Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihre Samtpfote hält das Sofa für die Toilette? Ich erarbeite mit Ihnen ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen. Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne. Beratung, die länger dauert als zehn Minuten, ist kostenpflichtig. Preise und Leistungen sehen Sie auf der Seite rechts.

31.7.14

Themenwoche Ernährung, Teil 4: Diät für die Katze

Beitrag und Foto von Citypets

Die Tatsache ist nicht neu: Haustiere sind immer häufiger übergewichtig. Die Gründe sind vielfältig: Übergroßes Futterangebot, zu wenig Bewegung, falsche Fütterung. Übergewicht bei Katzen ist kein Schönheitsfehler – sondern leider häufig die Ursache für ernste Folgeerkrankungen. Abhilfe schafft eine gut geplante Diät.


Citypets hat sich mit dem Thema Diät für übergewichtige Katzen intensiv auseinandergesetzt. Gezwungenermaßen – denn unsere junge Katze Pünktchen wurde bei jedem Tierarztbesuch gewogen, von Mal zu Mal war das Gewicht höher. Nachdem wir zunächst auf eigene Faust probiert haben, mit gemäßigten Portionen und einer ersten Empfehlung vom Tierarzt abzuspecken, haben wir dann professionellen Rat in Anspruch genommen. Dr. Julia Fritz, Tierärztin und Spezialistin für Tierernährung sowie Diätetik, lieferte das nötige Hintergrundwissen. Bekannt wurde Dr. Fritz durch ihre Beratung der Halter übergewichtiger Hunde in der VOX-Serie „Hund Katze Maus“.

Diät für die Hauskatze – die sieben wichtigsten Punkte im Überblick

1. Gewicht bestimmen
Am besten geht das mit einer Tier- oder Babywaage. Mit der Personenwaage geht’s für den Anfang auch. Mit der Katze auf dem Arm auf die Waage, Gewicht merken, dann allein auf die Waage und die Differenz beider Werte ermitteln – so bekommen Sie das aktuelle Gewicht der Katze.
Oder: An den Flanken der Katze die Rippen fühlen. Ist eine deutliche Fettschicht über den Rippen zu spüren, hat die Katze auf jeden Fall Übergewicht.

2. Idealgewicht kennen
Das Idealgewicht von Hauskatzen liegt zwischen 2,8 kg (Abessinier Katze) und ca. 6,1 kg (Maine Coone Kater). Einfach gesagt: Gewicht über 4,5 kg ist fast immer kritisch. Eine Idealgewichttabelle finden Sie in der Diätserie von citypets.

3. Wie viel Futter darf’s denn wirklich sein? Die Futtermenge bestimmen
Bei dieser Frage gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Herstellerempfehlungen auf Futterverpackungen sollte man nicht unbedingt vertrauen. Und schon gar nicht der Werbung, wo ganze Schälchen Katzenfutter fein angerichtet vor der Nase der Samtpfote landen.
Eine verlässliche Empfehlung bietet der Futtermengen-Rechner auf der Webseite von Dr. Julia Fritz. Dazu muss man allerdings einige Faktoren kennen und das Kleingedruckte auf den Futterverpackungen mitlesen:
• Idealgewicht der Katze
Zur Ermittlung des Energiegehalts im Futter folgende Werte aufschreiben:
• Feuchte
• Rohprotein
• Rohasche
• Rohfaser
• Fettgehalt

Der Futtermengenrechner ermittelt dann den Tagesbedarf für Ihre Katze – auf das Idealgewicht bezogen. Bei übergewichtigen Katzen sollte man von diesem Wert dann noch einmal mindestens 30% der Futtermenge abziehen.


4. Vorsichtig Diäten
FDH ist für eine Katze keine Lösung. Denn wenn die Katze zu schnell abnimmt, wird der angefressene „Speck“ in der Leber verstoffwechselt – das führt zu Lebererkrankungen!
Der Tipp der Fachärztin Dr. Fritz: Eine Tier- oder Babywaage besorgen und das Gewicht regelmässig kontrollieren.
Faustregel: Eine Katze sollte bei einer Diät maximal 1% des Körpergewichts pro Woche abnehmen!
Das bedeutet: Bei einer 6 Kilo schweren Katze darf der Gewichtsverlust pro Woche maximal 60 Gramm betragen!

