Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihre Samtpfote hält das Sofa für die Toilette? Ich erarbeite mit Ihnen ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen. Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne. Beratung, die länger dauert als zehn Minuten, ist kostenpflichtig. Preise und Leistungen sehen Sie auf der Seite rechts.

10.10.16

Die Angst vor dem "Psychomedikament"


Wie oft ich das höre: Ich will  meine Katze nicht mit Medikamenten vollstopfen. Das kommt immer dann, wenn ich dazu rate, zur UNTERSTÜTZUNG einer Verhaltenstherapie auf Nahrungsergänzung zu setzen. Die kann helfen, damit das Tier überhaupt LERNEN, also unerwünschtes Verhalten verändern kann. Wir reden hier von Angst, Aggression, Unsauberkeit.

Wie oft höre ich den Satz: Liebe ist die beste Medizin. Nein und nochmals nein, das ist sie nicht.
Ruhe, Geduld, Zuwendung, Kontinuität, Toleranz sind bei einer Verhaltenstherapie unerlässlich und stehen außer Frage. Aber eine Katze, deren Verhalten nur darauf ausgerichtet ist, etwas zu meiden, sich zu verkriechen oder eben anzugreifen, wird und kann nicht lernen. Angst blockiert Lernen.

Selbstverständlich helfen Methoden wie Habituation oder Desensibilisierung gegen Ängste - aber sie brauchen Zeit und Wiederholung. Eine Zeit, in der das Tier sich alles andere als wohl fühlt. Warum nicht unterstützen? Sicher im ersten Schritt mit "Anti-Stress-Mitteln". Und in schwierige Fällen auch mit Psychopharmaka. Die können und das ist gut so, ja ohnehin nur von einem Tierarzt verordnet werden. Und sie sind nicht die erste, aber sicher auch keine schlechte Wahl, wenn alles andere keine Fortschritte erbringt.

Oh, da ist es wieder, dieses böse Wort. Das beschwört sofort Vorstellungen von Katzen, die nur noch ruhig gestellt werden und durch die Wohnung taumeln. Was für ein Unsinn. Wollen wir uns von Vorurteilen leiten lassen oder einem Tier helfen? Was wissen wir denn wirklich über diese Mittel? Allen, die sich wirklich interessieren, sei als Lektüre Sabine Schroll empfohlen, "Verhaltensmedizin der Katze".  

Vernünftig eingesetzt und begleitet, kombiniert mit allen nötigen Maßnahmen einer Veränderung des Umfeldes, mit Maßnahmen zur Verhaltensbereicherung, mit Maßnahmen der Veränderung des Besitzerverhaltens und des Katzenverhaltens, kann es sehr wohl großen Sinn machen und gute Erfolge zeigen. Und keines dieser Mittel stellt eine "Dauerlösung" dar. Aber ein wirksames Instrument - das schon.

Und es hat im vollkommen wörtlichen Sinn schon mehr als einer Katze das Leben gerettet.