14.2.19

Hunde heißen zunehmend wie Kinder? Katzen auch!

Kollegin Jutta Durst hat dem WDR ein Interview zum Thema Hundenamen gegeben.Der Trend geht weg von Senta, Prinz oder Harras, hin zu Balou, Emma oder Benji. Warum wohl? Weil Hunde für uns Familienmitglieder sind und wir sie auch so nennen? 

Meeko

Und bei den Katze? Laut TASSO sind Lilly und Luna vorne mit dabei. Zudem Lucy, Nala, Mia, Mimi, Maja, Bella, Mila und Minka. Kater hören auf die Namen Leo und Simba, Felix, Charly, Balu, Sammy, Findus, Tiger, Max und Moritz.



Gimli
Na, dann sind wir mit Otto, Meeko und Gimli als Namen wirklich sehr ungewöhnlich unterwegs. Bald kommt noch Amina dazu.



Otto

13.2.19

Wenn die Katze sich das Fell kahl leckt

Wie schon im ersten Teil beschrieben, gibt es viele mögliche Ursachen für das zwanghafte Putzen und Lecken des Fells. Organische Ursachen müssen dabei immer ausgeschlossen werden. Und natürlich kann das Lecken auch psychische Ursachen haben.


Man spricht dabei von einer psychogenen Alopezie. Oder anders gesagt: die Katze baut mit dem stereotypen Lecken Stress ab.  Auch hier gibt es vielfältige Ursachen, die abgeklärt werden müssen.

  • Neue Personen oder Tiere im Haushalt
  • Verunsicherung durch Veränderung der Lebensumstände
  • Schlechte Haltungsbedingungen, fehlende Rückzugsmöglichkeit
  • Auseinandersetzungen in der Katzengruppe
  • Unterforderung in reizarmer Umgebung 
  • Trauer über den Verlust einer Bezugskatze 

Eine Therapie zielt dann in erster Linie auf eine Beseitigung dieser Ursachen und eine Veränderung der Lebensumstände. Begleitend können auch naturheilkundliche Mittel oder Nahrungsergänzung helfen, die die zugrunde liegende nervöse Verunsicherung positiv beeinflussen können.

Wenn sich Ihre Katze übermäßig rupft, rufen Sie mich an:
0202/7379140

10.2.19

Die Katze rupft und leckt sich kahl - Feline Alopezie



Es beginnt ganz unauffällig. Katzen sind ja "reinliche" Tiere und putzen sich viel. Dann fällt aber doch auf, dass sie sich wirklich exzessiv lecken und manchmal sogar am eigenen Fell zu rupfen scheinen. Und dass sie sich dabei auch nicht mehr unterbrechen lassen. Irgendwann erscheinen kahle Stellen im Fell, die immer größer werden. Aber das Putzen und Lecken lässt nicht nach. Die Haut entzündet sich. Die Katze leckt weiter.


Was wird beleckt?


Häufig sind die Flanken betroffen, der Bauch, die Innenseiten der Oberschenkel, alles Stellen, die das Tier bequem erreichen kann. Geleckt und gerupft wird, bis die Haut blutig rot ist. 


Ist Feline Alopezie  körperlich oder psychisch? 


Beides. Eine Katze, die unter ständigem Juckreiz oder Missempfindungen leidet, wird irgendwann auch "verstört" reagieren. Eine verängstige, verstörte, depressive Katze, die mit ihrem Leben nicht zufrieden ist, kann anfangen, sich zu putzen und zu lecken. Und es ist nicht einfach, Ursache und Wirkung zu unterscheiden. 

Körperliche Ursachen


Häufig fällt der Verdacht auf Parasiten, vor allem Flöhe oder Milben. Aber auch wenn der Befall beseitigt wurde, kann es sein, dass die Tiere weiter lecken. Kann es sich um eine Flohkotallergie handeln?

