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3.4.18

Vom gesunden Halbwissen über Medikamente für Katzen


Heute geriet meine Therapeutenseele wieder mal ins Kochen. "Ich will meine Katze nicht mit Medis vollstopfen". Diesen Satz habe ich schon so oft und oft und oft gehört. Und er macht mich immer noch und immer wieder fassungslos.
Denn er stammt zumeist von Leuten, die ganz offensichtlich den Unterschied zwischen einem zulassungspflichtigen/verschreibungspflichtigen Medikament und einem Nahrungsergänzungspräparat nicht kennen und alles in einen Topf werfen.

Aber  "böse" ist es auf jeden Fall, seiner Katze "Medis" zu geben.   
Im Übrigen sind das auch oft Leute, die Bachblüten mit klassischer Homöopathie verwechseln, aber egal , das ist "gut".

Wenn es bei Katzen zu Angst- oder Aggressionsproblematik kommt, dann muss natürlich und ohne Frage immer zuerst geklärt werden, was die Ursache ist und ob und wie sie behoben werden kann. Dafür stehen Verhaltenstherapeuten viele Maßnahmen zur Verfügung. Damit diese jedoch greifen können, kann es durchaus ratsam sein, die Therapie mit Nahrungsergänzungsmitteln zu unterstützen, schließlich sind Seele und Körper eine Einheit mit Wechselwirkung. Ständige Angst oder große Aggression sind immer auch von körperlichen Vorgängen begleitet, bei denen das Nerven- und Hormonsystem eine große Rolle spielt. Man könnte auch sagen: Angst macht Lernen (fast) unmöglich. Aber um eine Verhaltensänderung herbei führen zu können, ist Lernen unabdingbar.

Vielfach liegt die Ursache für ein bestimmtes Verhalten auch in der (unbekannten) Vergangenheit. Und festgefahrene Verhaltensmuster sind oft schwer zu durchbrechen - auch hier können Anti-Angst und Antistressmittel helfen und das Lernen erst ermöglichen. Ob das nun Mittel aus der Homöopathie sind oder eher Wirkstoffe, wie Vitamine, Mineralien oder Pflanzwenwirkstoffe - das entscheiden Therapeut und Tierbesitzer.

Die Angst vor dem Medikament

Noch um etwas Anderes geht es bei echten Verhaltensstörungen wie Autoaggression oder Aggression gegen andere, die nicht erklärbar ist. Wenn alle anderen Mittel nicht helfen, sind hier nach Absprache mit dem Tierarzt Medikamente in Erwägung zu ziehen. Und es geht nicht um "Vollstopfen" sondern um eine individuelle Medikation, um einem Tier zu helfen. Wer aus Vorurteil und Halbwissen das kategorisch ablehnt, schadet demjenigen, dem er vorgibt, helfen zu wollen, dem Tier.

Das Wirkung und Nebenwirkung eingeschätzt und abgewogen werden müssen, bedarf keiner Erwähnung, denn es ist selbstverständlich. In diesem Sinne: Analyse, Information und Urteil statt Vorurteil wäre mehr als hilfreich.