Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihre Samtpfote hält das Sofa für die Toilette? Ich erarbeite mit Ihnen ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen. Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne. Beratung, die länger dauert als zehn Minuten, ist kostenpflichtig. Preise und Leistungen sehen Sie auf der Seite rechts.

13.9.18

Sie sollen nicht sterben - Hilfe für Ayandena

ES EILT WIRKLICH: BALD IST ES ZU SPÄT

Den Kollegen vom Verein Ayandena in Spanien steht das Wasser bis zum Hals - in jeder Hinsicht. Das Tierheim ist voll, die Tötung ist voll. Es werden bald Tiere sterben. Es wird alles benötigt: Futter, Adoptionen, Patenschaften, Spenden. Tierhilfe mit Herz e.V. sammelt derzeit Spenden und Futter...vor allem Trockenfutter wird DRINGEND benötigt. Wer möchte, kann ein Paket an Tierhilfe mit Herz e.V. schicken. Dort wird gesammelt und bei nächster Gelegenheit verschickt.


Diese beiden haben die Tötungsstation überlebt und ein Zuhause. Viele, viele andere nicht: Auch weil es an einer vernünftigen Quarantänestation fehlt, an Futter, an medizinischer Versorgung - an allem. Deshalb sammeln wir Spenden für Ayandena - damit andere eine Chance haben

DRINGEND werden Paten für die Tiere im Tierheim gesucht und noch DRINGENDER für die in der Tötungsstation. Fünf Katzenkinder konnte gerade dort ausgeholt werden. Aber es ist immer noch übervoll und jeder Tag könnt der letzte sein. Dort wird ohne feste Termine getötet.  

Es gibt eine Spendenaktion bei betterplace - dorthin kann jeder spenden.



6.9.18

Was tun gegen die Angst? Schattenkatzen Teil 3


Über eins muss sich jeder klar sein, der eine Angstkatze zu sich nimmt: Unendliche Geduld ist gefragt.Wir mögen es noch so gut meinen - das Leben mit ängstlichen Tieren ist schwierig. Denn wir sind der Feind. Wir machen Angst. Zu verstehen, dass wir nichts Böses wollen, ja sogar Schutz und Zuwendung bieten, das dauert seine Zeit - manchmal Wochen, manchmal Monate.

Es ist nicht leicht für uns, damit umzugehen. Wir müssen Präsenz zeigen, aber die jeweilige Grenze der Angstkatze nicht überschreiten. Von Konfrontationen mit der Angst in voller Stärke - seien es Menschen oder Katzen - halte ich noch weniger als nichts.

Wer ein Tier einem starken Angstreiz aussetzt und meint, die Devise sei "Siegen oder Untergehen" richtet großen Schaden an.

Wie gegen die Angst vorgehen?     

Der mühsame Weg kann nur sein, das was Angst auslöst, in niedriger Intensität und kurz zu präsentieren, wieder und immer wieder und so, dass es eben unter der Angstschwelle bleibt. Irgendwann kann die Dauer verlängert und die Intensität erhöht werden. Und im letzten Schritt kann ein Verstärker wie Futter dazu kommen, um angstfreies Verhalten zu belohnen.


  • Nähern Sie sich einer Angstkatze nicht von oben. Gehen Sie auf den Boden.
  • Schauen Sie das Tier nicht an, drehen Sie den Kopf weg.
  • Sprechen Sie leise.
  • Wahren Sie die Fluchtdistanz.
  • Strecken Sie den Arm lang aus und zeigen die geöffnete Handfläche.  
  • Benutzen Sie für Berührungen einen Federwedel oder eine Angel..nicht sofort die Hand.
  • Neugier und Aufmerksamkeit belohnen Sie mit einem Leckerchen. 
  • Bei deutlicher Angst/Aggression brechen Sie für den Moment ab und versuchen es später. wieder

5.9.18

Schattenkatzen - Angstkatzen, Teil 2


Toby und Paul waren Angstkatzen. Beide mit unschöner Vorgeschichte - Paul kam von einem Bauernhof und kannte Menschen nur in negativen Zusammenhängen. Toby wurde erst mit zehn Wochen  ganz alleine im Wald gefunden. Beide hatten denkbar schlechte Voraussetzungen für ein Leben bei und mit Menschen.

Die beiden hatten sich in der Pflegestelle kennengelernt und hingen aneinander. Kein Wunder: Paul hatte Angst vor Schuhen, Kameras, Geräuschen und Toby hatte Angst vor Menschen. Während Paul bei Angst in sich hineinkroch, griff Toby an. Gemeinsam waren sie zwar nicht stark, aber stärker.
Nach einem Jahr intensiver Kontaktaufnahme, vieler Frustrationen, Aggressionen, Bissen und Momenten tiefer Verzweiflung ließ Paul sich zum ersten Mal anfassen. Er wurde ein wenn auch ängstlicher Schmuser und 15 Jahre alt.

Toby ließ sich nie anfassen, bis er 16 Jahre alt war. Ein Jahr nach dem Tod seiner großen Liebe Paul ließ er zum ersten Mal Berührungen zu. Er wurde 19 Jahre alt.

Das Leben mit diesen beiden war alle andere als einfach. Sie mochten keine anderen Katzen, sie waren Menschen gegenüber skeptisch. Aber sie waren hier viele Jahre lang glücklich, konnten kommen und gehen, hatten immer genug Futter, Wärme und Zuwendung.

Und sie haben beide ein großes Loch hinterlassen. Sie waren beide ausgeprägte Katerpersönlichkeiten und ohne ihre Vorgeschichte hätte ihr Leben sehr viel angstfreier verlaufen können.

Nicht alle Schattenkatzen sind so schwierig wie Toby. Aber sie schließen sich oft, wie auch diese beiden, anderen Katzen an - denn sie brauchen einen Sozialpartner. Für solche Angstkatzen kann es gut sein, wenn schon eine andere freundlich-menschenbezogene Samtpfote im Haushalt lebt, an der sie sich orientieren können. Auch zwei Angstkatzen können auftauen - nur braucht es dazu noch mehr Geduld ihres Menschen.

FORTSETZUNG FOLGT     

3.9.18

Schattenkatzen haben es schwer, Teil 1

Heute habe ich diesen Post (s.u.) über Truffaldino gelesen. Er wurde als Schattenkatze bezeichnet. Und dieser Begriff bringt es genau auf den Punkt: Katzen wie Truffaldino sind wie Schatten und leben im Schatten. Sie haben Angst.