Als nächstes wird das weite Feld der Futtermittelunverträglichkeiten abgeklärt. Meist raten Tierärzte zu einer Ausschluss oder Eliminationsdiät, etwa mit Pferd oder Strauß oder Känguruh.   Wenn alles nichts hilft, wird in der Regel ein Cortisonpräparat eingesetzt, um den Juckreiz oder die Missempfindungen zu unterdrücken.


Psychogene Ursachen


Alle Arten von Stress können bei Katzen das Lecken und Rupfen auslösen: Zu viel Trubel, andere Tiere, Kinder, Umzug, neues Lebensumfeld, das alles kann ein Stressfaktor sein. Aber auch Unterforderung, ständige Langeweile, reizlose Haltung, fehlende Abwechslung können Stress hervorrufen.Auch Trauer über den Verlust eines Menschen oder eines Artgenossen können Ursachen sein. 


Sie haben weitere Fragen zum Thema Katze leckt sich kahl?  

Rufen Sie mich an 0202/73 79 140  

7.2.19

Warum tut die Katze das?



Diese Frage kommt in fast jeder Beratung auf. Meist lässt sich auffälliges Verhalten gut erklären. Und wer verstanden hat, warum sein Tier etwas tut, der kann auch besser damit umgehen.
Eines steht fest: Eine Katze tut etwas, weil es ihre eigene Befindlichkeit ist, die sie auslebt. Sie hat Angst, Schmerzen, Hunger, fühlt Aggression...Sie tut es aber nicht weil:

  • Sie den Menschen ärgern will
  • Sie den Menschen dominieren will
  • Sie gegen den Menschen oder irgendetwas protestiert        

Wer Tieren menschliches Verhalten einfach so unterstellt, handelt sehr naiv und fahrlässig. Eine Katze ist eine Katze und denkt wie eine Katze. Nicht wie ein Hund, nicht wie ein Pferd.


Mensch und Tier haben viel gemeinsam


Ja, das stimmt. Sicher teilen Säugetiere vieles in ihrem Verhalten, Das liegt schon darin begründet, dass in unser aller Gehirnen Areale gleich aufgebaut sind, in denen unter anderem Gefühle gesteuert werden. Das heißt aber nicht, dass eine Katze denkt wie ein Pferd, ein Hund oder ein Mensch. 

Das Verhalten eines Individuums lässt sich nur vergleichen mit dem Verhalten eines Individuums der gleichen Art, besser gesagt mit vielen Individuen dieser Art.  Nur so lässt sich abweichendes Verhalten feststellen. 

Wenn eine Katze also das Klo meidet, dann lautet die Frage nicht, warum sie dem Menschen etwas Schlimmes will, sondern welche Befindlichkeiten das Tier dazu gebracht haben könnten.

  • Angst
  • Schmerzen
  • Falsche Streu
  • Winziges Klo mit Deckel
  • Stress mit anderen Katzen
  • Einsamkeit und Frust
  • Wohnungshaltung, kein Freigang  
....um nur mal einige Möglichkeiten aufzuzählen. 

4.2.19

Haubenklo, Deckelklo, offenes Klo?




Jedenfalls in den meisten Fällen, die ich kenne, bevorzugen Katzen Platz, Bewegungsfreiheit und Sicht nach allen Seiten, wenn sie die Katzentoilette aufsuchen. Ich höre schon die Leute, die mir erzählen wollen, dass ihre Katze lieber in ein geschlossenes Klo geht. Dann würde ich Folgendes anregen: Präferenzverhalten testen. 


Welche Katzentoilette gefällt der Katze?


Wie? Zwei Klos, gleich groß, nebeneinander aufstellen, gleiche Streu gleich hoch einfüllen. Eines mit Haube, eines ohne. Benutzungsdauer und Häufigkeit protokollieren. Wenn sich dann eine signifikante Vorliebe für das Haubenklo ergibt - soll der Katzenwille des Halters Befehl sein.

1.2.19

Was ist ein guter Kratzbaum?

