26.8.14

Die gescheiterte Vergesellschaftung

Alles ist gut gemeint, alles ist gut vorbereitet. Eine zweite, dritte, vierte Katze zieht ein. Und plötzlich regiert der Stress. Auch wenn alle Teilnehmer an diesem Poker schon andere Katzen gewohnt sind und wenn die Wohnung noch so groß ist: Es gibt keine Garantie für eine glückliches Zusammenleben. Wer wen mag oder nicht, wird auf immer ein Rätsel bleiben. Und manchmal muss der Mensch eben auch erkennen, dass es nicht der Wille der Katzen ist, mit einem oder mit eben diesem Artgenossen zusammen zu leben. Wer sich darüber hinweg setzt, der mutet seinen Tieren ein Zusammenleben auf engstem Raum zu, das für Dauerstress sorgt. Und der macht bekanntlich krank. 

"Die müssen sich ja nicht lieben, nur tolerieren"

Ein Satz, der oft zu hören ist. Aber auch wenn nicht täglich das Fell fliegt, wenn keiner der Kontrahenten blutige Kratzer im Gesicht hat, heißt das nicht, dass es den Tieren gut geht. Mobbing bei Katzen hat viele Spielarten und nicht alle zeigen sich in Kreischen und Grollen. Auch das ständige Bedrängen auf der Toilette ist Mobbing, das Wegdrängen vom Futter, das Belegen der Lieblingsplätze des jeweils Anderen.

Hat nicht jedes Tier das Recht auf ein gutes Leben? Angstfrei, sicher und in Ruhe?
Und ist es nicht größerer Egoismus ein Tier behalten zu wollen, das in der Gruppe nicht zurechtkommt, als einen neuen Platz zu suchen?

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