Meist ist die schlimmste Angst die vor dem Menschen. Aber auch ungewohnte Geräusche, Bewegungen, Ereignisse machen Angst. Man kann sich leicht vorstellen, wie schlimm so ein Leben in ständiger Abwehr und voller Ängste sein mag.

Warum haben diese Katzen solche Angst vor Menschen?  

Die meisten Tiere, die vor Zweibeinern auf der Hut sind, haben entweder keine oder schlechte Erfahrungen gemacht. Und das in einer Phase ihres Lebens, die entscheidend ist für die weitere Entwicklung ihres Wesens. Junge Katzen, die in ihrer "Prägephase" nicht viel positiven menschlichen Kontakt hatten, bleiben oft scheu. Wie sehr, darüber entscheidet die individuelle Vorgeschichte - unter anderem.

Nicht umsonst sollten die Katzenwelpen möglichst viel kennen lernen: Menschen, Kinder, Hunde, andere Tiere. Das erleichtert es ihnen um so mehr, sich im Leben zurecht zu finden. Keine Katze findet es von sich aus gut, hoch gehoben und gedrückt zu werden. Es sei denn, sie lernt früh genug, dass damit etwas Schönes verbunden ist.

Bleiben die Tiere für immer scheu?   

Das muss nicht sein. Viele lernen bei geduldigen Menschen, dass sie keine Angst mehr haben müssen. Andere bleiben auch ein Leben lang skeptisch. Wie weit ein Tier kommt, lässt sich nicht vorher sagen. Die meisten aber tauen irgendwann auf und verlieren die Angst vor Berührungen. So kann es sein, dass man eine Schattenkatze gut streicheln, aber niemals hochheben oder länger festhalten kann.

Wie lange dauert es, bis eine scheue Katze ihre Angst verliert?
Auch dafür gibt es keine Regeln, denn es hängt von der Stärke der Angst und den individuellen Erfahrungen ab. Es kann Wochen, Monate oder Jahre dauern. Manchmal stagniert das Verhalten über Wochen, dann gibt es "Schübe" und Fortschritte.

FORTSETZUNG FOLGT

Truffaldino...
wird im Dezember zwei Jahre alt und er hat es sehr schwer ein Zuhause zu finden. Er ist eine der Schattenkatzen, die niemand sieht, weil er ängstlich und zurückhaltend ist.
Truffaldino braucht sehr viel Zeit, um Vertrauen zu jemandem zu fassen und er braucht sein Plätzchen, um sich wohl und sicher zu fühlen. In der Cattery hat er einen Freund, der genau wie er im Schatten der anderen lebt.
Gibst du ihm geduldig die Zeit die er braucht, wird er dich lieben. Er braucht einen Menschen, dem es nichts ausmacht, dass er keine Streichelkatze ist, zumindest noch nicht.
Aber auch diese Katzen haben eine zweite Chance verdient.

4.6.18

FIV: Kein Todesurteil, aber viele Vorurteile

Dieser Text stammt von der Kollegin Anika Bruckert. Er gehört zu dem Besten, was ich über FIV gelesen habe. 


