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6.2.09

Noch 130 Kaninchen warten auf ein Zuhause

Pressemitteilung der Aktionsgemeinschaft für Tiere:

Sie hatten großes Glück und überlebten. Die Kaninchen aus der ehemaligen Rabbit-Notstation in Langenfeld wurden von der Aktionsgemeinschaft für Tiere e.V. (AGT) übernommen und in einem leerstehenden Gewächshaus untergebracht. Auf dem bisherigen Gelände rollen nun die Bagger: Nach Ablauf des Pachtvertrages lässt der Besitzer dort neu bauen.

„Leider konnten wir nicht alle Tiere retten“, beklagt Marita Römer, Vorstandsmitglied
der AGT. Denn nach der Räumung des Geländes durch den bisherigen Betreiber der Rabbit-Notstation konnten die Tierschützer etliche Kaninchen, vor allem Jungtiere, nur noch tot bergen. Sie waren in zugeschütteten Gängen erstickt oder durch eingeleitetes Wasser so unterkühlt, dass sie nicht mehr zu retten waren. Dank des Engagements der AGT-Mitglieder wurden insgesamt rund 200 Tiere in Sicherheit gebracht, von denen viele inzwischen durch Tierschutzorganisationen in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz übernommen wurden.

Nachdem die AGT die bisherigen Tierarztkosten der Rabbit Notstation beglich, konnte sie ein großen Teil der Tiere in Sicherheit bringen. Danach musste das Veterinäramt Mettmann mit Ordnungsamt und Polizei mehrmals Beschlagnahmeaktionen durchführen. „Im Moment haben noch immer rund 130 Tiere in unserer Obhut“ sagt die langjährige Kleintierbeauftragte des Vereins und Leiterin der der Kaninchenstation, Martina Bruckert.

Seit Wochen werden die Tiere intensiv medizinisch von der Tierärztin Heike van der Kaap aus Leverkusen betreut. Sie und ihr Praxisteam haben alle Tiere fotografiert, dokumentiert, untersucht und behandelt. „Eine große Zahl litt unter chronischem Schnupfen, Bissverletzungen, Kokzidiose, Flöhen und Würmern“, schildert die Tiermedizinerin. „Aber es gab auch etliche Fälle von Tieren mit extremen Zahnfehlstellungen, offensichtlich unbehandelten und schwer entzündeten Augen oder eitrigen Abszessen, die große Schmerzen verursacht haben müssen.“ Die Tierärztin hat in 23 konkreten Fällen Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

Zur Zeit werden die letzten Böckchen kastriert, danach werden die Tiere geimpft und gechipt. Damit ist die AGT Vorreiter bei der Kennzeichnung von Kaninchen, die das Aussetzen erschweren soll.

„Als kleiner privater Verein kalkulieren wir Kosten von mehr als 15.000 Euro in die Rettung dieser Tiere“, rechnet Marita Römer vor. Das beinhaltet die Übernahme Tierarztschulden, die neu entstandenen Tierarztkosten, Miete, Futter, Heizung, Strom und Investitionen für Unterkunft. Nicht gerechnet ist die ehrenamtliche Arbeit der zahllosen Helfer. Und die werden weiter gesucht. „Wir brauchen Menschen, die uns bei der täglichen Versorgung helfen, aber auch weitere Spenden, um die hohen Kosten tragen zu können“, appelliert Martina Bruckert. Und natürlich das Allerwichtigste: Menschen, die bereit sind, den Kaninchen ein neues, artgerechtes Zuhause zu bieten. Dazu gehört unter anderem ausreichend Platz, damit die Tiere nicht ausschließlich im Käfig gehalten werden und die Vergesellschaftung mit einem anderen Kaninchen.

Über die Vermittlungsbedingungen informiert die Seite www.agtiere.de