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15.7.14

Vergesellschaftung: Was passt besser: Kater oder Katze?


Zwei, die sich verstehen: Kisha und Tulios warten sehnsüchtig auf ein neues Zuhause. Mehr unter www.agtiere.de

 Vergesellschaftungen von Katzen sind immer schwierig. Am einfachsten geht es noch bei Katzenkindern, die unbedarft, frech und naiv auf die Welt und Artgenossen zugehen, ohne Ängste zu haben. Die stecken auch Zurechtweisungen von älteren Artgenossen weg. Schwieriger wird es, wenn zwei erwachsene Tiere zusammenkommen sollen. Und dann fragen sich die besorgten Katzenhalter: Besser Kater oder Katze zu meiner/meinem Katze/Kater? 

Soll ich zu meiner Katze eine andere Katze nehmen? 

Seltsam ist, dass sich ein Vorurteil immer noch hält, das besagt, dass nur gemischtgeschlechtliche Gruppen gut harmonieren könnten. Sicher hat man lange geglaubt nur Kater und Katze könnten glücklich miteinander sein, weil die Kater untereinander so etwas wie Revier- und Rangordnungsstreitigkeiten austragen würden. Das stimmt so natürlich nicht. Umgekehrt wurde immer angenommen, zwei weibliche Tiere würden so etwas wie einen Zickenkrieg austragen. Auch das ist falsch.

Die Katerbruderschaften 

Paul Leyhausen hat schon vor vielen Jahren von den so genannten Bruderschaften der Kater berichtet und damit so etwas gemeint, wie "Gangs oder Banden", die sich zusammenraufen - inklusive aller möglichen Initiationsrituale. Das heißt aber noch lange nicht, dass sich automatisch Kater vertragen, sie gemeinsam in einer Wohnung leben.

Also, was stimmt denn nun? Die Antwort ist: Alles und nichts. Es gibt nun mal kein Patentrezept und schon gar nicht ist das Geschlecht ausschlaggebend für ein glückliches Zusammenleben. Sicher stimmt, dass vor allem in der Jungtierentwicklung Unterschiede im Verhalten zu beobachten sind. Bei erwachsenen Tieren sind die weniger auffällig. Und vor allem: Ob ein Tier mutig, menschenbezogen, rabaukig, zickig, ängstlich oder ruhig ist, hat mit dem individuellen Aufwachsen, der Umgebung, der Genetik, der Rasse, den Lernerfahrungen zu tun.

Charakter, nicht Geschlecht ist wichtig

Es gibt zierliche kleine Kätzinnen, die das Sagen haben und riesengroße Kater, die wahre Hasenfüße sind - und umgekehrt genauso. So einfach und schön es vielleicht wäre: Es gibt keine allgemeingültigen Regeln und Lösungen. Wichtiger als die Frage des Geschlechts ist und bleibt die Frage von Charakter, Wesen, Temperament. Für ein glückliches Zusammenleben ist wichtig, dass zwei sich ähnlich sind und harmonieren können. Ein ängstliches Tier wird mit einem  Rabauken nicht glücklich werden. Ein Spielertyp wird sich langweilen mit einem Couchpotatoe und ein weiser Senior kann mit einem munteren Katzenkind nicht viel anfangen.