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15.10.10

Hier stehe ich, ich kann nicht anders

Natürlich gibt es Jagdhunde, die keinen Bock auf das Jagen haben und Wachhunde, die jeden Fremden freundlich begrüßen. Aber normal ist das nicht. Die gezielte Zuchtwahl und Auslese hat in den Hunderassen bestimmte Eigenschaften, die der Mensch brauchen konnte, verstärkt. So ist es ganz natürlich, dass sich zwei Hunde unterschiedlicher Rassen in der gleichen Situation unterschiedlich verhalten.
Selbst bei Mischlingen zweier Rassen kann man den genetischen Einfluss noch deutlich erkennen. Zwei Beispiele mögen das verdeutlichen.
Spaziergang mit Candy, Pudel-Jagdhund, und Jolie, Labrador-Hütehund, durch die ländliche Wohnsiedlung: Links hinter dem Gartenzaun schnattern fünf Indische Laufenten, auf der rechten Seite beobachtet uns ein anderer Hund. Candy hat nur Augen für die Enten, steht auf den Hinterbeinen in der Leine und winselt in freudiger Erregung. Jolie fixiert den Hund hinter dem Gartenzaun, droht und knurrt, und beachtet die Enten und Candy überhaupt nicht.
Im Urlaub an einem Badefluss war das rassetypische Verhalten des Labradors besonders deutlich. Jolie wurde nicht müde, ins Wasser zu springen und den alten Turnschuh zu apportieren. Candy stand gelangweilt am Ufer und ließ die Blicke schweifen. Ein vorbeifliegender Vogel erhielt von ihr mehr Beachtung als das Geschnaufe und Geplansche neben ihr.
Beide Mischlingshunde zeigten ein genetisch festgelegtes Verhalten, welches durch die beteiligten Rassen mitgegeben war. Und hier beginnen die Probleme, wenn man als Hundebesitzer seinem Tier das Ausleben des Verhaltens nicht gestatten darf.
Anti-Jagdtraining für Candy und für Jolie Anti-Wasser-Apportiertraining?
Nein, sollte ein solches Training erfolgreich sein, so muss man beim Welpen anfangen. Hat man das versäumt, kann man oft nur noch mit Starkzwang und  harten Strafen arbeiten. Bei einem ausgeprägten Jagdtrieb stößt die sanfte, gewaltfreie Erziehung an ihre Grenzen. Es gibt für den echten Jagdhund keine größere Belohnung als die durch die eigene Jagd erzeugten Glückshormone.

Text: Marita Römer
 



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