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Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihre Samtpfote hält das Sofa für die Toilette? Ich erarbeite mit Ihnen ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen. Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne. Beratung, die länger dauert als zehn Minuten, ist kostenpflichtig. Preise und Leistungen sehen Sie auf der Seite rechts.

23.7.08

Markieren Teil 2

Wer weiß, das Markieren "ganz normales" kätzisches Kommunikationsverhalten ist und primär nichts mit Ausscheidungsverhalten zu tun hat, ist einen wichtigen Schritt voran gekommen. Dennoch müssen auch hier, um erfolgreich Abhilfe zu schaffen, alle organischen Ursachen ausgeschlossen werden, z.B. Infektionskrankheiten, als deren Begleiterscheinung das Markieren auftreten kann.

Die Ursachenforschung muss sich auf die kätzischen Lebensbedingungen richten:

Wie viele Katzen leben im Haushalt?
Wie ist das Verhältnis der Tiere untereinander?
Kommen fremde Katzen ins Haus oder streifen durch den Garten?
Wurde kürzlich der Lebensraum verändert?
Umzug, neue Möbel, Teppiche?
Wie sieht die Toilettensituation aus?
Welche Stellen werden bevorzugt und wie oft markiert? Zu welchen Tageszeiten?

Markieren, das in oben beschriebenen Situationen auftritt, ist eher reaktiv. Hat sich die Katze angewöhnt, das Markieren dauerhaft als "Strategie einzusetzen, dann ist es ein instrumentalisiertes Verhalten. Hier ist zu fragen:

Wie ist der Charakter des markierenden Tieres? Eher ängstlich, eher mutig, zurückgezogen oder explorativ? Wie ist das Spielverhalten, der Umgang mit anderen Katzen und mit Menschen? Wie ist die Vorgeschichte?

Erste Schritte, die unternommen werden können:
Gründliche Reinigung der markierten Stellen, Einsatz von Geruchsbeseitiger.
Unzugänglich machen der markierten Stellen.
Modifikation der Toilettensituation.

Je nach Analyse des Problems kann eine Therapie darauf abzielen:

Den Katzenbestand im Haushalt zu verringern.
Einen neuen Lebensraum für die markierende Katze zu finden, in dem sie sich wohler fühlt - und hier ist NICHT das Tierheim gemeint.
Beschränkung auf einen bestimmten Raum/Zuweisung eines bestimmten Reviers.
Einsatz von Pheromonen.
Medikamentöse Behandlung durch den Veterinär.
Weitere Maßnahmen, die sich gegen Angst/Unsicherheit richten, alle Arten von positiven Ritualisierungen.

Welche der Maßnahmen sinvvoll und angebracht ist, muss eine ausführliche Analyse und Beratung mit einem Tierpsychologen und/oder Tierarzt ergeben, da Markieren ein komplexes Problem ist, für das es keine Patentlösungen gibt.