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10.5.10

Gegen die Fuchsohrprämie in Sachsen

Die Organisation "Natur ohne Jagd" ruft auf gegen einen barbarisches Vorgehen gegen Füchse: Wir veröffentlichen hier ihren Aufruf:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Tillich,

Vor einigen Wochen ging ein Artikel durch die Presse über einen noch lebenden Fuchs, der aufgefunden wurde und dem man die Ohren abgeschnitten hatte. Abgeschnitten deswegen, weil in Ihrem Bundesland Sachsen für ermordete Füchse Prämien bezahlt werden. Eine Welle des Protestes ging durch die Republik und wie uns bekannt ist, wurde Sachsen von Protestbriefen überrollt, die jedoch alle in Form eines standardisierten Briefes vom sächsischen Bürgerbüro mit fadenscheinigen Begründungen zurückgewiesen wurden.
Als Begründung wurde angegeben, die Jagd auf Füchse diene der Regulierung der Population und der Eindämmung von Krankheiten. Dass die Jagd in keinster Weise dazu geeignet ist, Fuchspopulationen zu regulieren oder Krankheiten einzudämmen, hat sich schon in den 60-iger Jahren bei der Bekämpfung der Tollwut gezeigt.
Die verstärkte Bejagung der Füchse hatte sogar zur weiteren Ausbreitung der Tollwut beigetragen.
Selbiges trifft auch jetzt bei der Bekämpfung des Fuchsbandwurmes zu. Wie auch die Tollwut erst durch eine Impfung eingedämmt werden konnte, haben neue Studien gezeigt, dass nur eine Entwurmung der Füchse zum Erfolg führt, wobei dann nachweislich die Ansteckungsgefahr gen null tendiert.
Herr Siegemund vom sächsischen Bürgerbüro, der das Standard-Schreiben im Auftrag von Ihnen, Herr Ministerpräsident Tillich, verschickte, behauptet darin es sei legitim eine Fuchsohrprämie zu zahlen, weil dies in anderen Bundesländern auch so gehandhabt werden würde. Diese Behauptung ist falsch.
Wir haben recherchiert und bei den entsprechenden Stellen in den verschiedenen Bundesländern nachgefragt. In keinem anderen Bundesland wird derzeit eine Fuchsohrprämie bezahlt. Sachsen bildet hier eine unrühmliche Ausnahme.
Desweiteren beruft sich Herr Siegemund darauf, dass Jäger die Füchse nicht als Wildbret verwerten könnten und sich darum die Prämie verdient hätten. Ja, was ist das? Wird jetzt schon das private Hobby der Freizeitjäger aus öffentlichen Kassen finanziert?
Wie wir nun erfahren haben, ist nicht erst seit kurzem diese Fuchsohrprämie ausgelobt worden. Aus einem Presseartikel vom 01.April 2009 erschienen in der Sächsischen Zeitung online, geht hervor, dass die Fuchsohrprämie letztes Jahr auch schon bezahlt wurde und wie so oft, wurden die Füchse verstümmelt und einfach weggeworfen.
Sachsen scheint sich immer mehr zum „Jägerland“ zu entwickeln, da es als erstes Bundesland plant, offensichtlich auf der Druck der Jägerlobby, die Wölfe ins Jagdrecht aufzunehmen. Hierbei muss ernsthaft nachgefragt werden, wie lange es dauert, bis die ersten Ohrprämien für Wölfe gezahlt werden. Ein Wolfshasser-Verein, angeführt von Jägern, hat sich in der Lausitz bereits schon formiert.

Einen respektvollen Umgang mit den Tieren in Ihrem Land, ausgerichtet nach neuen wildbiologischen Erkenntnissen und basierend auf den Grundpfeilern von Tier- und Naturschutz, lässt sich in der Art und Weise, wie in Ihrem Land mit den Füchsen umgegangen wird, nicht erkennen.

Wir protestieren aufs Schärfste gegen die weitere Auszahlung einer Fuchsohrprämie, welche die sächsischen Jäger zu immer höheren Abschussquoten animieren und gegen das unwürdige Abschneiden der Ohrspitzen bei den lebenden und toten Tieren.

Bitte protestieren Sie bei:
Ministerpräsident Tillich:
ministerpraesident@sk.sachsen.de
info@sk.sachsen.de

Bürgerbüro Sachsen:
buergerbuero@sk.sachsen.de

Staatsministerium Umwelt und Landwirtschaft
Poststelle@smul.sachsen.de

NABU Sachsen:
dauderstaedt@NABU-Sachsen.de
heinitz@NABU-Sachsen.de

BUND:
Bund.sachsen@bund.net
weiland@uhlenhof.de