsmöglichkeiten auf der einen Seite und ein großes Futterangebot auf der anderen – das kann ein Teufelskreis werden, der zu Übergewicht führt.

Die Tierärztin nennt ein Beispiel, das sie in der Praxis häufig erlebt. Bei Geschwisterkatzen ist eine von beiden eher ängstlich. Die andere wirkt entspannt, hat aber Übergewicht. Diese Katze ist nicht wirklich zufrieden, sie hat nur eine Bewältigungsstrategie gegen den Stress gefunden. Die Fachleute nennen das „Coping“.

Viele Katzen, die nicht sehr gut sozialisiert, also ängstlich sind, haben auch größere Ansprüche in Bezug auf ihre Lebensweise. Eigentlich würde eine Samtpfote etliche Male am Tag auf die Jagd gehen und Futter erbeuten. Angstkatzen fressen oft seltener, aber immer zu viel. In reiner Wohnungshaltung bekommen die Katzen von ihrem Menschen oft morgens und abends eine große Menge Futter vorgesetzt. Bewegungsmangel trifft auf Langeweile – und beides tut der Katze nicht gut.

Was können Katzenhalter tun? Vor allem auf ein verändertes Fütterungsmanagement setzen. Das heißt, dafür zu sorgen, dass die Mieze für ihr Fressen arbeiten muss. Das entspricht ihrem natürlichen Beuteverhalten und lastet die scharfen Sinne des Tieres aus. Dazu müssen viele kleine Portionen über den Tag verteilt werden – am besten mit Anstrengung für Kopf und Körper. „Activity feeding“ ist angesagt.

Der große Katzenforscher Paul Leyhausen sagte, dass man einer Katze nichts Schlimmeres antun kann, als ihr einen ständig gefüllten Futternapf vorzusetzen.

Es gibt einige Möglichkeiten, Katzen über den Tag verteilt kleine Portionen anzubieten. Da gibt es die berühmten Fummelbretter, ob gekauft oder selbst gebastelt. „Katzentrainer“ verbinden Spielzeug mit Futterstation. Aus Silikonmatten mit Relief kann auch Nassfutter herausgeschleckt werden. Futter kann als Belohnung für Cat Agility gegeben werden. Und last but not least sind auch Futterautomaten mit kleinen Portionen über den Tag verteilt immer noch besser als große Mengen im Napf.

Wer seine Katzen beschäftigen möchte, kann das hiermit tun: www.katzentrainer.de
http://www.katzenfummelbrett.ch/

4.12.18

Nancy: ein Jahr Suche, kein Zuhause

Diese Katze liegt mir besonders am Herzen. Seit einem Jahr versuchen nun schon viele Menschen ein Zuhause für sie zu finden, aber es gelingt nicht.
Wie traurig ist das?
Die einen wollen keine Mieze, die sehr anhänglich ist.
Die anderen wollen keine Grautigerin.
Die Dritten keine ältere Katze.
Und ganz viele Menschen wissen zwar nicht, was FIV ist und wollen sich auch nicht darüber informieren, haben aber Angst, dass Nancy Menschen oder Katzen anstecken könnte.

FÜR ALLE ANDEREN:
Nancy ist irgendwas zwischen acht und zehn Jahren alt, eine total liebe, anhängliche, freundliche Katzendame, die es einmal gut hatte. Bis, ja bis sie von mitleidlosen Leuten auf die Straße gesetzt wurde.
Sie lebt jetzt zum Glück in einer Pflegestelle in Düsseldorf, ist putzmunter und "gesund" und möchte noch einmal in ihrem Leben ein eigenes Zuhause erleben dürfen.

Natürlich kastriert, geimpft, gechipt.
Bei Interesse bitte Mail an vierpfotenprofi@googlemail.com



3.12.18

Und das soll Begrüßung sein?

Aha, wieder da? Wo sind meine Geschenke? 
Nach einer Woche Urlaub wieder daheim. freut sich der Mensch auf drei Katzen, die doch sicher freudestrahlend, mit erhobenem Schwanz, möglichst laut miauend, an der Haustür stehen - oder nicht?

Tja, leider fiel die Begrüßung ziemlich "kühl", besser gesagt verpennt bis gleichgültig aus. Ein Hund würde laut bellen, wedeln, an seinem Besitzer hochspringen und überschwängliche Freude signalisieren, wenn sein Herrchen aus dem Urlaub kommt. Und eine Katze? Tut nichts dergleichen. 


