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15.6.08

Richtig Barfen, Teil 2

Fortsetzung Gastbeitrag von Dr. Natalie Zorn

Zusammenstellung der Ration

Ich werde oft gefragt, welches Fleisch geeignet ist? Im Prinzip lässt sich jedes Fleisch, außer Schweinefleisch roh verfüttern. Fleisch von Pute, Huhn, Rind, Kalb, Lamm, Strauß, Pferd genauso wie Innereien wie Herz, Pansen, Leber, Magen kann verwendet werden. Wir vergessen leicht, dass Fleischfresser nicht nur "Muskelfleischfresser" sind. In der Natur frisst der Wolf fast das komplette Beutetier mit Fell, Leber, Knochen und Magendarminhalt und bekommt dadurch alle notwendigen Nährstoffe, Mineralien, Spurenelemente und Ballaststoffe.
Fisch sollte besser gedünstet werden, da manche Fischsorten ein Enzym (Thiaminase) enthalten, welches das Vitamin Thiamin abbaut und es evt. sonst zu einem Thiaminmangel kommen könnte.

Die Fütterung von Knochen ist der zweite wichtige Bestandteil beim BARF. Aber sie ist nicht unproblematisch, da Knochenfütterung zur Verstopfung oder zu schwerwiegenden inneren Verletzungen führen kann. Empfehlenswert ist daher, die Knochen zu mahlen, um solche Verletzungen zu vermeiden.

Fleischprodukte sind sehr phosphorhaltig. So enthalten 100 g Hühnerbrust etwa 15 mg Calcium und 150 g mg Phosphor, also ist das Verhältnis von Calcium zu Phosphor von 10 zu 1.In der Ernährung wird jedoch ein Calcium-Phosphor-Verhältnis von 1-2: 1 gewünscht.
Füttern Sie nun Knochen, ergänzen Sie damit Calcium und auch Phosphor. Die ohnehin schon phosphorhaltige Ration wird noch zusätzlich erhöht. Als Alternative empfehle ich je nach Futterration geriebene Eierschalen oder Calciumcarbonat, aber immer in der richtigen Relation zur Futterration.

Der dritte Bestandteil beim BARF ist Gemüse. Roh verfüttert werden können Salate, Möhren, Tomate, Gurke und Zucchini. Sellerie und Fenchel wir meist gedünstet akzeptiert. Kartoffeln, Erbsen, Broccoli, Blumenkohl und Bohnen werden roh nicht vertragen und müssen gegart werden. Gar nicht auf die Speisekarte gehören alle Zwiebelgewächse und Knoblauch.

Hunde sind Carni-omnivore. Auch in der Natur frisst der Wolf Gemüse, Kräuter und Beeren. Katzen nehmen selten gerne Gemüse auf. In der Natur fressen die Wildkatzen aber meist Nagetiere, deren Magen-Darm-Trakt gefüllt ist mit Kräutern, Gras, Beeren oder anderen pflanzlichem Material. Wichtig für die Verdauung ist nämlich auch die Rohfaserstruktur. So können bei reiner Fleischfütterung Katzen Verstopfung bekommen. Wird Gemüse nicht akzeptiert, kann mit Zellulose die Ration ergänzt werden.