Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihre Samtpfote hält das Sofa für die Toilette? Ich erarbeite mit Ihnen ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen. Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne. Beratung, die länger dauert als zehn Minuten, ist kostenpflichtig. Preise und Leistungen sehen Sie auf der Seite rechts.

25.1.15

Immer Ärger mit der Katzen-WG



Diese nette Truppe ist noch zu haben: Anett. Ariella. Aristo, Annika: www.agtiere.de
Wenn ich zu Hausbesuchen gerufen werde, dann rangiert im Moment ein Problem ganz weit vorne: Die Katzengruppe versteht sich nicht. Trotz aller Mühen und Überlegungen im Vorfeld klappt es einfach nicht. Immer gibt es mindestens einen "Täter" und ein "Opfer", also ein Tier, das "mobbt" und eines, das gemobbt wird. Das schließt ein, dass die ängstliche Katze vom Futternapf vertrieben wird oder gar nicht erst an das Futter heran darf. Sie hat meist keine eigenen Plätze für sich und schon gar keine Ruhe- und Rückzugszonen. Und, fast am schlimmsten: Sobald sich das ängstlich Tier Richtung Toilette bewegt oder gerade mit dem Ausscheidungsprozess beschäftigt ist, wird es angegriffen.

Glück in der Katzengruppe?

Viele Katzenhalter kennen diese Spielchen, bei denen es noch nicht einmal immer zu blutigen Auseinandersetzungen kommen muss. Gleichwohl zerrt das an den Nerven der Menschen - und macht den Tieren zu schaffen. Sie müssen sich ja nicht lieben, nur tolerieren", das höre ich dann häufig. Wirklich? Ist das so? Kann es ein gutes Leben sein, über vielleicht fünfzehn Jahre mit einer anderen Katze zusammenleben und ein Revier teilen zu müssen, die man nicht mag?
In einer kleinen Serie soll es in den nächsten Tagen noch einmal darum gehen, wer sich mit wem verträgt und was zum Katzenglück in der WG beitragen kann.

21.1.15

Tierische Familienbande

 

Unter den Tieren gibt es Beispiele von hingebungsvoller Fürsorge. Nicht von ungefähr kennen wir den Begriff der „Löwenmutter“. Dass alle Tiereltern ihre Brut verteidigen, wundert nicht. Aber ob das „Elternliebe“ und damit altruistisches Verhalten ist oder der Instinkt, die eigenen Gene unter allen Umständen weiter zu geben, ist auch in der Forschung immer noch umstritten. 
Es gibt aber auch Beispiele von „Grausamkeit“. Etwa, wenn ein verletztes oder auffälliges Tier von der Gruppe ausgesondert wird. Wer sich wie und wo sozial organisiert und auf Bedrohungen von außen reagiert, ist sehr unterschiedlich und hängt immer auch vom Lebensraum und der Lebensweise ab. 

Familien, Harems, Rudel, Herden

Es gibt Schwärme, Herden, Rudel, Familien, Harems – alles kommt vor. Für viele Tierarten macht es Sinn, sich zu großen Gruppen zusammen zu schließen, denn so sind sie weniger angreifbar und das Einzeltier ist stärker geschützt vor Feinden. Die großen Herden Afrikas sind dafür die besten Beispiele. Es gibt aber auch Tiere, die in Kleingruppen leben, wie Primaten, oder eher solitär, wie Bären. 

Denn da ist eben auch Nahrungskonkurrenz durch die Artgenossen. Manchmal ist es vorteilhaft, die Beute gemeinsam zu erlegen und zu teilen – wie bei den Löwen, die Großtiere jagen. Eine Maus zu teilen, wäre dagegen für eine Katze vollkommen unsinnig. Das begründet nicht nur den Ruf der Katze als Einzelgängerin, es ist auch bestimmend für ihr Sozialverhalten. Was wiederum nicht heißt - und das macht es so kompliziert - dass Katzen immer und unter allen Umständen unverträglich mit Artgenossen sind.

Einzelgänger Katze
Aber alle Tierpsychologen wären arbeitslos, wenn sich jeder Vierbeiner mit jedem anderen verstehen würde. Tatsächlich sind Aggression und Unverträglichkeit zwei der ganz großen Probleme, die Katzenhaltern zu schaffen machen. Und so ist die Frage, ob Katzen Einzelgänger sind oder nicht, eigentlich vollkommen überflüsig. Sie müsste richtig heißen, Ist DIESE Katze verträglich und wenn ja, mit WEM und mit WEM NICHT?

