Corona und Katzen - was macht das mit Menschen?

Vor Kurzem sorgte eine Schlagzeile für großes Aufsehen, dass Katzen Coronaviren tragen würden. Das weiß allerdings ohnehin (fast) jeder Katzenbesitzer, Ja, viele Tiere kommen im Laufe ihres Lebens damit in Berührung. Schon immer. Allerdings handelte und handelt es sich dabei auch schon immer im ein felines Virus - also auf Katzen beschränkt und nicht auf Menschen übertragbar. 

Angst erregt auch dieses Katzenvirus - denn wenn es mutiert und nur dann (!) kann es die gefürchtete Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) auslösen, die bis vor Kurzem immer tödlich verlief.
Zum Thema FIP gibt es viele gute Seiten im Netz mit sachlicher Aufklärung und Information  über die verschiedenen Formen und Verläufe, etwa hier ein typisches Screening. Gut zusammengefasst und verständlch erklärt wird FIP auch aus der Seite www.tiergesund.de

Wer sich noch mehr wissenschaftlich mit dem Thema auseinandersetzen möchte, kann das mit dieser Dissertation tun. Darüber hinaus gibt es unzählige Seiten im Netz. 


FIP - Hoffung auf Heilung? 

FIP - das war bislang immer ein Todesurteil. Aber es gibt zumindest einen Hoffnungsschimmer.  Und der heißt GS 441524. Niels Pedersen ein US-Forscher, hat dieses Mittel bei Katzen erprobt.    

Noch ist dieses Mittel in Deutschland zur Behandlung weder zugelassen noch verkäuflich. Aber es hat sich auf Facebook eine Selbsthilfeguppe gebildet, in der auch Tierärzte Mitglied sind. Hier wird verzweifelten Katzenbesitzern Rat und tatkräftige Hilfe geboten. 






So extrem schwierig die zuverlässige Diagnose, so uneinheitlich ist bis jetzt das Bild. Viele. aber nicht alle Tiere, die damit behandelt wurden, haben überlebt - bis jetzt. Langzeitstudien fehlen bisher. Die Koten für die Behandlung sind exorbitant hoch - aber welcher Mensch, der seine Katze liebt, würde den Versuch nicht wagen wollen? Was gibt es zu verlieren?


Coronapandemie - Katzen als Seelentröster 

Während im Netz schon  - unbestätigte Gerüchte kursieren, es würden vermehrt Tiere aus Angst vor Ansteckung von ihren Haltern in den Tierheimen abgegeben, gibt es auch genau den gegenläufigen Trend. 
Schon jetzt treibt offenbar viele Menschen die Angst vor sozialer Isolation um. Was könnte da schöner sein, als der Kontakt zu einem lebendigen Wesen, dass noch dazu warm, weich und kuschelig ist? Und was so schön in der Wohnung bleibt?

Der Wunsch nach Gesellschaft in der Einsamkeit ist mehr als verständlich. Aber zum einen kann die sorgsame Vermittlung in der jetzigen Situation kaum stattfinden. Zum anderen sind Katzen eben nicht nur Kuscheltiere, sondern Wesen mit einem extrem komplexen Sozialverhalten. Und gerade Wohnungstiere ohne Freigang haben große Ansprüche an Beschäftigung. Das wird gerne vernachlässigt und gipfelt in dem Satz: "Also meine Katze will gar nicht spielen". Dann ist sie meiner Meinung nach krank. Nicht durch Corona, sondern durch Unterforderung.   

  

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