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17.2.06

Infiziert das Vogelgrippe-Virus auch Katzen?

Besonders Katzenhalter sind verunsichert: Wie gefährlich ist das Vogelgrippe-Virus H5N1 für den vierbeinigen Hausgenossen und wie groß das Risiko für die eigene Familie, wenn der Stubentiger regelmäßig tote Vögel nach Hause bringt?

Dr. Tina Kugler, Veterinärin beim Deutschen Tierhilfswerk e.V. klärt auf: "Haustiere wie Hund und Katze können sich wohl selber anstecken, aber den Menschen dann vermutlich nicht mehr infizieren. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung vom Wildvogel auf das Haustier ist nicht sehr hoch. Der Tierhalter sollte dennoch beobachten, ob die Vierbeiner gut fressen und sich ansonsten auch normal verhalten. Wenn sie schlapp wirken und das Futter verweigern, ist es besser einen Tierarzt aufzusuchen."

Der Vogelkundler Wolfgang Fiedler vom Max-Planck-Institut für Ornitholgie berichtet dagegen über Fälle in Asien, in denen H5N1 von Vögeln auf Säugetiere übertragen wurde: "Da haben aasfressende Katzen tote Vögel gegessen und wurden infiziert." Auszuschließen sei die Gefahr also nicht, aber sehr unwahrscheinlich. Fiedler: "Zur Übertragung ist eine extrem hohe Konzentration des Virus nötig, da reicht es nicht, wenn die Katze einmal in den Vogel beißt. Sie muss ihn schon komplett auffressen."

Christian Walzer, Universitätsprofessor am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie in Wien, warnt nachdrücklich vor der Ansteckung unter Säugetieren: "Das Virus wird auch von Katze zu Katze übertragen." Entdeckt wurde die Gefährdung von Katzen mehr oder weniger durch Zufall: In einem thailändischen Zoo wurden 2004 Tiger und Leoparden gefüttert - mit rohem Hühnerfleisch von Geflügel, das mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert war. Die Raubtiere erkrankten selbst an Vogelgrippe - und steckten Artgenossen an. Holländische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hauskatzen nicht anders reagieren. In ihrer Arbeit, die in der Januar-Ausgabe des "American Journal of Pathology" veröffentlicht worden ist, zeigen sie, dass das Virus nicht nur die Lungen befällt, sondern auch andere Organe der Katzen.
Das Deutsche Tierhilfswerk e.V. rät zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

Von Katzen mitgebrachte tote Vögel verpackt der Tierhalter am besten mit Handschuhen und Mundschutz in eine Plastiktüte. Wer ganz sicher gehen will, wendet sich mit dem Kadaver an das örtliche Veterinäramt. Dort können Untersuchungen eingeleitet werden, um festzustellen ob der Vogelkörper das Grippevirus in sich trägt. Über Vogelkot an Seeufern können sich unter Umständen auch Hunde anstecken. Vorsichtige Hundehalter meiden bei ihren Spaziergängen vogelreiche Gebiete. In der Wohnung gehaltene Ziervögel sind potentiell ebenfalls gefährdet. Für eine Infektion müsste das Virus in den Haushalt gelangen. Eine Einschleppung von Vogelkot über Schuhe kann der Tierbesitzer durch gründliche Reinigung und Desinfektion mit Alkohol verhindern.