Natürlich gehen die Meinungen weit auseinander, welcher Kratzbaum der beste ist. Hier gibt es einen Test - der zumindest als Anregung dienen kann



31.1.19

Was macht einen guten Kratzbaum aus?


Etagenschlafen: Ruhe vor dem Spiel
Es gibt sie mit Leopardenmuster, blau geblümt, als Palme oder mit rosa Plüschbezug. Es gibt sie für junge und speziell für alte Katzen, für große und für kleine Tiger. Sie können aus Billigspanplatten bestehen oder aus Naturholz. Für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel ist etwas dabei und bei ebay bekommt man sie auch schon für 20 Euro, wenn's sein soll.

Vorab: Da Katzen Farben nur sehr eingeschränkt wahrnehmen, ist ihnen die Farbe der Bezüge gleichgültig. Wichtiger ist da schon, ob sie, weil der Baum aus China importiert wurde, nach Chemie stinken oder ob sie abziehbar und waschbar sind. Denn wie Katzen so sind, kann es vorkommen, dass sie von der höchsten Plattform ihr Fressen über den ganzen Baum spucken...


Welcher Kratzbaum soll es sein?

Womit wir schon beim Thema Höhe sind: Alle Katzen lieben es, oben zu sitzen und den freien Blick  über ihr Reich zu haben. Außerdem sind hohe Plätze sichere Plätze - sicher auch vor Attacke von anderen Tieren. Denn kaum eine Mieze wird sich wagen, von unten nach oben anzugreifen, es sei denn, sie ist extrem territorial. Sehr niedrige Kratzbäume sind also eher etwas für ganz junge Katzen oder betagte Senioren, die nicht mehr hoch hinaus wollen.  

Los geht es: Die Säule hält dem Angriff stand

Viele Bäume sehen chic aus, erfüllen aber die Mindestanforderungen einer Katze nicht. Das sind: Springen, Klettern, Kratzen, Schlafen. Oft sind die Plattformen in ungünstigem Abstand angebracht, so dass sich die Tiere im Stehen nicht strecken und kratzen können. 

Hoppla, ein Sprung und der Kratzbaum kippt um? Dünne Stämme, notdürftig mit Sisal umwickelt, halten den Attacken von großen oder sehr agilen Tieren nicht lange stand. Der Durchmesser und die Anzahl der Säulen ist also definitiv ein Kriterium beim Kauf. 


Kratzbaum mit Höhle?    

Das mag ja nett aussehen, aber die meisten Höhlen an Kratzbäumen sind bestenfalls für Welpen geeignet, nicht für ein erwachsenes Tier. Sie sind nicht nur eng, sondern auch niedrig, so dass ein bequemes Ruhen kaum möglich ist. Leider findet sich an vielen Kratzbäumen nett aussehender Schnickschnack wie Leitern oder Treppchen, dafür aber wenige Plattformen, die groß genug sind, um darauf zu liegen oder einen Korb darauf zu stellen. 



Drei dicke Säulen sorgen für Stabilität beim wilden Spielen


Der Standort des Kletterbaums

Wenn möglich, ist es schön für die Tiere, den Baum in der Nähe eines Fensters oder vor der Balkon-und Terrassentür aufzustellen. Alles, was draußen passiert, ist Katzen-TV und sorgt für Abwechslung und Bereicherung des (Wohnungs)Katzenalltags.     

30.1.19

NEU: Telefonische Kurzberatung



Liebe Kunden,

immer wieder erreichen mich Anrufe mit der Einleitung: "Ich habe nur eine ganz kurze Frage." In der Regel sind solche Gespräche aber immer mindestens eine halbe Stunde lang. 

Ich möchte Ihnen daher ein neues Angebot machen: Wir einigen uns zu Beginn eines solchen Gesprächs auf eine Kurzberatung zum Pauschalpreis von 25 Euro. Das Gespräch dauert max. 30 Minuten. Sie bekommen, wie bisher, eine Rechnung nach dem Gespräch.