Katzenkörpersprache: Begrüßung


Ja, womöglich wendet sie sich ab und streckt dem frustrierten Menschen gar noch das Hinterteil entgegen. Ist das etwa freundlich? Durchaus.

Die Katzenetikette besagt, dass Anstarren, Anspringen und Bedrängen extrem unfein und verpönt sind. Leise Annäherung, vorsichtige Kontaktaufnahme und sanfte Körpersignale dagegen sind eher die Sache der Katzen.


So kann das Abwenden auch ein Zeichen des ruhigen Vertrauens sein – einem fremden Artgenossen oder Menschen würde eine Katze niemals den Rücken zudrehen. Wenn es dauert, bis die Katze von sich aus Kontakt aufnimmt, hat das damit zu tun, dass die Samtpfoten Gewohnheitstiere sind. Veränderungen wie die Abwesenheit des Menschen verunsichern sie. Deshalb beobachten sie zunächst und warten ab. Spätestens nach einigen Stunden ist aber der Bann gebrochen und die alte Liebe wieder hergestellt.

2.12.18

Winterzeit ist Erkältungszeit: Wenn die Katze niest



In manchen Monaten husten und niesen ja Menschen mehr als sonst – und Katzen auch. Denn die Samtpfoten können sich genauso erkälten wie ein Zweibeiner. Die Symptome sind auch ähnlich. Der Hals kann sich entzünden, die Nase läuft, die Augen tränen, manchmal kommt auch eine erhöhte Körpertemperatur dazu. Dann sind die Miezen häufig müde, schlapp und appetitlos, liegen viel und bewegen sich weniger. 

Dazu muss es nicht einmal unbedingt sehr kalt sein. Zudem schützt das winterliche Katzenfell auch gut vor Kälte. Aber Feuchtigkeit und Zugluft können auch dafür sorgen, dass sich die Katze erkältet. Und je schwächer das Immunsystem, desto empfindlicher reagieren die Tiere. Deshalb sind sehr junge, alte oder bereits geschwächte Tiere besonders oft betroffen. Wenn die Samtpfote diese Symptome zeigt, dann sollte sie für ein paar Tage das Haus hüten und viel trinken. Bessert sich das Befinden nicht, dann ist in jedem Fall der Tierarzt gefragt.



Dabei ist eine Erkältung nicht zu verwechseln mit einem Katzenschnupfen, der durch Herpes- oder Caliciviren hervorgerufen wird und gegen den es eine vorbeugende Schutzimpfung gibt. Auch geimpfte Tiere können eine Erkältung bekommen: etwa wenn sie lange mit nassem Fell draußen waren oder unterkühlt sind. Auch der ständige Wechsel von extrem trockener Heizungsluft drinnen und feucht-kalter Luft draußen kann den Tieren zu schaffen machen. Und natürlich können sich in einer Katzengruppe auch mehrere Tiere anstecken, deshalb ist es besser, ein erkranktes Tier einige Tage zu separieren.

Wie lässt sich vorbeugen?

Der beste Schutz ist immer noch ein gesundes Immunsystem. Dafür dürfen es in der kalten Jahreszeit auch ein paar Vitamine mehr sein. Vor allem die Senioren suchen und schätzen jetzt ruhige, warme Plätze und schlafen mehr. Das ist auch in Ordnung so, aber für alle anderen gilt: Bewegung hält fit. 

Nur sollte es eben wirklich Bewegung sein und nicht stundenlanges Sitzen auf dem zugigen Balkon. Lieber einige schnelle Spielrunden draußen, die den Kreislauf anregen, als Stillsitzen in feuchter Kälte. Tiere, die von draußen hereinkommen, dürfen gerne trocken gerieben werden, dass massiert die Haut und fördert die Durchblutung. 

Schmutz oder Eiskristalle im Fell und an den Pfoten werden dabei entfernt. Und dann sollte die Katze dort ruhen dürfen, wo sie sich gerne aufhält, meist in der Nähe einer Heizung oder eines Ofens. Gegen die trockene Luft, die die Augen und Schleimhäute reizen kann, helfen Luftbefeuchter im Raum am besten.