5. Was man zum Diäten braucht
• Eine elektronische Briefwaage
So kann man Portionen wirklich genau abwiegen – und bei einer Diät mit einer Katze kommt’s eben auf jedes Gramm an.

• Disziplin
Vielleicht das wichtigste überhaupt – das wissen wir aus eigener Erfahrung. Das Maunzen nach dem Essen, das uns sagen will „Das war aber nicht genug!“ – das muss man einige Zeit aushalten können. Und auch Leckerchen verteilen sollte vom Tagesplan gestrichen werden!

• Geduld
Eine Diät mit einer Katze dauert. Wer eine 6-Kilo-Katze zu ihrem Idealgewicht von ca. 4,5 Kilo verhelfen will, braucht dazu rein rechnerisch 25 Wochen – da sollte man schon Geduld und Durchhaltevermögen mitbringen!

6. Diäten im Mehrkatzenhaushalt
Immer darauf achten, dass Katzen auf Diät nicht bei ihren Artgenossen die Reste der Mahlzeit mitfressen! Am besten Katzen auf Diät getrennt füttern und kein Futter unbeaufsichtigt zur Verfügung stellen.

7. Öfter füttern
Das kommt dem Katzenverhalten entgegen: Die Futtermenge auf mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilen. Warum? In der Natur fängt die Katze auch nicht sechs Mäuse gleichzeitig und verspeist sie nacheinander …

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich von Dr. Julia Fritz individuell beraten lassen und bekommt einen auf die Bedürfnisse der Katze abgestimmten Diätplan. Das kostet zwar – doch die einmaligen Kosten für einen vernünftigen Diätplan stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten, die durch Folgeerkrankungen durch Übergewicht bei Katzen entstehen. Das sollten uns unsere Samtpfoten doch wert sein, oder?

Mehr Infos unter www.citypets.de

30.7.14

Themenwoche Ernährung, Teil 3: Futter? Bleiben Sie entspannt

Ein Kommentar von Tierheilpraktikerin Kristina Kuhn, Haan



Mein Kommentar zum Thema Futter: 

Wenn man das erste Mal ein Haustier hat und sich im Dschungel der Futtermärkte umschaut, fühlt man sich von dem riesigen Futterangebot erschlagen. Zumindest ging es mir so, als ich das erste Mal durch einen Futterdiscounter ging. Es sollte natürlich gutes Futter für den schönsten aller Stubentiger sein und gleichzeitig den Inhalt meines Geldbeutels nicht zu sehr beanspruchen. Ich gebe zu, ich war hoffnungslos überfordert.

Heute, ein Tierheilpraktiker-Studium und viele Seminare zu diesem Thema weiter, bin ich entspannter und habe glaube ich eine gute Sicht zu diesem Thema gefunden. Ja, es soll gutes Futter sein und natürlich auch bezahlbar (Da mag jeder seine eigene finanzielle Grenze festlegen)
Es hilft sicherlich zu vergleichen, denn manchmal ist der Inhalt ähnlich, aber der Preis schwankt doch enorm. Je höher der Fleischanteil, desto besser. Immerhin muss das Futter ja den Nährwert einer Maus ersetzen können. Künstliche Konservierungsstoffe müssen nicht sein. ebenso wie Zucker und alle zuckerartigen Stoffe.
Wenn ich die Inhaltsangaben lese und nur " Bahnhof " verstehe, dann weiß ich schon: Das kann nicht gesund sein. Für manchen Verbraucher unterscheidet sich das Lesen einer Katzenfutterdeklaration kaum vom Lesen einer Spraydose. Viele „E`s“ , „Tri`s“ und „Mono`s  sind kaum zu verstehen und geben mir, als verliebten Katzenbesitzer, nicht unbedingt das Gefühl, meinem Tier etwas Gutes zu tun.
Daher finde ich es toll, wenn das was in den Dosen ist,  gut verständlich auf der Verpackung zu lesen und auch zu verstehen ist. Das gibt mir ein Gefühl von Transparenz, Sicherheit und Qualität. An dieser Stelle könnte ich als Fachfrau natürlich laut darüber nachdenken, was meines Erachtens den Inhalt des perfekten Katzenfutters ausmacht.
Aber seien wir doch einmal ehrlich: Bio, gesund, preiswert und lecker ist wichtig und sicher wünschenswert. Ich bewundere jeden, der die Disziplin hat, sich so zu ernähren und der den treuen flehenden hungernden Katzenaugen immer wiederstehen kann. Ich kann es nicht. Deshalb schaue ich auch schon mal weg, wenn ein Stück Käse oder Wurst vom Tisch fällt.

