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9.2.13

Hauskatze - Vogelmörder?

Foto: Pixelio, Andreas Barth



Dieser Beitrag stammt von www.citypets.de und ist dort in voller Länge nachzulesen. ich finde ihn so interessant, dass ich hier den ersten Teil unbedingt hier noch einmal wiedergeben möchte ....

In den vergangenen Tagen geisterte wieder eine Horrorgeschichte über Hauskatzen durch Print- und Online-Presse. „Katzen für Artenvielfalt gefährlicher als Pestizide“ titelte etwa „Die Welt“. Falsch und extrem schlecht recherchiert, finden wir. Warum? Lesen Sie hier.


Hauskatzen sind mal wieder zur Zielscheibe geworden. Dieses Mal nimmt sich das renommierte Smithsonian Institute in den USA die Hauskatzen vor. In der Zusammenfassung – selbst der vermeintlich seriösen – Tagespresse bleiben blutrünstige Headlines übrig: „Gefahr für die Artenvielfalt - Tödliche Hauskätzchen“ titelt beispielsweise die gemässigte Süddeutsche. Top-Agrar, ein Fachmagazin der Landwirtschaftsindustrie, titelt sogar „US-Studie: Hauskatzen für Artenschwund bei Vögeln mitverantwortlich“. Auslöser dieser Pressekampagne ist die Veröffentlichung einer Studie mit dem Titel „The impact of free-ranging domestic cats on wildlife of the United States" von  Scott R. Loss, Tom Will und Peter P. Marra.
Damit werden Hauskatzen zu einer schlimmeren Gefahr für die Artenvielfalt als der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft stilisiert – zumindest für den, der sich mit diesen oberflächlichen Informationen zufriedenstellt, wie die Journalistenkollegen der Tageszeitungen.
Zunächst haben wir versucht, mit den Autoren der Studie Kontakt aufzunehmen. Bisher leider ohne Antwort. Wir haben uns die Mühe gemacht und die Studie komplett gelesen (und vorher für den stolzen Preis von 30,- US Dollar gekauft). Unser Ergebnis: Wer genau hinsieht, würde nicht so undifferenziert über Hauskatzen schreiben. Aber was tut ein Redakteur nicht für eine blutrünstige Headline …

Hauskatzen und Artensterben – Dichtung und Wahrheit

Die Autoren der Studie sagen in ihrem Artikel selbst: „we estimate“. Wer des Englischen mächtig ist, weiß, das heißt „wir schätzen“. Einfache Frage: Bedeutet „schätzen“ gleich wissen? Bei kompletter Durchsicht des Artikels und der Quellen, die dieser Schätzung zu Grunde liegen, kommen Quellen aus einem reichlich großen Zeitfenster zusammen: Die älteste Quelle stammt aus dem Jahr 1936, die jüngste aus dem Jahr 2011. Das gesammelte Zahlenmaterial wurde also hochgerechnet. Und wie valide die früheren Untersuchungen sind, kann zunächst niemand verifizieren.
In der Studie wird sogar darauf hingewiesen, dass die Schätzungen Unsicherheitsfaktoren beinhalten. So ist bisher nicht erforscht, wie groß die Population verwilderter Hauskatzen ist, auf deren Konto der Großteil getöteter Vögel und Kleinsäuger gehen sollen. Ebensowenig ist erforscht, wie hoch der Beuteerfolg von freilaufenden Hauskatzen ist. Auf diesen Hinweis der Autoren geht natürlich kein Verfasser eines Artikels ein. Andererseits wird im Text bemerkt, dass bisherige Schätzungen davon ausgehen, dass mehr Vögel an den Glasflächen von Häusern zu Tode kommen als durch die Krallen von Hauskatzen.

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