Zum Vergleich: Eine ausführliche Telefonberatung dauert in der Regel eine bis anderthalb Stunden und kostet pauschal 50 Euro.

Alle Preise sehen Sie rechts im Menü unter "Preise"

28.1.19

Unwort "artgerecht"


Meine persönlichen Lieblings-Unwörter:

1. Artgerecht
2. Kitten
3. Protestpinkeln
4. Einzelgänger
5. Sicherer Freigang

Die Reihenfolge ist frei verhandelbar. Wobei ich derzeit "artgerecht" am schlechtesten ertagen kann. Was zum Teufel soll das sein? Und vor allem, was hat es im Zusammenhang mit einem domestizierten Tier zu besagen? "Tierpersönlichkeitsgerecht" ist zwar ein sprachliches Ungetüm, würde es aber treffen.

Ob Fritzchen wohl artgerecht gehalten wird?
Und zu "Kitten" ;Die Bezeichnung lautet ja eigentlich "Katzenwelpe". Und wenn man das schon nicht mag, dann gibt es ganz einfach noch Jungtier, Katzenjunges, Katzenkind. Klar, es gibt überall Anglizismen, aber ich muss es ja nicht noch fördern, wenn es absolut nicht notwendig ist. Wobei ich über "eine Kitte" schon wieder lachen kann.

23.1.19

Hallo Katze, hier ist dein neuer Freund?

Die US-Tierpsychologin Pam Johnson-Bennett beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema Katzenhaushalt und Katzenzusammenführung. Ihre Bücher sind immer lesenswert und sie hat hat die Gabe, wichtige Dinge sehr präzise auf den Punkt zu bringen.



Gerade gefunden: Ihr neuester Post zum Thema mit wichtigen Tipps zur Vergesellschaftung. Besonders gefällt mir der folgende Abschnitt:


Katzenzusammenführung richtig gemacht


When Introducing a New Cat, Do it the Right Way!
Whether you’re introducing a second cat or adding to an already established multicat family, take the time to do a gradual, positive intro. It’s not about getting the newcomer into the family in record time; it’s about going at a pace that minimizes stress, fear and worries of threat. Keep in mind the newcomer is coming into totally unfamiliar territory and must get to know people and animals he has never met before. Nothing smells like him, he doesn’t recognize anything and he has to worry about whether he’s going to be under attack. For the resident cats, there’s an intruder in the home who may threaten their territory. The bottom line with new cat introductions: give the cats a reason to like each other.


GENAU DAS: ES GEHT NICHT DARUM, ES SO SCHNELL WIE MÖGLICH, SONDERN SO GUT WIE MÖGLICH ZU MACHEN



22.1.19

Weiterbildung für Katzenhalter

Am Samstag den 26.1. 2019 findet ja das Seminar zum Thema Diabetes bei Katzen statt - mit großer Beteiligung. Ich möchte die Reihe gerne im Jahr 2019 weiter fortsetzen.
Wer hat noch Ideen für weitere Themen? Wer kennt einen günstig gelegenen und bezahlbaren Raum im Großraum Düsseldorf, Mettmann, Solingen, Langenfeld, Wuppertal?

Themen, die wir schon einmal in einer Veranstaltung hatten:
Futterdeklaration
Barfen
Diabetes
Erste Hilfe
Bachblüten
Mehrkatzenhaushalt
Unsauberkeit
Aggression
Welche Themen brennen Katzenhaltern unter den Nägeln? Wo besteht Informationsbedarf?
Rückmeldung bitte unter vierpfotenprofi@googlemail.com

18.1.19

Buchtipp: Der Mensch im Tier

Vor Kurzem hatte ich das große Vergnügen, Professor Dr. Norbert Sachser bei einem Vortrag zuzuhören. Thema des Abends war das Denken und Fühlen von Tieren. Und das ist auch Thema seines überaus lesenswerten Buchs: "Der Mensch im Tier".