30.11.18

Seminar: Hilfe, meine Katze hat Diabetes

Kater Django, Foto dient der Illustration. Django sucht ein Zuhause und ist KEIN Diabetiker 



Hilfe, meine Katze hat Diabetes
Seminar am 26.1. 2019 in Langenfeld.

Wenn die Katze plötzlich unmäßig viel trinkt oder frisst, große Mengen Urin absetzt, aber dünner wird und schlapp wirkt, dann steht oft die Diagnose Diabetes im Raum. Für die meisten Katzenbesitzer ist das ein totaler Schock. „Muss ich jetzt spritzen?“ Oder: „Wird meine Katze daran sterben?“ Diese Fragen stellt sich wohl jeder.
Viele Menschen sind mit dieser Diagnose erst einmal überfordert und hilflos bis verzweifelt.
Am 26.1. 2019 geht es um die wichtigsten Fragen beim Thema Katzendiabetes. Gaby Hellmond aus Wuppertal, betroffene Katzenhalterin und Administratorin eines Facebookforums zum Thema, wird aufklären und informieren.


Die Themen:
·       Medizinische Einführung – was ist Diabetes
·       Die verschiedenen Insuline
·       Die Rolle der Ernährung, Hypoglykämie
·       Die Gesetzeslage/Kaskadenregelung

Es wird Zeit sein, um zu diskutieren und Fragen zu stellen. Wir bitten um eine Anmeldung

Ort: Langforter Str. 72, 40764 Langenfeld, Sportzentrum, Seminarraum
Parkplätze vorhanden.
Anfahrt: https://www.sglangenfeld.de/de/gesundheitsstudio/anfahrt/

Teilnahmegebühr: Pro Person 15 Euro, wird am 26.1. bar erhoben


Zeit: 11 bis 14 Uhr
Anmeldung bitte unter vierpfotenprofi@googlemail.com

18.11.18

Euthanasie in der Praxis oder Zuhause?

Zum Einschläfern in die Praxis?

Ich habe diesbezüglich eine klare Meinung: Wann immer es möglich ist, bitte ein Tier nicht noch in die Praxis schleppen. Aber leider ist es nicht immer möglich. Obwohl es auch einen tierärztlichen Tiernotruf gibt, der am Wochenende kommen kann. (Nicht überall)

Unbedingt den anderen Tieren DIE CHANCE geben, sich zu verabschieden. Nicht jedes Tier will das...

Und NIEMAND, wirklich NIEMAND, muss sein Tier der Tierkörperverwertungsanstalt überlassen. Gleich, woran wir immer glauben - an Auferstehung oder Wiedersehen oder gar nichts: Der RESPEKT gebietet es, den Körper eines tierischen Wegbegleiters würdevoll zu behandeln. Für alles andere habe ich persönlich wenig Verständnis.

14.11.18

Wisst Ihr, wie chinesische Katzen miauen?



Ja, genau, sie machen „Miao“. Und französische Samtpfoten? „Miaou“. Die Norweger, und nicht nur die der gleichnamigen Rasse, sagen „Mjau“. Und die britischen Katzen machen natürlich „Meow“. In Wirklichkeit ist der Laut aber immer gleich, nur wir Menschen „übersetzen“ ihn in unsere Sprache. Und wenn sich tatsächlich einmal eine norwegische und eine chinesische Katze treffen würden, dann würden sie sich auch verstehen – denn die Körpersprache ist ohnehin universell.




Was Miau eigentlich heißt? Eigentlich immer dasselbe: „Mach die Tür auf. Mach die Tür zu. Ich habe Hunger. Ich mag das Futter nicht. Ich will raus. Ich will rein. Ich will beschäftigt werden. Mir ist so langweilig. Ich will nicht zum Tierarzt.“ Also eigentlich alles was eine Katze ihren Menschen so mitzuteilen hat – überall auf der Welt klingt das ähnlich. Und so verstehen sich auch Katzen aus unterschiedlichen Erdteilen - zumal sie sich eben nicht nur über Lautsprache, sondern mindestens genau so sehr über Körpersprache unterhalten.

12.11.18

Was passt besser: Kater oder Katze?

Die ewige Frage nach dem Geschlecht

Gerade wieder gelesen: Soll ich, wenn ich ein Geschwisterpärchen aufnehme, lieber Kater und Katze oder zwei Katerchen aufnehmen?