Denn: Ab und zu esse ich auch gerne mal ein Eis oder eine Pizza.

Mehr Infos zum Thema Ernährung und alternative Behandlungsmethoden bei Hund, Katze und Kleintieren bei: www.die-tierheilpraxis.com

29.7.14

Themenwoche Ernährung, Teil 2: Interview mit Tierärztin Anita Kapahnke





 
Wer diesen Post hier oder auf Facebook (Tierpsychologie Vierpfotenprofis) kommentiert, kann an der Verlosung von drei Futterpaketen teilnehmen. Die Firma Almo verlost drei Pakete mit jeweils einem Karton Trockenfutter (Rouge Label The Alternative (12 x 105g)) und einem Karton Nassfutter (Green Label Raw Pack (24 x 55g)). Jedes Paket hat einen Wert von rund 44 Euro. Die Gewinner werden am Ende der Woche bekannt gegeben und bekommen ihren Gewinn direkt von der Firma Almo zugesendet.


Interview mit Frau Anita Kapahnke, Tierärztin von Almo Nature, zum Thema Katzenernährung:

1.      Worauf muss ich achten, um meine Katze artgerecht und ihrer Natur entsprechend zu ernähren?
Die Katze gehört zu den strikten Fleischfressern; ihre Zähne sind die eines Raubtieres und ihr Verdauungstrakt ist sehr kurz, damit Eiweiße optimal verdaut werden können. Ihr Beuteschema besteht in der freien Wildbahn aus kleinen Tieren , wie z.B. Mäusen, Vögeln, Fischen, Amphibien und Insekten, die vor allem aus Eiweiß und Fett, aber auch aus im Verdauungstrakt enthaltener Rohfaser und Getreide, sowie zu einem hohen Prozentsatz aus Wasser bestehen.
Trotz des jahrhundertelangen Zusammenlebens mit Menschen, braucht die Katze immer noch eine vorwiegend eiweiß- und fettreiche Nahrung. Fleisch und Fisch sind tierische Eiweißquellen und von daher in der Ration der Katze unabdingbar, denn ihr Energiestoffwechsel ist darauf ausgerichtet, Eiweiße und Fette als Energielieferanten zu verwenden. Anders als beim Hund kann bei der Katze, wenn nur wenig Eiweiß in der Nahrung vorhanden ist, die Eiweißverwertung nicht gedrosselt werden.
Kohlehydrate  benötigen Katzen hingegen nur wenige, sie haben sogar eine eher geringe Verträglichkeit.Um die Natur der Katze als Fleischfresser und ihre körperlichen Eigenschaften zu respektieren, sollte daher auch Zuhause eine möglichst natürliche Ernährung angeboten werden.

2.      Bei Katzenfutter kann zwischen Trocken- und Nassfutter unterschieden werden. Wie ist das ideale Mischverhältnis beider Futtersorten?