Prof. Sachser sieht einen Paradigmenwechsel in der Verhaltensbiologie, den er höchst anschaulich beschreibt. Wenn er heute Erstsemestern Foto von einem Goldfisch, einem Menschen und einem Schimpansen zeigt und sie bittet, zwei Kategorien zu bilden, dann ordnen die meisten Mensch und Schimpanse in die eine, Goldfisch in die andere. Vernunftwesen und Instinktwesen. Sachser: "Das war zu der Zeit, als ich studiert habe, noch ganz anders."
Ja, Tiere können denken und fühlen - und es gibt viele Ähnlichkeiten zu dem, was wir Menschen denken und fühlen. Aber die "besseren Menschen" sind Tiere nicht. Sie tören, wenn es ihren Zwecken entspricht - und nicht nur für den Nahrungserwerb.
Aber es lohnt sich, das selbst zu lesen!
"Der Mensch im Tier: Warum Tiere uns im Denken, Fühlen und Verhalten oft so ähnlich sind", Norbert Sachser, Rowohlt Verlag, 20 €  

14.1.19

Katzen einzeln halten ? Macht Gesellschaft glücklich?

Ramses und Renzo sind unzertrennlich und suchen ein Zuhause. www.agtiere.de
Katzen dürfen nicht einzeln gehalten werden, basta. Katzen alleine zu halten ist Einzelhaft? Oder nicht?

Abgesehen davon, dass der Begriff "Einzelhaft" absolut despektierlich und unangebracht ist, wird die Qualität der Haltung weiß Gott nicht alleine durch Gesellschaft einer anderen Katze bestimmt.

Ja, eine Mitkatze kann eine Bereicherung sein. Körperpflege und geselliges Beisammensein, Spielen und Kommunikation mit einem Artgenossen kann ein Mensch nicht leisten. Aber bedeutet das im Umkehrschluss, dass jede Katze mit einer anderen zusammen gehalten werden kann und muss?


Ist jede Katze gesellig?

Nein, je nach Genetik, Prägung, Aufwachsen, Sozialisierung, Lernerfahrungen, Gesundheitszustand und Haltungsbedingungen können Samtpfoten auch eher lieber solitär leben wollen. Das kann, es muss aber nicht damit zusammen hängen, dass sie früh alleine gehalten wurden.

Es gibt durchaus Tiere, die mit anderen aufgewachsen sind aber, dennoch ganz gut auf Mitkatzen verzichten wollen.   

Anders gefragt: Macht alleine eine Mehrkatzenhaltung eine Mieze glücklich? Neulich las ich irgendwo, das man ja unbedingt zwei Tiere zusammen halten müsse. Und einen Satz weiter hieß es: "Die schlafen den ganzen Tag und wenn ich nach Hause komme, spielen wir alle miteinander".

Muss man das wirklich noch kommentieren?

Auch zwei Katzen gemeinsam können in gähnender Langeweile leben. Denn, "einmal erwachsen sind viele Katzen miteinander, aber sie tun nicht viel gemeinsam". (S. Schroll)

Katzenpaare

Ja, es gibt sie, gleich- oder gemischtgeschlechtliche Paare, die sehr aneinander hängen. Die Gründe sind unterschiedlich. Sie ergänzen sich, stehen sich in der Angst bei, vertrauen einander, meistern das Leben besser gemeinsam. Einer allein ist offensichtlich weniger glücklich. Es spricht nichts dagegen, diesen Anspruch an das Leben zu respektieren.

Aber es spricht viel dafür, jedes Tier INDIVIDUELL zu betrachten. Und noch mehr spricht gegen platte Vor-Urteile.


7.1.19

Dürfen Katzen Getreide fressen?