Prompt kamen auf diese Frage in einer facebook-Gruppe schon gleich zehn Antworten, und alle erzählten von ihren eigenen Erfahrungen. Die einen hatten eine gemischtgeschlechtliche Gruppe, die anderen nur zwei Kater oder eben zwei Kätzinnen.
Gimli und Otto
Gibt es eine Antwort auf diese Frage, die allgemein gültig ist? Nein, gibt es nicht. Denn das würde ja bedeuten, ein Tier allein auf sein Geschlecht zu reduzieren. Dann wären ja alle Kater rabiat, raubeinig, trampelig, aggressiv, würden extrem körperbetont spielen...

Und was wären dann die Kätzinnen? Zickig, ängstlich, divenhaft, sensibel?

Aha. Klappt das bei Männern und Frauen auch? Bei Rothaarigen und bei Blonden? Sind alle immer....? Das wäre ziemlich platt, oder?

Was formt den Charakter?


Wahr ist, dass der Charakter eines Tieres und sein Verhalten von unendlich vielen Komponenten geprägt wird: Genetik/Rasse, Gesundheit (auch der Eltern) Aufwachsen im Familienverband, Anzahl der Geschwister, "Prägung" und Sozialisierung, Kontakt mit Menschen, Hunden, anderen Tieren, Lernerfahrungen, Lebensgeschichte......     

Kurzum: Es ist viel zu kompliziert, um es auf einfache Formeln zu reduzieren. Und jede Erfahrung, die jemand mit einer gleichgeschlechtlichen wie gemischtgeschlechtlichen Gruppe macht, ist genau das: EINE Erfahrung, die mit anderen nicht zu vergleichen ist.
Es gibt Kätzinnen, die in einer boy group aufwachsen und rabiater sind als jeder Kater. Und es gibt Kater von sanftestem Charakter und extrem biestige Kätzinnen und und und...

Ja, es gibt Ethologen oder Tierärzte wie Sabine Schroll, die eindeutig Stellung beziehen und für das eine oder andere plädieren. Das kann man als Hinweis verstehen, als Ratschlag, aber nicht als ein verbindliches "Muss".

Halima und Otto

Wonach suche ich zwei Katzen aus?


Müssen müssen wir nur eines: Sehr gut überlegen und noch besser beobachten: Wie sehen die jeweiligen Charaktere aus? Wie ist die Vorgeschichte und welche Erfahrungen haben die Tiere?
Niemand von uns kann hellsehen. Selbst, wenn alles passend zu sein scheint, sind Katzen eben lern- und damit wandlungsfähig und reagieren auf ihre Umwelt und Haltungsbedingungen mit verändertem Verhalten. So kann es immer sein, dass zwei, die sich geliebt haben, plötzlich erbitterte Feinde werden. Und das trifft auf Kater wie auf Katzen zu.

A propos: Ich habe derzeit drei Kater, oder wie eine Kollegin erstaunt meinte: "Das geht doch gar nicht, oder?" 
Doch geht. Gut. 

Meeko und Gimli
Warum? Weil es drei eher ängstliche, soziale Buben mit ähnlicher Lebenserfahrung in ähnlichem Alter sind. Und das halte ich allemal für wesentlich wichtiger als das Geschlecht alleine.    

17.10.18

Buchempfehlung: Das Tier an sich

Das Fachbuch „Das Tier an sich“ von Prof. Dr. Herwig Grimm und Dr. Carola Otterstedt zeigt einen neuen Weg im Tierschutz auf. Zahlreiche namhafte Autoren aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen haben in gut lesbaren Buchbeiträgen aufgezeigt, dass Tierschutz einen neue Weg gehen muß. Ein hilfreiches wie lesenswertes Buch für alle, die sich für den Tierschutz interessieren, professionell mit Tieren bzw. in der Tiergestützten Intervention arbeiten und jene, die die wissenschaftliche Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung studieren und erforschen.


Die Stiftung Bündnis Mensch & Tier hat die Möglichkeit, Ihnen das Fachbuch „Das Tier an sich“ zu einem gesponserten Preis 20,00 € (statt 45,00 €) anzubieten.