Der grundlegende Unterschied zwischen Trocken- und Nassfutter liegt im Wassergehalt, der im Nassfutter deutlich höher ist, als im Trockenfutter, das in der Regel einen Feuchtigkeitsgehalt von nur ca. 8-10 Prozent hat. Dieser relative Wert des unterschiedlichen Wassergehaltes verschiedener Futtermittel wirkt sich direkt auf den Wasserhaushalt der Katze aus, da sich das Bedürfnis der Katze nach Wasser auf ihre ursprüngliche Lebensweise als Wüstentier zurückführen lässt und ihre Entwicklung als ein streng fleischfressendes Tier widerspiegelt. Diese nehmen den Großteil der Flüssigkeit über die Beute auf.
Ein weiterer Vorteil von Nassfutter ist, dass zu seiner Herstellung das Fleisch und der Fisch weniger behandelt werden muss, als für die Trockenfutterherstellung. Somit bleiben die hochwertigen Ausgangsstoffe (Eiweiße) besser erhalten. Mittlerweile gibt es aber auch schon neuartige Extrusionsverfahren, die eine Trockenfutterherstellung aus frischem Fleisch und damit eine schonende Verarbeitung ermöglichen.
Vorteile von Trockenfutter wiederum sind, dass das natürliche Verhalten der Katze in Bezug auf die Häufigkeiten der Mahlzeiten beibehalten werden kann. Hat eine Katze uneingeschränkten Zugang zum Futter so frisst sie über den Tag verteilt bis zu 16 kleine Mahlzeiten. Wild lebende Katzen jagen über den Tag verteilt 8 bis 15 Mäuse.
Angesichts dieser Erwägungen empfiehlt es sich, für die Ernährung der Katze Feucht- und Trockenfutter zu kombinieren, sowohl zur Verbesserung des Flüssigkeitshaushaltes des Tieres, als auch um die Variabilität der Zutaten zu erhöhen und das Wohlbefinden der Katze mit der Ernährung zu fördern.
Der Rat von Almo Nature ist, die Katzennahrung in 60% Nassfutter (zur Deckung des Wasserbedarfes und als Lieferant hochwertiger Eiweiße) und 40% Trockenfutter (für häufige Mahlzeiten im Laufe des Tages) zu unterteilen.

3.      Ist es notwendig, die Ernährung der Katze um frische Zutaten zu ergänzen, um Ernährungsdefiziten vorzubeugen?

Unter den Fertigfuttermitteln gibt es „Alleinfuttermittel“ und „Ergänzungsfuttermittel“. Unter einem "Alleinfuttermittel" versteht man ein Mischfuttermittel, das aufgrund seiner Zusammensetzung alleine den Tagesbedarf einer Katze decken kann. Ein "Ergänzungsfuttermittel" ist ein Mischfuttermittel, das einen hohen Gehalt an bestimmten Stoffen aufweist, das aufgrund seiner Zusammensetzung mit anderen Futtermitteln abwechselnd gegeben und kombiniert werden sollte.
Ein Alleinfuttermittel ist zwar so konzipiert, dass der Tagesbedarf einer Katze an Nährstoffen gedeckt ist, jedoch entspricht die Fütterung ausschließlich mit einem und immer dem gleichen Futter nicht dem natürlichen Nahrungsverhalten der Katze. Da sich die Katze in der Natur von unterschiedlichen Beutetieren ernährt und einen hohen Bedarf an hochwertigen Eiweißen hat, raten ich und Almo Nature zur Kombination von Allein- und Ergänzungsfuttermitteln. Hierbei stellen Ergänzungsfuttermittel (z.B. Almo Nature LEGEND) hochwertige Eiweißquellen zur Verfügung, während im Alleinfuttermittel eine Anreicherung mit den erforderlichen Mineralien erfolgt ist, so dass der tägliche Bedarf insgesamt gedeckt ist. Bei der Wahl des Alleinfuttermittels rate ich zu einem hochwertigen Trockenfuttermittel mit einem hohen Anteil an frischem Fleisch (z. B. Almo Nature ROUGE LABEL THE ALTERNATIVE). So kann man dem komplexen Nährstoffbedarf der Katze auf einfache Art gerecht werden. Defizite müssen bei Fütterung mit Fertigfutter also nicht ausgeglichen werden!


28.7.14

Themenwoche Ernährung Teil 1: Wenn Katzen mäkeln



Foto: Grey59/Pixelio

Willkommen zur Themenwoche Katzenernährung

Heute starten wir in eine Woche, in der es jeden Tag mit einem anderen Gastbeitrag um Ernährung gehen soll. Katzenhalter, Tierärzte und Tierheilpraktiker werden zu Wort kommen und es soll ebenso unterhaltsam wie ernsthaft zugehen. Ich freue mich über Ihre Beteiligung per Kommentar oder Mail...und damit sich ihre Mühe lohnt, wird es morgen, am Dienstag 30.7.2014, auch ein Gewinnspiel geben, in dem es Futterproben für die Miezen gibt.  