FIV - drei große Buchstaben, viel Unwissenheit. Und sie zählt zu einer der drei am häufigsten vorkommenden und gefürchtetsten Viruserkrankungen der Katze, neben FeLV (feline Leukämievirus), und FIP (feline infektiöse Peritonitis = infektiöse Bauchfellentzündung).
Dieser Blog handelt von dem so genannten „Katzen-Aids“, oder besser genannt, das Feline Immundefizienz-Virus.
Nicht nur wir Menschen können an Aids erkranken, sondern auch noch einige andere Tierarten, wie Affen und Katzen. Es gibt auch viele arttypische Krankheiten die umgangssprachlich als AID`s-Erkrankung ausgesprochen werden. Wie z.B. die IBD (inclusion body disease) bei Schlangen, dass so genannte Schlangen-Aids, oder die EIA (equine infektiöse Anämie) bei Pferden, auch gerne als Pferde-Aids betitelt, usw.
Doch im Unterschied das die Aids-Erkrankung vom Affen auf den Mensch übertragen werden kann, geht das bei unseren Katzen nicht.
Dies ist immer die größte Angst bei der Diagnose „FIV“, eine Übertragung auf den Menschen ist nicht möglich.
Es handelt sich um Retroviren, die diese Erkrankung auslösen. Auch beim Menschen sind es Retroviren. Die Viren der Katze haben sich allerdings auf Katzen „spezialisiert“, wir sind schlichtweg falsche Endwirte und haben unsere eigenen HI-Retroviren die sich uns wiederum perfekt angepasst haben.
Die Übertragungsmöglichkeiten des FI-Virus entstehen vor allem durch Beißereien. Besonders durch Rangkämpfe und dadurch entstehende, tiefe Bisse wird das Virus übertragen. Es muss der Speichel von einer erkrankten, und gerade im hohen Virusdruck stehenden Katze in den Blutkreislauf einer anderen Katze dringen. Ansonsten findet keine Ansteckung statt bei einer Beißerei! Dies bedeutet, das auch der Biß einer erkrankten Katze nicht zwingend zur Ansteckung führt!
Ein anderer Übertragungsweg ist der Geschlechtsverkehr. Hier kommt es mit größerer Wahrscheinlichkeit zu einer Ansteckung.
Beides lässt sich durch eine Kastration beeinflussen. Geschlechtsverkehr fällt weg, Rangkämpfe kommen leider trotzdem noch vor, werden aber im Vergleich zu einer/einem unkastrierten Katze/Kater deutlich weniger.
Eine große Ansteckungsquelle sind die verwilderten Hauskatzen. Sie leben überall unter uns, wissen genau wie man sich unsichtbar macht wenn man möchte, und wenn sie Glück haben werden sie auf Futterstellen versorgt und kastriert. Hier hilft nur die konsequente Kastration aller freilebenden und Freigänger-Katzen, damit dieses Elend der armen Katzen eingedämmt wird und auch diese Tiere FIV-frei leben können und keine weiteren Katzen anstecken können.
Wenn Sie also eine freilebende Katze sichten, die keinem Menschen zuzuordnen ist, melden Sie es bitte einem örtlichen Tierschutzverein!
 Früher, und leider auch heute noch, werden viele Katzen bei der Diagnosestellung euthanasiert. Das ist unnötig und schrecklich zugleich.
Stellen Sie sich vor, Sie würden z.B. nach einer Bluttransfusion mit HIV angesteckt und gehen zum Arzt. Der diagnostiziert die Erkrankung und sagt Ihnen dann: „tja, tut mir leid, aber aufgrund der Ansteckungsgefahr für die Mitmenschen müssen wir Sie leider heute euthanasieren.“
Wären Sie damit einverstanden und würden einwilligen? Nein, bestimmt nicht. Sie könnten aber auch gar nicht einwilligen, davon mal abgesehen…
Aids ist eine lebenslange Erkrankung. Aids ist potenziell ansteckend. Ja.
Aber es gibt viele Möglichkeiten und Verhaltensweisen, die die Erkrankung im Zaum halten und das Ansteckungsrisiko auf ein Minimum bis vollkommen runter zu schrauben.
Meistens trifft es Freigänger. Wer mehr Freiheiten genießt, hat auch ein gefährlicheres Leben.
Wurde die Diagnose gestellt und man hat einen Freigänger, heißt das jetzt nicht unbedingt das er in Zukunft in Einzelhaft in der Wohnung leben muss. Die Meinungen gehen hier stark auseinander. Gegen den künftigen Freigang spricht, dass das eigene Tier eine potentielle Ansteckungsgefahr für andere Katzen ist, und auch, dass die erkrankte Katze draußen einem viel höheren Infektionsdruck und damit einer Ansteckungsgefahr für Infekte ausgesetzt ist. Und die sind für FIV-Katzen deutlich gefährlicher als für Katzen mit funktionierendem Immunsystem.
Was dafür spricht den Freigang weiterhin zu gewähren: Wer eine friedliche Katze oder einen friedlichen Kater hat (natürlich kastriert) der jedem Streit aus dem Weg geht und deshalb keine Übertragungsgefahr durch Bisse für andere darstellt, sollte sich Gedanken machen den Freigang beizubehalten. Denn jeder Freigänger der daran gewöhnt ist, wird nicht bejubeln das ab sofort Knast angesagt ist. Es schafft zusätzlichen Stress, der sich wiederum auf das Immunsystem auswirkt.
Abgesehen davon haben viele Katzen unbemerkt diesen Virus in sich, ohne das jemals darauf getestet wurde, und so keine Diagnose gestellt wurde. Auch sie leben ihr Leben wie gewohnt weiter, mit Unwissenheit der Halter. Dies soll keine Ausrede sein um ein erkranktes Tier im Freigang zu lassen. Jeder muss das für sich, sein Gewissen und seine ihm anvertraute Katze entscheiden.
Ein Kompromiss kann auch sein, seinen Garten katzensicher zu machen, so kann ein halbwegs freies Leben ermöglicht werden.
Doch auch bei Wohnungskatzen kann die Diagnose plötzlich Realität werden. Zum Beispiel bei „Second-hand“ Katzen, deren Vorgeschichte unbekannt ist, kann die Erkrankung lange unbemerkt bleiben und eines Tages durch Zufall entdeckt werden. Sei es eine Wunde die schlecht verheilt, eine Infektion die nicht abebbt, oder sonstige Anfälligkeiten.
Hinter vielen wiederkehrenden oder lang anhaltenden Infekten kann eine tiefgehende Grunderkrankung stecken. Um hier Gewissheit zu haben, empfiehlt es sich, einen FIV-Test machen zu lassen. Und das nicht einmal, sondern lieber mit einem 4-8 wöchigen Abstand zweimal.
FIV kann (aber muss nicht!) auch von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Dazu braucht es keinen Biß oder Geschlechtsverkehr, hatte die Mutter das Virus in sich, und man übernimmt das Kätzchen (in Unwissenheit der erkrankten Mutter) von klein auf, kann auch das Kätzchen an dem Virus erkrankt sein.
Hat sich nun herausgestellt dass man eine an FIV-erkrankte Wohnungskatze hat, muss man nicht die mitlebenden Katzen plötzlich abgeben (oder sogar die erkrankte), auch wenn diese als negativ (nicht-erkrankt) getestet wurden. Leben die Katzen schon länger zusammen, sind kastriert und die Rangfolge ist geklärt, sodass sie friedlich miteinander leben, besteht kein Grund in Panik zu verfallen und das erkrankte Tier abzugeben oder einschläfern zu lassen. Viele FIV-Katzen leben mit nicht infizierten Katzen jahrelang zusammen, ohne das es zu einer Ansteckung kommt.
Hat man eine Einzelkatze und wollte eigentlich mehr Katzen halten, so kann man eine gute Tat tun und gezielt nach FIV-Katzen im Tierschutz Ausschau halten. Die gibt es da leider zuhauf. Aus unbegründeten Ängsten abgegeben oder nicht mehr gewollt weil krank. Gründe gibt es da endlos.
Man bildet dann einfach eine Zweckgemeinschaft 😉