Bestellungen, die bis zum 25. Oktober 2018 über den folgenden Link erfolgen, können berücksichtigt werden (solange der Vorrat reicht): https://www.carola-otterstedt.de/shop/bücher/
Es können nur Bestellungen über den Online-Shop und die per Vorkasse abgeschlossen sind berücksichtigt werden. Das Buch wird Ende Oktober versendet.

 Stiftung Bündnis Mensch & TierAm Jürgens Holz 24D - 28355 BremenT. 0049 (0) 421 – 2080 4081otterstedt@buendnis-mensch-und-tier.dewww.buendnis-mensch-und-tier.dewww.begegnungshoefe.dewww.haustier-des-jahres.de

16.10.18

Katze beisst Mensch



Dass aus der Samtpfote ein Bengalischer Tiger wird, das kann passieren. Als Jäger verfügen unsere Hauskatzen über ein beeindruckendes Waffenarsenal – nicht nur zur Verteidigung. Aber fast immer richten sich ihre Angriffe gegen Beute, denn spricht man von der sogenannten Beuteaggression. Oder die Miezen duellieren sich um Rang, Revier und Ressourcen mit anderen Artgenossen. Das ist die territoriale Form der Aggression. Und nur äußerst selten kommt es überhaupt vor, dass eine Katze einen Menschen angreift.

Was können die Gründe sein?

Viele Zweibeiner sind extrem erschrocken und ängstigen sich, wenn die Samtpfote zur Kratzbürste wird. Dann ist schnell die Rede von der „Heimtücke und der Hinterlist“ der Tiere. Dabei zeigen die Katzen sehr genau ihre Stimmung an – mit ihrer Körper- und Lautsprache. Erweiterte Pupillen, peitschender Schwanz, nach hinten und seitwärts drehende Ohren, schließlich Fauchen, Grollen und Knurren sind eindeutige Signale. Nur manchmal werden diese so blitzschnell gesendet, dass wir Menschen sie zu spät wahrnehmen.
Zum Beispiel beim Kraulen und Schmusen. Nicht jede Katze mag es, all überall angefasst zu werden. Viele Tiere lieben es, am Kopf und unter dem Kinn gekrault zu werden, aber sie tolerieren es nicht, wenn der Mensch den hinteren Rücken oder den Schwanzansatz berührt. Dann packen blitzschnell vier Pfoten die streichelnde Hand und halten sie fest. Das ist im Grunde eine reaktive Aggression, eine Abwehr deiner Katze, wenn du ihre persönliche Grenze überschritten hast.

Offensive und defensive Aggression

Auch eher defensiv, also verteidigend, ist die Aggression einer Katzenmutter, die ihre Jungen bedroht sieht. Nähert sich eine Gefahr, zum Beispiel auf zwei Beinen, dann kann aus der kleinsten Kätzin die sprichwörtliche Löwenmutter werden und sie verteidigt ihren Nachwuchs teilweise äußerst imposant mit wilden Attacken auf Beine und Hände. Auch eher defensiv-reaktiv ist die Aggression deiner Katze, wenn du sie zu sehr bedrängst. Vor allem sehr ängstliche Tiere gehen dann zum Angriff über, wenn sie keine Chance mehr haben, auszuweichen, also quasi „mit dem Rücken zur Wand stehen“.
Eher eine offensive Aggression ist die Spielaggression – niedlich anzusehen bei kleinen Katzen mit zierlichen Krallen und „Zähnchen“. Schon ganz anders sieht das aus, wenn die erwachsene Katze dich als ihren Sparringspartner ansieht und rabiat in Beine, Füße und Hände packt und beißt. Das tut nicht nur sehr weh, es ist auch nicht ungefährlich, weil im Katzenmaul immer viele Bakterien sind. Die können beim Biss leicht in die Blutbahn gelangen und für ernsthafte Entzündungen sorgen. 

Katzen, die überzogen rabiat spielen, sind oft alleine ohne Artgenossen groß geworden. Entweder wurden sind sie von Hand aufgezogen oder viel zu früh von der Mutter und den Geschwistern getrennt. Sie hatten keine Chance, ein gutes kätzisches Sozialverhalten zu lernen. Sie kennen keine Grenzen und verwechseln den Mensch mit einem felltragenden Artgenossen. Da hilft dir nur konsequente Erziehung und „Abschreckung“, damit deine Katze lernt, mit dir anders umzugehen als mit einer Katze. Anfauchen, Anpusten oder in die Hände klatschen ist in einem solchen Fall völlig in Ordnung, ebenso wie die Wasserspritze.

