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16.4.09

Tierpsychologie: Aggressive Katze, Teil I



(Foto: Pixelio/Schafhuber)

In einer kleinen Reihe soll es um das Aggressionsverhalten von Katzen gehen. Für Nichtkatzenhalter mag es eher komisch klingen, wenn jemand von seiner Katze auf den Balkon getrieben wird oder sich ins Badezimmer flüchten muss, weil aus dem Schmusekätzchen ein reißender Tiger geworden ist. Für Katzenbesitzer ist es alles andere als das. Um solches Verhalten zu verstehen, ist es wichtig, zu wissen, dass es bei Katzen sehr verschiedene Formen von Aggression gibt.

Krieg kommt in den besten Familien vor

Merry und Fritz und Goldie und Mona haben eines gemeinsam: Beide Katzenpärchen sind jeweils Wurfgeschwister. Und haben friedlich zusammen gelebt, bis aus heiterem Himmel der Hass ausbrach. Jetzt fliegen die Haarbüschel, wird geknurrt, gefaucht und gebissen. „Dabei dachte ich immer, Wurfgeschwister vertragen sich gut“. Mit diesem Satz und einiger Verzweiflung kommen die Katzenhalter zum Tierpsychologen.

Eine gleiche Sozialisation während der Welpenwochen garantiert meist ein gutes Zusammenleben – gleich ob im gemischten oder gleichgeschlechtlichen Doppelpack. Dennoch sind Geschwisterkämpfe gar nicht so selten und dafür kann es viele Ursachen geben. In diesem Fall liefert eine Besitzerin des Rätsels Lösung. „Mir ist in der Küche eine Glasvase mit lauten Klirren in tausend Stücke zerbrochen“, erinnerte sie sich. „Und dann ist Goldie, die daneben saß, wie eine Furie ins Wohnzimmer gerast und hat ihre nichtsahnende Schwester Mona attackiert. Seitdem kämpfen die beiden bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Dieses Phänomen nennen die Tierpsychologen „umgeleitete Aggression“. Der Schock schlägt um in Angriffslust. Und dabei ist es im Grunde nur Zufall, dass es die völlig unbeteiligte Artgenossin trifft, die ihrerseits jetzt misstrauisch mit Angst und Aggression reagiert.

Fritz und Merry, zwei Norwegerkatzen, betreiben dieses Spiel seit über einem Jahr und wenn der imposante Fritz grollt und das Breitseitendrohen zeigt, kann seine zierlichere Schwester Merry nur noch auf den Balkon fliehen oder vor Angst unter das Bett kriechen, wo sie uriniert.

Aber auch eine bis dato völlig harmonische Beziehung zwischen Mensch und Katze kann aus den Fugen geraten. Der Auslöser ist der gleiche: Angst, Panik, Schrecken.

Während eines Fussballspiels greift Otto, ein handaufgezogener Kater, völlig unerwartet die jüngste Tochter an. Kurz vorher war ein Tor gefallen und die ganze Familie hat frenetisch gejubelt.

Charlie steht mit seinem Frauchen vor der verschlossenen Terrassentür, als ein fremder Kater durchs Revier streunt und Charlie von draußen androht. zum Entsetzen seiner Halterin springt er ihr in die Beine und beißt massiv.

Trixie rastet scheinbar völlig aus, als ihr Mensch der Mitkatze versehentlich auf den Schwanz tritt. Der Schmerzensschrei läßt bei ihr alle Sicherungen druchbrennen und sie jagt die Halterin durch die Wohnung auf den Balkon.

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