Die Symptome
FIV hat keine spezifischen Symptome. Und keine Katze stirbt an FIV. Nur an den Folgeerkrankungen.
Es ist eine Krankheit mit Hoch`s und Tief`s. Das Immunsystem ist nicht am Tag der Ansteckung mit einem Schlag ausgeschaltet. Oft sinkt es erst über Jahre hinweg in den Keller. Und auch hier kann es auf und ab`s geben. Viele Katzen leben unerkannt (oder auch erkannt) mit dem Virus und werden trotzdem steinalt ohne schlimme Folgeerkrankungen. Alles was das Immunsystem zusätzlich stresst, sollte deshalb möglichst vermieden werden. Stress ist hier ein großer Punkt, oder ein hoher Infektionsdruck, also viele Bakterien und/ oder Viren in der Umgebung, aber auch Impfungen oder Immunstimulantien können das fragile Gleichgewicht zum kippen bringen.
Erkrankt eine FIV-Katze an einer Zweitinfektion wie zum Beispiel dem Katzenschnupfen, gilt es, ihr hier die gleiche Behandlung zukommen zu lassen wie einer nicht-FIV-Katze. Man kann damit rechnen, dass der Genesungsweg länger dauert, dies bedeutet jedoch nicht, dass das geliebte Tier an der erstbesten vorbeikommenden Zweitinfektion stirbt.
Das Virus fährt das Immunsystem runter, oft in Schüben, es sorgt dafür, dass der Körper keine Immunreaktion mehr auf Krankheitserreger bilden kann.
Trotzdem gibt es ein paar typische Symptome, die auf eine FIV-Erkrankung hindeuten können. Das können nicht oder schlecht verheilende Wunden sein, nicht endende Infekte, immer wiederkehrende Infekte, wie vom Katzenschnupfenkomplex oder auch Blasenentzündungen, Zahnfleischentzündungen kommen sehr häufig vor, oder Infekte, die trotz aller Behandlungsmaßnahmen zunehmend schlechter werden. Denn keine Medizin hilft, wenn das Immunsystem nicht mitmacht. Allgemeine Mattigkeit kann ein Symptom sein, aufgequollene Ballen an den Pfoten, die aussehen wie ausgeleierte, trockene Schwämme, starke Abmagerung, die ganze Bandbreite steht da zur Verfügung.
Eine an FIV-erkrankte Katze kann ihr Leben auch wie gesunde Katzen ganz normal leben.
Es ist kein vorzeitiges Todesurteil, wichtig ist, das abbauende Immunsystem nicht durch Cortison oder andere Immunsupprimierende (Immun-unterdrückende), Immunbelastende Medikamente, oder unnötigen Stress zusätzlich zu schädigen.
Die Viruslast, und damit das Fortschreiten der Krankheit, sollte gering gehalten werden, was mit verschiedenen Mitteln auf Naturheilbasis sehr gut zu erreichen ist.
FIV ist eine ernste Erkrankung, aber sie kann in den allermeisten Fällen sehr gut im Zaum gehalten werden und führt nicht zwingend zum vorzeitigen Tod.
Sprechen sie hierzu gerne mich, oder eine meiner vielen tollen Kolleginnen und Kollegen an!

24.4.18

Themenabend Mehrkatzenhaushalt in Kerpen


Nochmal ein Abend zum Thema Mehrkatzenhaushalt: Das tägliche Brot des Tierpsychologen sind Vergesellschaftungen, die schief laufen oder Gruppen, in denen es kracht. Und nein, es muss nicht immer Blut fließen, damit Angst und Stress herrschen. Niemand beherrscht die böse Kunst des diffizilen Mobbings so gut wie "Samtpfoten". Es muss nicht eine "Undercat" erst monatelang auf dem Schrank leben, damit klar wird, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Aber zugegeben, es gibt auch harmonische Gruppen und auch die brauchen Spielregeln. Welche? Das ist Thema des Abends.

Mittwoch, 16.5. 2018
19.30 Uhr, 20€ Kostenbeitrag
Naturheilpraxis für Mensch und Tiere Bianka Kerres
Brüggener Str. 19
D-50169 Kerpen-Brüggen

Telefon: 0 22 37 - 97 51 17
Mobil: 01 71 - 714 90 73
E-Mail: info@naturheilpraxis-kerres.de 
http://www.naturheilpraxis-kerres.de

3.4.18

Vom gesunden Halbwissen über Medikamente für Katzen


Heute geriet meine Therapeutenseele wieder mal ins Kochen. "Ich will meine Katze nicht mit Medis vollstopfen". Diesen Satz habe ich schon so oft und oft und oft gehört. Und er macht mich immer noch und immer wieder fassungslos.
Denn er stammt zumeist von Leuten, die ganz offensichtlich den Unterschied zwischen einem zulassungspflichtigen/verschreibungspflichtigen Medikament und einem Nahrungsergänzungspräparat nicht kennen und alles in einen Topf werfen.

Aber  "böse" ist es auf jeden Fall, seiner Katze "Medis" zu geben.   
Im Übrigen sind das auch oft Leute, die Bachblüten mit klassischer Homöopathie verwechseln, aber egal , das ist "gut".

Wenn es bei Katzen zu Angst- oder Aggressionsproblematik kommt, dann muss natürlich und ohne Frage immer zuerst geklärt werden, was die Ursache ist und ob und wie sie behoben werden kann. Dafür stehen Verhaltenstherapeuten viele Maßnahmen zur Verfügung. Damit diese jedoch greifen können, kann es durchaus ratsam sein, die Therapie mit Nahrungsergänzungsmitteln zu unterstützen, schließlich sind Seele und Körper eine Einheit mit Wechselwirkung. Ständige Angst oder große Aggression sind immer auch von körperlichen Vorgängen begleitet, bei denen das Nerven- und Hormonsystem eine große Rolle spielt. Man könnte auch sagen: Angst macht Lernen (fast) unmöglich. Aber um eine Verhaltensänderung herbei führen zu können, ist Lernen unabdingbar.

Vielfach liegt die Ursache für ein bestimmtes Verhalten auch in der (unbekannten) Vergangenheit. Und festgefahrene Verhaltensmuster sind oft schwer zu durchbrechen - auch hier können Anti-Angst und Antistressmittel helfen und das Lernen erst ermöglichen. Ob das nun Mittel aus der Homöopathie sind oder eher Wirkstoffe, wie Vitamine, Mineralien oder Pflanzwenwirkstoffe - das entscheiden Therapeut und Tierbesitzer.

Die Angst vor dem Medikament

Noch um etwas Anderes geht es bei echten Verhaltensstörungen wie Autoaggression oder Aggression gegen andere, die nicht erklärbar ist. Wenn alle anderen Mittel nicht helfen, sind hier nach Absprache mit dem Tierarzt Medikamente in Erwägung zu ziehen. Und es geht nicht um "Vollstopfen" sondern um eine individuelle Medikation, um einem Tier zu helfen. Wer aus Vorurteil und Halbwissen das kategorisch ablehnt, schadet demjenigen, dem er vorgibt, helfen zu wollen, dem Tier.

Das Wirkung und Nebenwirkung eingeschätzt und abgewogen werden müssen, bedarf keiner Erwähnung, denn es ist selbstverständlich. In diesem Sinne: Analyse, Information und Urteil statt Vorurteil wäre mehr als hilfreich.