Die Diskussion kocht seit Jahren schon hoch: Katzen sollen getreidefrei ernährt werden und Trockenfutter mit Getreide ist schädlich und kann unter Umständen sogar zu Diabetes führen. Stimmt alles gar nicht? Dr. Stefanie Handl hat dazu eine klare Meinung


4.1.19

Stunde der Wintervögel

Vögel beobachten und melden

Vom 4. bis 6. Januar rufen NABU und LBV zum neunten Mal zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, ließen sich auch zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa zogen. Über 136.000 Vogelfreunde haben sich 2018 an der Aktion beteiligt und Zählungen aus über 92.000 Gärten übermittelt – ein neuer Rekord.
Wer in diesem Jahr mitmachen möchte, kann sich hier informieren

30.12.18

Seminar Diabetes bei der Katze

Neues Jahr, neues Seminar: Hilfe, meine Katze hat Diabetes
Seminar am 26.1. 2019 in Langenfeld.
Wenn die Katze plötzlich unmäßig viel trinkt oder frisst, große Mengen Urin absetzt, aber dünner wird und schlapp wirkt, dann steht oft die Diagnose Diabetes im Raum. Für die meisten Katzenbesitzer ist das ein totaler Schock. „Muss ich jetzt spritzen?“ Oder: „Wird meine Katze daran sterben?“ Diese Fragen stellt sich wohl jeder.
Viele Menschen sind mit dieser Diagnose erst einmal überfordert und hilflos bis verzweifelt.
Am 26.1. 2019 geht es um die wichtigsten Fragen beim Thema Katzendiabetes. Gaby Hellmond aus Wuppertal, betroffene Katzenhalterin und Administratorin eines Facebookforums, berät viele Katzenhalter. Sie wird aufklären und informieren zu den Themen: 


• Medizinische Einführung – was ist Diabetes
• Die verschiedenen Insuline
• Die Rolle der Ernährung, Hypoglykämie
• Die Gesetzeslage/Kaskadenregelung
Es wird Zeit sein, um zu diskutieren und Fragen zu stellen. Wir bitten um eine Anmeldung hier oder an vierpfotenprofi@googlemail.com
Ort: Langforter Str. 72, 40764 Langenfeld, SGL/Sportzentrum, Seminarraum
Parkplätze vorhanden.
Anfahrt: https://www.sglangenfeld.de/de/gesundheitsstudio/anfahrt/
Zeit: 11 bis 14 Uhr
Teilnahmegebühr: Pro Person 15 Euro, wird am 26.1. bar erhoben

27.12.18

Flöhe bei Katzen erkennen, vorbeugen und behandeln


Wenn sich Katzen auffällig häufig kratzen, sollten Besitzer hellhörig werden. Flöhe könnten die Ursache für den Juckreiz sein. Die nur wenige Millimeter großen Insekten siedeln sich im Fell von Katzen an und ernähren sich vom Blut ihres Wirtes. Häufigster Parasit der Stubentiger ist der rot-braune Katzenfloh. Da ein weiblicher Floh pro Tag zwischen 20 und 30 Eier legen kann, kommen in einem einzigen Flohleben schnell einige tausend Eier zusammen.

Flohbefall erkennen


Ob eine Katze von Flöhen befallen ist, lässt sich leicht erkennen. Mit einem feinen Kamm wird das Fell der Katze ausgebürstet und der Kamm anschließend auf einem weißen, feuchten Tuch ausgeklopft. Rot-braune Flecken weisen auf Flöhe hin. Auch die Wohnung mit weißen Baumwollsocken abzulaufen ist eine Möglichkeit. Eine sichere Diagnose kann ein Tierarzt stellen. Flohbefall zu erkennen und zu behandeln ist sehr wichtig. Flöhe sind nicht nur unangenehm für eine Katze, sie können auch allergische Reaktionen hervorrufen. Juckreiz, Schwellungen und Veränderungen der Haut sind die Folge. Das vermehrte Kratzen kann Hautentzündungen und Haarausfall auslösen. Außerdem können Flöhe den Gurkenkernbandwurm sowie verschiedene Bakterien übertragen. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Flohbefall bei den geliebten Stubentigern zu bekämpfen.