20.1.15

Kater Adam mit dem Bärtchen



Dieser Kater hätte sein Leben sehr jung beenden müssen. Wenn ihn nicht ein Verein aus einer spanischen Tötungsstation gerettet und nach Deutschland gebracht hätte. Nun lebt er in Wuppertal in einer großen Katzengruppe. Leider will das spanische Temperamentsbündel nicht unbedingt mit allen anderen Katzen dort teilen. Er hat einen besten Freund und Kumpel - den Rest der Belegschaft mobbt er, wenn es ihn packt. 


Für Adam wird ein Zuhause mit Platz und viel Beschäftigungsmöglichkeiten  gesucht, gerne mit Balkon. Einen standfesten Kater würde er sicher akzeptieren und sich darüber freuen, aber ängstliche Katzen unterbuttern. Gesucht wird also so schnell wie möglich nun ein Zuhause für immer. Adam lebt derzeit in Wuppertal-Ronsdorf, ist natürlich geimpft, gechippt, kastriert, gesund, anderthalb Jahre alt. 
Bei Interesse bitte Mail an info@escriva.de

12.1.15

Von Welpenschutz und Muttergefühlen

Heute, in einem Beratungsgespräch fielen wieder zwei Worte, die mich jedesmal wieder auf Neue verwundern: Welpenschutz und Muttergefühle. Genauer gesagt, ging es um die schwierige Vergesellschaftung einer erwachsenen Katze mit einem Jungtier. Man hatte der Halterin gesagt, die Kätzin würde sicher gegenüber dem Jungtier Muttergefühle entwickeln. Und wenn nicht, dann hätte die Kleine wenigstens Welpenschutz. Tja, leider entwickeln selbst leibliche Mütter ihren Kindern gegenüber nur so lange Schutzgefühle, so lange die noch unselbstständig sind und der maternalen Fürsorge bedürfen. Irgendwann ist auch die beste Mutter nur noch genervt von ihem wilden Nachwuchs, vor allem dann, wenn es ein großer Wurf ist, der dem Muttertier alles abfordert.

 
In der Regel mit vierzehn Wochen oder später vertreibt die Katzenmutter mehr oder minder rabiat ihre Kinder, wenn die immer noch an ihr hängen, sie beim Fressen bedrängen, sie als Spielobjekt nutzen wollen. Dann müssen und wollen sich die Jungtiere auch selbständig machen.
Und dass eine Katze gegenüber einem fremden Katzenkind so etwas kennt, wie Welpenschutz, ist leider ein Gerücht. Was natürlich nicht heisst, dass sie sich mordend auf ein fremdes Jungtier stürzt. Aber sie regiert genau so ablehnend, aggressiv, ängstlich oder zutraulich, wie sie auch auf andere Katzen reagieren würde. Es gibt sehr sensible und vorsichtige Tiere, die sich auch von einem Halbstarken die Butter vom Brot, pardon, den Thunfisch aus dem Schüsselchen nehmen lassen und mit Rückzug reagieren. Und es gibt die anderen, die sich knurrend und fauchend darum bemühen, den ungeliebten Eindringling zu verteiben. Aber das ist allemal eine Sache des Charakters und der eigenen Vorgeschichte.   

9.1.15

Wieder da: Jeany und Pete



Für diese beiden haben wir vor etlichen Jahren schon einmal verzweifelt ein Zuhause gesucht. Niemand, wirklich niemand wollte zwei schwarze Katzen. Ein paar Jahre lang ist Ruhe in ihr Leben eingekehrt. Jetzt sind sie wieder einmal abgegeben worden: Diesmal wegen eines Säuglings. Und wieder suchen Jeany und Pete ein Zuhause. Wer will es ihnen verdenken, dass sie an der Welt und den Menschen verzweifeln. Dass sie Verlust- und Trennungsängste entwickelt haben?

Die beiden hingen immer aneinander wie Pech und Schwefel. Auch bedingt durch das ständige Hin und Her und den vielen Stress haben sie sich leider auseinander entwickelt. Wir möchten die Hoffnung noch nicht aufgeben und diese beiden trennen müssen. Wenn sich Menschen finden, die viel Platz und vor allem Balkon oder Garten haben, die sich mit diesen beiden schwarzen Diamanten beschäftigen wollen, dann würde sie sicher auch wieder zusammen finden.
Jeany ist kleiner, schneller und schlauer. Pete ist schmusiger. Beide sind pechschwarz mit wunderbar glänzendem Fell und extrem liebenswürdig. Niemals aggressiv, eher ängstlich, würden sie nie beißen oder kratzen. Sie werden im Sommer sechs Jahre alt und hatten in ihrem Leben noch kein dauerhaftes Zuhause. Wer ändert das?
Tel. 0202/7379140, www.agtiere.de