Katzenfutter: Gestern war es noch lecker



Kennen Sie das? Sie stehen vor dem Regal mit dem Katzenfutter und überlegen, was Ihre Samtpfote heute wohl fressen möchte. Denn das Lieblingsfutter, das gestern noch angesagt war, wird heute auf einmal nicht mehr angerührt. Wenn Katzen mit uns sprechen könnten, dann würden sie jetzt wohl sagen: „Räum dieses Zeug weg, das kann man ja nicht fressen.“ So beschränken sich die Diven im Fell darauf, abwechselnd völlig konsterniert Napf und dann ihren Menschen anzuschauen. Wenn das nicht hilft, wird laut und anhaltend miaut. Und wenn gar nichts geht, postiert sich manch kluges Tier auch vor dem Kühlschrank. Das Futter im Napf aber bleibt unberührt. Mögen Menschen auch Härte geloben, vor dem unbeugsamen Katzencharakter kapituliert irgendwann auch der Entschlossenste. Da werden immer neue Tüten, Dosen, Schalen, Beutel geöffnet – so lange, bis der fellige Liebling sich großzügig bereit erklärt, nach eingehender Prüfung mit der Nase und Zunge das Futter zu akzeptieren.

 
Das muss nicht so bleiben: Am nächsten Tag geht der Kampf ums Futter weiter. Was Chico mag, gefällt Sparky nicht und was Lilo frisst, will plötzlich Joey auch haben, obwohl er es sonst immer verachtet hat. Das treibt Menschen zur Verzweiflung - was kann man da tun?

Eines sind alle Katzen: Geborene Jäger, denen in der Natur nicht regelmäßig immer um die gleiche Uhrzeit eine Beute vor die Füße läuft. Um zu überleben, müssen sich wildlebende Katzen anstrengen, müssen Strategien entwickeln, Zeit und Energie einsetzen und manchen Misserfolg einstecken. In menschlicher Obhut dagegen entfällt das alles. 


Ständiger Service bedeutet Langeweile

 

Die Katzenmahlzeiten werden pünktlich vom Menschen serviert. Aber damit fällt auch ein großer Teil der natürlichen Anreize weg und bestimmtes Verhalten kann nicht mehr ausgelebt werden. Was der große Katzenforscher Paul Leyhausen gesagt hat, klingt zwar für manchen Halter paradox, aber an dem Satz: „Wer einer Katze immer den gefüllten Napf stehen lässt, nimmt ihr viel Lebensfreude“, ist viel Wahres. Keine Katze, die ihre Beute mit viel Mühen und Einsatz erjagt hat und hungrig ist, wird lange mäkeln, sondern fressen. Dementsprechend tun auch Menschen gut dran, immer wieder mal für Anregung im täglichen Programm zu sorgen: Einfach, indem sie die Fütterungszeiten variieren oder es das Futter erst als Belohnung für das Lösen einer Aufgabe gibt.       



Bei Katzen scheint es so etwas zu geben, wie eine Neophobie, die Abneigung vor etwas Neuem – also die Abwehr von neuem Futter. „Was wir nicht kennen, das mögen wir nicht“, so ungefähr könnte das auf Kätzisch lauten. Und schon so mancher wohlmeinende Halter ist an der ausgeprägten Sturheit seiner Katze gescheitert und hat nach wenigen Tagen genervt aufgegeben. Gefragt sind viel Geduld, Fantasie und Konsequenz – etwa bei Ausschlussdiäten, wenn es darum geht, bestimmte Allergien auslösende Stoffe heraus zu finden. 


Was also eigentlich ein sinnvoller Schutzmechanismus ist, Vorsicht gegenüber möglichem Futter, macht es den Katzenhaltern oft schwer. Sie verzweifeln daran, dass der pelzige Liebling heute auf einmal nicht mehr das fressen will, was gestern noch lecker war. Das kann schon damit zusammen hängen, dass die Futterhersteller oft die Zusammensetzung ihres Futters – wenn auch manchmal nur minimal - ändern.


Was also tun? Manchmal helfen Tricks, wie das Futter zu erwärmen, es mit Fleischbrühe oder Bierhefeflocken anzureichern und natürlich - es mit dem gewohnten Futter zu mischen.

Haben Sie noch mehr Ideen? Schreiben Sie an info@escriva.de oder kommentieren Sie unter diesem Post, wenn sie am Gewinnspiel teilnehmen möchten. Wir verlosen Futterpakete von Almo nature. Mehr dazu morgen.