Quelle: Pixabay


Flöhen vorbeugen


Damit es gar nicht erst zu einem Flohbefall kommt, sollte auf regelmäßige Hygiene geachtet werden. Freigänger bringen Flöhe meist von draußen mit herein. Die Wohnung inklusive Polstermöbel, Kissen, Decken und Körbchen sollte regelmäßig gesaugt werden. Nach Möglichkeit sollten alle Nistmöglichkeiten von Flöhen in regelmäßigen Abständen bei 60 Grad gewaschen werden. Eine Vielzahl der Flöhe befindet sich nämlich nicht auf der Katze, sondern auf ihren Schlafplätzen. Spot-On Präparate helfen, zusätzlich Flöhe fern zu halten. Bei Flohhalsbändern ist Vorsicht geboten, da sich Katzen damit strangulieren können. Katzen können Flöhe auch von anderen Tieren übertragen bekommen, weshalb stets alle in einem Haushalt lebenden Tiere regelmäßig auf einen Flohbefall untersucht werden sollten, denn trotz aller Vorsicht ist ein hundertprozentiger Schutz gegen Flöhe selten möglich. 

Sobald ein Verdacht auf Flöhe besteht, sollte ein Termin mit dem Tierarzt vereinbart werden. Der stellt eine zuverlässige Diagnose und berät über die Behandlungsmöglichkeiten. Mit einem Flohkamm können bereits viele Eier, Larven und ausgewachsene Flöhe aus dem Fell des befallenen Tieres entfernt werden.

Für die Behandlung gibt es verschiedene Mittel, die als Pasten, Tabletten oder Sprays erhältlich sind. Je nach Wirkstoff töten Sie Eier, Larven oder die Flöhe selbst ab. Produkte zur erfolgreichen Flohbekämpfung bietet zudem die Europa Apotheek. Wer nicht gleich zu chemischen Mitteln greifen möchte, kann Flöhe auch auf natürliche Weise bekämpfen. Kieselgur kann erfolgreich gegen Flöhe eingesetzt werden. Katzenbäder können bei Tieren, die nicht wasserscheu sind, zum Einsatz kommen. Wichtig ist, dass bei einem diagnostizierten Flohbefall alle im Haushalt lebenden Tiere behandelt werden, da Flöhe sich schnell auf einen anderen Wirt verbreiten. 

Der Hygiene der Wohnung sollte bei einer Floh-Diagnose besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden um einen erneuten Flohbefall zu verhindern. Besonders gründlich sollten alle Ecken, Polstermöbel und Teppiche abgesaugt und der Staubsaugerbeutel sofort entsorgt werden. Alle Textilien, mit denen die Katze in Berührung kommt, sollten bei 60 Grad gewaschen oder bei mindestens minus 19 Grad eingefroren werden. Auch an eine Wurmkur sollte im Laufe der Behandlung gedacht werden. Werden alle Maßnahmen sorgfältig ausgeführt, besteht eine gute Prognose. In den meisten Fällen können Katzen erfolgreich von einem Flohbefall befreit werden. Die Behandlung kann aber langwierig sein, wenn sich durch den Befall mit Flöhen Allergien oder Entzündungen gebildet haben. Diese müssen speziell, in Absprache mit dem Tierarzt, behandelt werden.

22.12.18

Schöne Feiertage

Allen Menschen und ihren Tieren, allen die helfen und sich kümmern, allen, die selber Hilfe brauchen, wünsche ich ein paar ruhige, friedvolle angst- und schmerzfreie Tage. 
Danke an alle Kunden und ihre Katzen für ihr Vertrauen! Ich hoffe, wir sehen und hören uns.

Ihre
Gabriele Müller 

17.12.18

Was hat Übergewicht mit Psyche zu tun?