   

18.12.14

Samtpfotige Matrosen auf hoher See: Schiffskatzen



(Foto: Cover Schiffskatzen, Insel Verlag)


Wer noch ein Geschenk für Katzenfreunde sucht, die schon alles haben, der kann gerne zu dem neuen Buch von Detlef Blum greifen: Schiffskatzen. Der Autor beschreibt die ruhmreiche Geschichte der seefahrenden Miezen über die Jahrtausende hinweg - amüsant und bewegend. Einen kleinen Einblick gibt der gerade erschienene Artikel in der Schweizer "Tierwelt" in dem der Autor auch über sich und seine Recherchen erzählt.




15.12.14

Die „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2015 - Das Deutsche Karakulschaf"



Presseinfo der GEH 

Das Karakulschaf ist eine der ältesten Haustierrassen der Welt. Schon vor mehr als 4.500 Jahren belegen in Uruk am Euphrat gefundene Tonabbildungen die Haltung von Schafen im Typ des Karakuls. Die Locke des Fells frisch geborener Lämmer gab der Rasse wahrscheinlich ihren Namen: „Kara-gjull“ bedeutet im Assyrischen „Schwarze Rose“. Ursprünglich in den Steppen und Halbwüsten Usbekistans gehalten, gelangten im Jahr 1900 die ersten vier Tiere nach Deutschland.
Mit ihnen begann Prof. Julius Kühn, Direktor des Landwirtschaftlichen Institutes der Universität Halle die Karakulzucht in Deutschland. Nachdem weitere Tiere importiert wurden, konnte seit 1928 ohne wesentliche Zufuhr von Fremdblut in Reinzucht gezüchtet werden. Die Zucht des Deutschen Karakuls gelangte schnell zu internationalem Renomee, viele Tiere wurden exportiert. Rund 9.758 Tiere konnten im Jahr 1936 gezählt werden, eine Herdbuchzucht etablierte sich1938.
Der Verfall der Fellpreise, auch durch die Entscheidung weiter Teile der Bevölkerung, keinen Pelz mehr zu tragen, führte in den alten Bundesländern bereits Anfang der 70er Jahre zur Aufgabe der Herdbuchzucht und Auflösung des Verbandes Deutscher Karakulzüchter. In der DDR hatten die Karakuls eher Bedeutung als Exporttiere, durch das gute internationale Renomee der deutschen Karakulzucht, die bestehenden Exportchancen und die staatliche Förderung gab es dort Ende der 80er Jahre noch rund 1.000 Karakuls.
Durch stark veränderte Rahmenbedingungen, wie den Wegfall der Exporte und staatlichen Förderungen, sowie weitere Reduzierung der Rohfellpreise, kam es seit 1990 zu einem akuten Bestandsrückgang. Gegenwärtig existieren noch 6 Karakulzuchten mit 250 Herdbuchmutter-schafen und 30 Böcken.
Das mittelrahmige Fettschwanzschaf ist besonders gut an karge Bedingungen in der Steppe angepasst, die Böcke tragen in der Regel schneckenförmige Hörner (20-30% hornlos), weibliche Tiere sind generell hornlos. Der Kopf ist länglich, schmal und ramsnasig mit langen Hängeohren. Zwei Schuren je Jahr sind üblich, das Vlies besteht aus einer langabwachsenden Mischwolle. Charakteristisch sind glänzende Stichelhaare an Kopf und Extremitäten. Die Standardfarbe ist schwarz (arabi). Sie verändert sich mit zunehmendem Alter zu grauschwarz und grau oder graubraun.
Für die Zukunft des Karakulschafes bedarf es neuer Ideen: die besondere Anpassung der über 4000 Jahre alten Rasse an überaus karge Standorte, die Fähigkeit, Fett im Fettschwanz zu lagern und dadurch ein äußerst mageres und wohlschmeckendes Fleisch zu produzieren, die Genügsamkeit und Robustheit und die vielseitig verwendbare Wolle sind als besondere Eigenschaften hervorzuheben. In der Landschaftspflege, auf kargen Standorten, kann diese Rasse mit ihrer speziellen Anpassung sehr erfolgreich eingesetzt werden. Weitere Züchter für das Deutsche Karakul sind sehr willkommen.
Kontakt: Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), Walburger Str. 2,
37213 Witzenhausen, Tel.: 05542-1864, E-Mail: info@g-e-h.de, www.g-e-h.de