Und dann gibt es noch die zum Glück extrem seltenen Fälle, in denen eine Katze wirklich völlig ohne jeden sichtbaren Grund angreift. Auch hier müssen immer erst organische Befindlichkeiten gründlich abgeklärt werden. Akute Schmerzen oder Infektionen sorgen unter Umständen für Angst und Aggression. Zum Glück sind neurologische Probleme oder Hirntumore bei den Miezen eher selten, aber auch nicht gänzlich auszuschließen. Aufschluss bringt hier nur ein bildgebendes Verfahren wie ein Computertomogramm.

13.9.18

Sie sollen nicht sterben - Hilfe für Ayandena

ES EILT WIRKLICH: BALD IST ES ZU SPÄT

Den Kollegen vom Verein Ayandena in Spanien steht das Wasser bis zum Hals - in jeder Hinsicht. Das Tierheim ist voll, die Tötung ist voll. Es werden bald Tiere sterben. Es wird alles benötigt: Futter, Adoptionen, Patenschaften, Spenden. Tierhilfe mit Herz e.V. sammelt derzeit Spenden und Futter...vor allem Trockenfutter wird DRINGEND benötigt. Wer möchte, kann ein Paket an Tierhilfe mit Herz e.V. schicken. Dort wird gesammelt und bei nächster Gelegenheit verschickt.


Diese beiden haben die Tötungsstation überlebt und ein Zuhause. Viele, viele andere nicht: Auch weil es an einer vernünftigen Quarantänestation fehlt, an Futter, an medizinischer Versorgung - an allem. Deshalb sammeln wir Spenden für Ayandena - damit andere eine Chance haben

DRINGEND werden Paten für die Tiere im Tierheim gesucht und noch DRINGENDER für die in der Tötungsstation. Fünf Katzenkinder konnte gerade dort ausgeholt werden. Aber es ist immer noch übervoll und jeder Tag könnt der letzte sein. Dort wird ohne feste Termine getötet.  

Es gibt eine Spendenaktion bei betterplace - dorthin kann jeder spenden.



6.9.18

Was tun gegen die Angst? Schattenkatzen Teil 3


Über eins muss sich jeder klar sein, der eine Angstkatze zu sich nimmt: Unendliche Geduld ist gefragt.Wir mögen es noch so gut meinen - das Leben mit ängstlichen Tieren ist schwierig. Denn wir sind der Feind. Wir machen Angst. Zu verstehen, dass wir nichts Böses wollen, ja sogar Schutz und Zuwendung bieten, das dauert seine Zeit - manchmal Wochen, manchmal Monate.

Es ist nicht leicht für uns, damit umzugehen. Wir müssen Präsenz zeigen, aber die jeweilige Grenze der Angstkatze nicht überschreiten. Von Konfrontationen mit der Angst in voller Stärke - seien es Menschen oder Katzen - halte ich noch weniger als nichts.

Wer ein Tier einem starken Angstreiz aussetzt und meint, die Devise sei "Siegen oder Untergehen" richtet großen Schaden an.

Wie gegen die Angst vorgehen?     

Der mühsame Weg kann nur sein, das was Angst auslöst, in niedriger Intensität und kurz zu präsentieren, wieder und immer wieder und so, dass es eben unter der Angstschwelle bleibt. Irgendwann kann die Dauer verlängert und die Intensität erhöht werden. Und im letzten Schritt kann ein Verstärker wie Futter dazu kommen, um angstfreies Verhalten zu belohnen.


  • Nähern Sie sich einer Angstkatze nicht von oben. Gehen Sie auf den Boden.
  • Schauen Sie das Tier nicht an, drehen Sie den Kopf weg.
  • Sprechen Sie leise.
  • Wahren Sie die Fluchtdistanz.
  • Strecken Sie den Arm lang aus und zeigen die geöffnete Handfläche.  
  • Benutzen Sie für Berührungen einen Federwedel oder eine Angel..nicht sofort die Hand.
  • Neugier und Aufmerksamkeit belohnen Sie mit einem Leckerchen. 
  • Bei deutlicher Angst/Aggression brechen Sie für den Moment ab und versuchen es später. wieder