Die Katze ist ein kleines bisschen mollig? Na, das macht doch nichts, oder? Die österreichische Verhaltensmedizinerin Sabine Schroll warnt. Denn Übergewicht kann nicht nur mit falscher Ernährung zu tun haben, sondern auch mit Angst und Langeweile.


Der große Goethe - kam zum Tierschutz mit 12 Kilo Gewicht

Das sagen viele Besitzer von Samtpfoten: „Die Katze ist eben groß und stattlich“. Oder auch: „Alles Muskeln, kein Fett“. Das war zwar schon das Motto des Galliers Obelix. Aber leider sind zu viele Pfunde oder sogar Kilos bei Katzen immer ein Alarmsignal.
Speckröllchen in der Taille oder Hängebauch, der bis auf den Boden schleift? Das kann mit falscher Ernährung zu tun haben. Zu viel, zu kalorienhaltiges Futter ist oft die Ursache. Sabine Schroll, die bekannte Tierärztin und Katzenspezialistin aus Krems in Österreich, sieht noch einen anderen Grund.

„Übergewicht kann mit einer Angststörung zu tun haben.“ Das kennt auch so mancher Zweibeiner: Essen beruhigt. „Bei Stress und einem großen Futterangebot – was tun Katzen da? Sie fressen.“ So bringt es die Verhaltensmedizinerin auf den Punkt.

Katzen kennen Bewältigungsstrategien, um mit Stress umzugehen. Fressen gehört dazu. Eine reizarme Haltung mit wenig Beschäftigungsmöglichkeiten auf der einen Seite und ein großes Futterangebot auf der anderen – das kann ein Teufelskreis werden, der zu Übergewicht führt.

Die Tierärztin nennt ein Beispiel, das sie in der Praxis häufig erlebt. Bei Geschwisterkatzen ist eine von beiden eher ängstlich. Die andere wirkt entspannt, hat aber Übergewicht. Diese Katze ist nicht wirklich zufrieden, sie hat nur eine Bewältigungsstrategie gegen den Stress gefunden. Die Fachleute nennen das „Coping“.

Viele Katzen, die nicht sehr gut sozialisiert, also ängstlich sind, haben auch größere Ansprüche in Bezug auf ihre Lebensweise. Eigentlich würde eine Samtpfote etliche Male am Tag auf die Jagd gehen und Futter erbeuten. Angstkatzen fressen oft seltener, aber immer zu viel. In reiner Wohnungshaltung bekommen die Katzen von ihrem Menschen oft morgens und abends eine große Menge Futter vorgesetzt. Bewegungsmangel trifft auf Langeweile – und beides tut der Katze nicht gut.

Was können Katzenhalter tun? Vor allem auf ein verändertes Fütterungsmanagement setzen. Das heißt, dafür zu sorgen, dass die Mieze für ihr Fressen arbeiten muss. Das entspricht ihrem natürlichen Beuteverhalten und lastet die scharfen Sinne des Tieres aus. Dazu müssen viele kleine Portionen über den Tag verteilt werden – am besten mit Anstrengung für Kopf und Körper. „Activity feeding“ ist angesagt.

Der große Katzenforscher Paul Leyhausen sagte, dass man einer Katze nichts Schlimmeres antun kann, als ihr einen ständig gefüllten Futternapf vorzusetzen.

Es gibt einige Möglichkeiten, Katzen über den Tag verteilt kleine Portionen anzubieten. Da gibt es die berühmten Fummelbretter, ob gekauft oder selbst gebastelt. „Katzentrainer“ verbinden Spielzeug mit Futterstation. Aus Silikonmatten mit Relief kann auch Nassfutter herausgeschleckt werden. Futter kann als Belohnung für Cat Agility gegeben werden. Und last but not least sind auch Futterautomaten mit kleinen Portionen über den Tag verteilt immer noch besser als große Mengen im Napf.

Wer seine Katzen beschäftigen möchte, kann das hiermit tun: www.katzentrainer.de
http://www.katzenfummelbrett.ch/