 

16.3.18

Beschäftigung – der Schlüssel zum Katzenglück

Sicher, es gibt sie – die gemütlichen Couchpotatoes, die in sich ruhenden Genießer, die viel und gerne dösen und nur ab und zu ein Auge öffnen, um nach der Thunfischdose zu schielen. Aber das sind dann eher ältere Katzen oder solche, die aufgrund von Krankheit einen ruhigen Lebensstil pflegen. Richtig ist, dass die Tiere eigentlich viele Stunden des Tages schlafend oder ruhend verbringen. Aber das hat damit zu tun, dass sie auf der Jagd enorme Anstrengungen vollbringen und ihre Kraftreserven wieder auftanken müssen. Die Bewegungsfreude aber bleibt auch bei Wohnungstigern und selbst Katzen mit Behinderungen, ob sie nun etwa blind oder taub sind oder Bewegungsstörungen haben, lieben Beschäftigung.

Das hat mit den Hochleistungssinnen der Samtpfoten zu tun: Alles am Katzenkörper und in ihrem Wesen ist darauf ausgerichtet, möglichst effizient zu jagen. Augen, Ohren Tasthaare, extrem bewegliche Wirbelsäule und Pfoten dienen nur dem einen Zweck: Beute zu machen und zu fressen, um zu überleben. Eine Katze, die alles das nicht darf oder nicht  kann, ist nicht glücklich.

Natürlich sind nicht alle Wohnungskatzen depressiv oder verstört – immer vorausgesetzt, sie haben die Möglichkeit, ihren Instinkten freien Lauf zu lassen, so gut es das Haus- oder Wohnungsrevier es eben erlaubt. Das heißt, dass eine Katze auch hinter Möbeln gerne lauern, anschleichen, beobachten möchte. Dass sie springen und klettern und die Höhe nutzen möchte. Kurz, dass sie spielerisch ihre Welt entdecken möchte.
Deshalb ist ihr Mensch gefordert, für ein möglich abwechslungsreiches Animationsprogramm zu sorgen, dass den regen Katzengeist auslastet. Dabei ist alles gut, was die angeborenen Bewegungsmuster und Verhaltensweisen einbindet – also mit Rennen, Springen, Klettern, Antatzen oder Zupacken verbunden ist.

Die Verhaltensforschung hat nachgewiesen, dass Spielverhalten und Jagen bei Katzen nahezu identisch sind – lediglich die Endhandlung, das Erlegen der Beute, fehlt. Deshalb „spielen“ Katzen so gerne mit Federwedeln, Angeln, Kordeln, Schnüren, denn die erinnern an Beutetiere wie Vögel oder Würmer. Deshalb angeln sie so gerne mit den Pfoten etwas aus einem Fummelbrett oder einem anderen Spielzeug heraus – denn nichts  anderes tun sie ja auch, wenn sie die Maus aus ihrem Loch holen.  Und deshalb schnuppern sie auch so gerne an Duftspielzeug – denn auch in der freien Natur setzen sie Augen, Ohren und Nase ein, um sich zu orientieren.

Abwechslung ist das halbe Katzenleben und nicht immer ist es einfach für den Menschen, stets Neues zu erfinden. Zum Glück bietet jede Wohnung auch Gegenstände, die sich nutzen lassen: Stühle, Schränke und Regale für das Höhentraining. Leere Verpackungen, um etwas darin zu verstecken. Kartons als Höhlen. Leinen oder Schnüre und Verpackungsmaterial, um es zu jagen und dann natürlich alle Arten von duftenden Mitbringseln von der Wiese draußen zum Schnuppern. Dazu gibt es ein großes Angebot an Spielzeug zu kaufen, das den Geist anregt, indem es die Belohnung erst preis gibt, wenn die Katze strategisch klug vorgeht. Es lohnt sich, das Lieblingsspielzeug immer mal wieder für eine Weile weg zu stellen, damit es seinen Reiz nicht verliert. Und die schönste Belohnung für eine erfolgreiche Jagd ist das gemeinsame Feiern des Sieges mit einer ausgiebigen Kuschelstunde von Zwei- und Vierbeiner.







1.3.18

Winterzeit ist Erkältungszeit

Plüschfell hilft schon mal gegen Kälte 


Im Moment husten und niesen wir Menschen mehr als sonst – und manche Katzen auch. Denn die Samtpfoten können sich genauso erkälten wie ein Zweibeiner und die Symptome sind ähnlich. Der Hals kann sich entzünden, die Nase läuft, die Augen tränen, manchmal kommt auch eine erhöhte Körpertemperatur dazu. Dann sind die Miezen häufig müde, schlapp und appetitlos, liegen viel und bewegen sich weniger. 

Zwar schützt das winterliche Katzenfell Freigänger. Aber Feuchtigkeit und Zugluft können auch dafür sorgen, dass sich die Katze erkältet. Auch der ständige Wechsel von extrem trockener Heizungsluft drinnen und feucht-kalter Luft draußen kann den Katzen zu schaffen machen. 

Und je schwächer das Immunsystem, desto empfindlicher reagieren die Tiere. Deshalb sind sehr junge, alte oder bereits geschwächte Tiere besonders oft betroffen. Wenn die Samtpfote diese Symptome zeigt, dann sollte sie für ein paar Tage das Haus hüten und viel trinken. Bessert sich das Befinden nicht, dann ist in jedem Fall der Tierarzt gefragt.

Dabei ist eine Erkältung nicht zu verwechseln mit einem Katzenschnupfen, der durch Herpes/Caliciviren hervorgerufen wird und gegen den es eine vorbeugende Schutzimpfung gibt. Aber: auch geimpfte Tiere können krank werden, zumal wenn sie unterkühlt waren oder das Immunsystem angeschlagen ist. Leider mutieren Viren immer wieder - auch eine Impfung ist also kein vollständiger Schutz. Natürlich können sich in einer Katzengruppe auch mehrere Tiere anstecken, deshalb ist es besser, ein erkranktes Tier einige Tage zu separieren.

Wie lässt sich vorbeugen?

Vor allem die Senioren suchen und schätzen jetzt ruhige, warme Plätze und schlafen mehr. Das ist auch in Ordnung so, aber für alle anderen gilt: Bewegung hält fit. Nur sollte es eben wirklich Bewegung sein und nicht stundenlanges Sitzen auf dem zugigen Balkon oder am offenen Fenster. Gesunde Ernährung tut ein Übriges dazu. Alle Arten von Nahrungsergänzung sind genau das: Eine Ergänzung, wenn die Katze tatsächlich einen Mangel hat, der festgestellt wurde. 

Tiere, die von draußen hereinkommen, dürfen gerne trocken gerieben werden, das massiert die Haut und fördert die Durchblutung. Schmutz oder Eiskristalle im Fell und an den Pfoten werden dabei entfernt. Und dann sollte die Katze dort ruhen dürfen, wo sie sich gerne aufhält, meist in der Nähe einer Heizung oder eines Ofens. Gegen die trockene Luft, die die Augen und Schleimhäute reizen kann, helfen Luftbefeuchter im Raum am besten.

16.2.18

Tierkommunikation bei Jutta Durst

Viele Therapeuten kennen das: Man kommt irgendwann mit allen herkömmlichen Methoden an eine Grenze. Jeder von uns möchte helfen, aber manchmal gibt es einfach keinen Fortschritt. Wie schön wäre das, wenn wir besser verstehen könnten, wie unsere Tiere denken.


Die Kollegin Jutta Durst aus Kaarst, Tierpsychologin und Hundetrainerin, hat sich im Thema Tierkommunikation weitergebildet und bietet das nun zusätzlich als Dienstleistung an - nicht nur für Hunde, sondern für alle Tiere.  


Ein Beispiel ihrer Arbeit schildert sie so: 
Kater Pim Mink will nicht nach Deutschland
Ich habe daraufhin Kontakt mit dem Kater aufgenommen und seine Reaktion war folgende: „Ein Zuhause ist schön, aber mir fehlt ja hier nichts, warum sollte ich weggehen. Ich finde immer Leute, die sich um mich kümmern.“



Ein Mann aus Deutschland macht seit Jahren in Ägypten Urlaub, in immer dem gleichen Ort, im gleichen Hotel. Dort hat er sich in eine Streunerkatze verliebt, die sich im Hotelgelände aufhält und ihm bei jedem Aufenthalt sogar bis ins Zimmer folgt. Am liebsten würde er sie mit nach Deutschland nehmen und fragt sich deshalb, ob der Kater das wohl auch möchte. 

Wer sich für Tierkommunikation interessiert, kann sich hier informieren: http://www.die-tierversteherin.de/

14.2.18

Vortrag Mehrkatzenhaushalt: Naturheilpraxis Bianka Kerres

  • Seit 15 Jahren betreibt Bianka Kerres ihre Naturheilpraxis in Kerpen. Das feiert sie mit einem Tag der offenen Tür und einer Reihe von Vorträgen.

Am 16. 5 geht es um das Thema "Mehrkatzenhaushalt". Und um Fragen wie die, wer zu wem passt, wie viele Katzen der Mensch braucht oder will und wie man den Frieden in der Gruppe herstellt oder bewahrt. 


Mittwoch, 16.5. 2018, 19.30 bis 21.30Naturheilpraxis Bianka Kerres
Brüggener Straße 
50169 Kerpen
Tel. 02237/ 975117

25.1.18

Radia ist ein echter Notfall: Hund mit Epilepsie


Wir suchen ganz dringend eine (Dauer-)Pflegestelle für unsere 10-jährige Notfall-Hündin Radia! 
Radia kam 2008 aus Ägypten zur AGT, sie hatte als einzige ihrer Geschwister eine Vernichtungs-Vergiftung überlebt. Hier angekommen sollte ein neues, schöneres Leben auf sie warten, doch leider wurde Radia krank: Sie entwickelte eine sehr schwere Form der Epilepsie und hatte häufig, zum Teil sehr heftige Krampfanfälle, die mit starken Medikamenten behandelt werden musste. Trotz aller Handicaps hatte Radia Glück und wir fanden ein Zuhause für Radia. Leider musste sie dieses vor einiger Zeit aufgrund persönlicher Umstände ihrer Besitzerin wieder verlassen und ist zurzeit in einer Hundepension untergebracht. 

Radia hat aufgrund ihrer Erkrankung einige Einschränkungen. Sie ist z. B. nicht stubenrein und ist motorisch ein wenig unbeholfen, sodass man immer ein Auge auf sie haben sollte, damit sie sich nicht verletzt und/oder Dinge anknabbert bzw. frisst, die nicht zum Fressen gedacht sind. Daher braucht sie einen eigenen Raum, der auch ein Gartenhaus mit entsprechender „Einrichtung“ sein kann, indem sie bei Abwesenheit ihrer Menschen sicher untergebracht werden kann und wo es nicht schlimm ist, wenn sie dort mal ihr Geschäft hinterlässt. 
Radia lebt in der Pension mit vielen anderen Hunden zusammen und versteht sich grundsätzlich gut mit ihren Artgenossen. Aufgrund ihrer motorischen Probleme, sollten die Hunde allerdings nicht viel kleiner sein als sie.
Sie ist kastriert, gechippt und medikamentös gut eingestellt und aktuell werden bei ihr keine Anfälle beobachtet.
Radia kann nur noch kurze Zeit in ihrer aktuellen Hundepension bleiben. Deshalb brauchen wir ganz schnell eine neue, ebenerdige Unterbringung, wenn möglich mit einem Garten für sie. Alle Kosten (Futter, Medikamente, Hundesteuer und Versicherung) werden von der AGT getragen. 


Es wäre schön, wenn Radia noch einmal Glück hätte und ihren Lebensabend bei Menschen verbringen kann, die ein großes Herz für Handicap-Tiere haben.


www.agtiere.de, Tel. 02129/31649

18.1.18

Das Leiden der verwilderten Hauskatzen im Winter


Kinder einer verwilderten Katzenmutter - in Sicherheit. Ihre Mutter lebt inzwischen wieder draußen und wird versorgt

Das ist ganz oft zu hören: Katzen kommen draußen gut alleine klar. Sie können ja jagen und sich selbst versorgen. Das stimmt und stimmt auch wieder nicht. Ja, jede Katze ist ein Jäger. Dieser Instinkt ist angeboren, wenn auch die Techniken erst trainiert werden müssen. Aber wo in unserer verstädterten Welt sollen Katzen Beute finden. Wir reden hier, um das klar zu stellen, nicht von geliebten und gefütterten Hauskatzen, deren Halter für sie sorgen. Sondern von "verwilderten" Hauskatzen. Die sind eben KEINE Wildkatzen und mit ihnen als Abkömmlinge der Felis silvestris libyca auch nur sehr entfernt verwandt.

Verwildert, aber nicht wild

Unsere verwilderte Katzenpopulation ist genau das - verwildert, nicht wild. Die draußen streunenden Katzen sind Abkömmlinge unserer Hauskatzen - ausgesetzt, weggeworfen, nicht mehr gewollt. Mit Glück tauchen sie dann an Futterstellen auf oder schlagen sich alleine mehr schlecht als recht durch das Leben. Das ist alles andere als ein schönes Dasein. Denn die Tiere müssen jeden Tag ums Überleben kämpfen, haben Hunger, werden von Parasiten aufgefressen, erleiden Verletzungen und sterben einen langsamen Tod an Infektionskrankheiten.

Elfie, noch zu haben. www,agtiere.de
Und sie vermehren sich - mittlerweile auch rund um das Jahr. Auch jetzt, mitten im tiefsten Winter, tauchen Katzenmütter mit ihren Kindern in Gärten oder auf Friedhöfen auf.

Wie soll eine Katzenmutter bei diesem Wetter Nahrung für sich und ihre Kinder finden? Wo hat sie einen warmen und trockenen Platz?


Emilio, noch zu haben. www.agtiere.de
Wer immer kann, sollte solchen Tieren einen geschützten Unterschlupf anbieten und sich vor allem an seine örtliche Tierschutzorganisation wenden. Ohne Kastration wird dieses Elend niemals enden. Und wenn die Tiere wenigstens kastriert, geimpft, entwurmt und entfloht werden und die Jungtiere in menschliche Obhut kommen, ist schon großes Leid vermieden worden. Sehen Sie nicht weg - helfen Sie! 
     

8.1.18

Luzie mit den Smaragdaugen


Die wunderschöne Luzie sucht ein Zuhause, in dem sie im Mittelpunkt stehen darf. Luzie ist eine absolute Traumkatze!
Sie ist ca 3,5 Jahre alt, sehr anhänglich und lieb und möchte immer in der Nähe ihres Menschen sein – sie fordert ihre Streicheleinheiten regelrecht ein. Sie liebt es sich mit ihrem Menschen unter die Decke zu kuscheln und ordentlich zu schmusen, was sie mit lautem Schnurren deutlich macht.
Obwohl Luzie vorher eine reine Wohnungskatze war, merkt man deutlich, dass sie sich Freigang wünscht. Sie bleibt aber meistens nicht lange draußen und entfernt sich nicht weit von ihrem Zuhause. Da sie aber noch unerfahren ist, sollte der Freigang in einer ruhigen und verkehrsarmen Gegend sein. 
Luzie ist eine eher ängstliche Katze, die einen gelassenen und souveränen Menschen sucht, an dem sie sich orientieren und Sicherheit finden kann. Kinder machen ihr Angst, daher wünschen wir uns für Luzie einen Haushalt ohne Kinder. 
Luzie braucht ein ruhiges Zuhause, in dem nicht viel Trubel ist; Veränderungen verunsichern sie eher.Luzie sollte daher auch besser Einzelkatze sein.
Luzie wohnt derzeit in 50171 Kerpen, wird mit Schutzvertrag und Schutzgebühr vermittelt. Sie ist kastriert, gechipt,geimpft, fiv und felv negativ getestet,entwurmt und entfloht. Vermittlungsradius
bis 50km Umkreis. Bei Interesse bitte hier melden, wir leiten es weiter.

4.12.17

Spendenmarathon für Tiere




Tierschutz-Shop (Europas größte Futter-Spendenplattform) veranstaltet den ersten SpendenMarathon für Tiere ▪

Jedes Jahr verhungern in Europa tausende heimatlose Tiere – weil es nicht genug Futter gibt und ihnen Schnee und Eis die letzte Kraft rauben. In Osteuropa wird es im Winter bis zu minus 30°C. Aber auch im Süden, zum Beispiel in Italien oder Spanien, herrscht in den Bergregionen Schneefall, der die Tierheime von der Außenwelt abschottet. Um diese Temperaturen zu überleben, brauchen die Tiere nahrhaftes Futter. Denn das verschafft ihnen eine Fettschicht, die vor dem Erfrieren schützt. Damit diesen Winter kein Tier mehr hungert, hat sich Tierschutz-Shop etwas Außergewöhnliches einfallen lassen: den ersten Spenden-Marathon für Tiere. „Wir starten in Deutschland, gehen dann Land für Land quer durch Europa und sammeln für die Tiere ganz viele Futterspenden“, erklärt Gründerin Hanna Czenczak. 

„Laufen muss dabei keiner, weil der Spenden-Marathon online stattfindet. So hat jeder Tierfreund die Möglichkeit, ganz einfach von zuhause am Marathon teilzunehmen.“ 

Zu Tierschutz-Shop, Europas größte Futter-Spendenplattform: Über 500 deutsche Tierschutzvereine, die sich europaweit engagieren, haben sich bei Tierschutz-Shop Wunschlisten mit Produkten angelegt, die sie dringend benötigen. Aus diesen Wunschlisten können Tierfreunde ganz einfach Futter und Zubehör spenden. Von jeder Bestellsumme zahlt Tierschutz-Shop dauerhaft eine Prämie als finanzielle Unterstützung an die Vereine. Sowohl die Ankunft der Prämie als auch die Ankunft der Futterspenden kann transparent nachverfolgt werden.

Hier geht es zum Spendenshop für den spanischen Tierschutzverein Ayandena: 
https://www.tierschutz-shop.de/wunschliste/tierhilfe-mit-herz-e-v/?fb_action_ids=1967356736853285&fb_action_types=share_dynamic%3Agespendet




BITTE TEILEN! Tierschutz-Shop startet einen gigantischen Spenden-Marathon für Tiere! Schau mal hier:
https://www.tierschutz-shop.de/spendenmarathon Das ist die größte Spendenaktion, die es je für Tierheim-Tiere in Europa gab. Die Futter-Spendenplattform Tierschutz-Shop gibt dabei 30 engagierten Tierschutzvereinen die Chance auf ganz viel Futter, damit kein Tier zu Weihnachten hungert. Gemeinsam mit Tierfreuden sollen 30.000 Pakete online aus den Wunschlisten mit Futter gepackt werden ❤
PS: Auch du kannst beim Spenden-Marathon für Tiere dabei sein und ganz einfach online Futter für die Vereine spenden. Mach jetzt mit, damit wir alle gemeinsam den Spenden-Marathon gewinnen und den Fellnasen helfen!

28.11.17

Die Katze zieht ein, Teil II

Wie lange eine Katze Tier braucht, um im neuen Zuhause wirklich anzukommen? Eine Frage, auf die es nicht nur eine Antwort gibt. Je größer die Angst und das Misstrauen, umso länger wird es dauern. Das können Tage oder Wochen oder auch Monate sein. Und der Prozess, bis eine ängstliche Katze Vertrauen aufbaut, verläuft nicht geradlinig - es geht hin und her, vor und zurück. 
Vor allem Tieren, die Menschen ängstlich gegenüberstehen, hilft ein freundlicher und sozialer Artgenosse, im neuen Leben anzukommen. Ein selbstbewusster Revierverteidiger, der respektlos auf den Neuzugang losgeht und Grenzen missachtet, macht womöglich noch mehr Angst.


Felicia, www.agtiere.de
"Was kann ich noch tun?" Diese Frage stellen sich die besorgten Halter. "Auf keinen Fall bedrängen, aber Präsenz zeigen", heißt die Devise. Etwa der Katze den ausgestreckten Arm mit der offenen Handfläche hinhalten, damit sie schnuppern kann. Oder Berührungen mit einem Gegenstand, aber auf Distanz, denn wenn eine Katze sich in die Enge getrieben fühlt und keinen Ausweg sieht, kann sie nicht anders, als mit dem Mut der Verzweiflung anzugreifen. Was bleibt? Nur, sich in Geduld zu fassen und die Samtpfote kommen zu lassen – in ihrem eigenen Tempo. 

Und ja, das kann zermürbend und frustrierend sein - anstrengend ist es allemal und es kostet Zeit und Nerven und Energie. Aber nichts macht euphorischer als der Moment, wenn ein Angsttier zum ersten Mal von sich aus die Nähe zum Menschen sucht und zeigt, dass es Vertrauen gewonnen hat. 

27.11.17

Die (Tierschutz)Katze zieht ein

Jamie, knapp vier Jahre alt, lebt in Velbert, sucht ein Zuhause mit Freigang. Kennt Kinder, Hunde, Katzen. www.agtiere.de 

Ob es daran liegt, dass wir Katzen zwar lieben, aber ihr Wesen nicht WIRKLICH verstehen? Oder daran, dass das Überangebot an Tieren so groß ist? Oder haben wir einfach ein viel zu hohes Anspruchsdenken? 

Im Moment scheint es "üblich" zu sein, Tiere nach einem Tag, einer Woche wieder zurück zu geben. Das trifft vor allem die, die ohnehin schon eine schlimme Vergangenheit haben. Können wir uns vorstellen, wie es sein mag, in einen Korb gesperrt und einfach irgendwohin transportiert zu werden? Nein, das können wir nicht. Aber jedem könnte und müsste doch klar sein, dass vor allem Tiere mit Vergangenheit länger als 24 Stunden, vielleicht auch länger als ein paar Tage brauchen, um anzukommen, sich zurecht zu finden, Kontakte zu schließen. So etwas nennt sich Empathie....
Ja, die ersten Tage sind schwierig. Immer. Und wenn sie es nicht sind, dann ist das schön, aber wir sollten das nicht erwarten, sondern uns auf Angst und Abwehr und Futterverweigerung einstellen. 

Die neue Mitbewohnerin sollte auf jeden Fall verschiedene Rückzugsmöglichkeiten und Verstecke bekommen, in denen sie vor Blicken geschützt ist. Korb- oder Plüschhöhlen oder große Kartons eignen sich dafür gut. Keiner ohnehin vom Transport gestressten Katze gefällt es, angefasst, angestarrt und bedrängt zu werden. Meist wollen die Tiere nur eines: ihre Ruhe. Sie brauchen Futternapf und Toilette in ihrer Nähe und ein möglichst sicheres Versteck.

Liebe geht durch den Magen – früher oder später. Alles, was intensiv duftet, macht Appetit. Und Fressen und Trinken sind immer ein Zeichen für Überlebenswillen. Keine Katze verhungert freiwillig, aber manche halten es einige Tage ohne Nahrung aus. Vor allem Flüssigkeit ist wichtig, deshalb sollte das Tier Wasser und alles in Reichweite haben, was Feuchtigkeit enthält.

Fortsetzung Teil II





23.11.17

Einfangen mit der Muschibox

Jeder, der schon mal eine unzugängliche Katze zum Tierarzt bringen musste und davor schlaflose Nächte hatte, weiß, wie schwierig sich das Einfangen gestalten kann.

Über den diskussionswürdigen Namen mag man stolpern - aber das Prinzip des Einfangens mit der Muschibox ist gut. Über das Katze wird ein Drahtkorb gestülpt und dann unter der sitzenden Katze eine Art Schublade vorsichtig in eine Führung geschoben. Dann kann der Korb mitsamt dem Tier angehoben werden.

Beim Tierarzt kann sich dann allerdings das Öffnen als schwierig erweisen. Es empfiehlt sich bei völlig unkooperativen Patienten, den Korb nur von hinten anzuheben und ein Handtuch oder eine Decke über die Katze zu streifen. Denn wird der Korb abgehoben, hat die Katze volle Bewegungsfreiheit und kann vom Behandlungstisch springen.

https://www.amazon.de/Muschibox-Die-schonende-Katzenfang-Transportbox/dp/B00UDA41MU


http://kaefige-transportboxen-fuer-katzen.allesfuershaustier.com/muschibox-die-schonende-katzenfang-und-transportbox-online-bestellen/
 

13.11.17

Die geheime Sprache der Katzen




Es gibt einen neuen Buchtitel auf dem ohnehin schon riesigen Markt der Katzenbücher. Die schwedische Wissenschaftlerin Susanne Schötz hat sich der  Katzenlaute angenommen und versucht, sie phonetisch zu analysieren - eine interessanter Ansatz.
Was Katzen so zu sagen haben, hat zwar auch die Professorin nicht wirklich allumfassend herausgefunden, aber es ist insgesamt ein schöner Überblick mit praktischen Hinweisen zum Verständnis des Katzenverhaltens geworden. Und es gibt die eine oder andere Anregung, wie der Halter besser mit seinen pelzigen Mitbewohnern kommunizieren kann - etwa durch eigenes Fauchen oder Schnurren.
Auf der Website www.meowsic.info/katzenlaute gibt es die passenden Hörbeispiele zum Buch