6.10.17

Ist die Katze sozial oder gesellig? Teil 2



Tierschützer empören sich mit Recht darüber, wenn Katzenwelpen einzeln, mit vier bis sechs Wochen abgegeben werden. Warum? Menschen finden Katzenkinder um so niedlicher, je kleiner und hilfloser sie sind. Und genau das ist es: Sie sind in diesem Alter noch viel zu klein und hilflos, um ohne ihre Mutter und ihre Geschwister auszukommen. 

Sie sind weder körperlich, gesundheitlich noch psychisch gefestigt und anfällig. Das trifft auf alle Arten von Erkrankungen zu, aber auch auf die Katzenseele. Mal ganz davon abgesehen, wie es wohl der Mutter gehen mag, der die Kinder weg genommen werden.
Katzenwelpen brauchen andere gleichaltrige Tiere zum Erwachsenwerden. Kein Mensch kann in der wichtigen Prägephase den Umgang mit einem Artgenossen ersetzen. Nur von der Mutter und im Spiel mit anderen Katzen wird Sozialverhalten erlernt. Nicht umsonst bleiben in der Regel die Kinder drei Monate und länger bei ihrer Mutter. Und selbst dann sind sie noch lange nicht erwachsen.


Eine Katze, die behütet, gut sozialisiert und mit vielen verschiedenen Reizen konfrontiert aufgewachsen ist, hat die besten Startmöglichkeiten ins Leben. Und ob sie sich dann entscheidet, mit einer oder mehreren anderen Katzen oder lieber alleine zu leben - diese Entscheidung sollten wir ihr überlassen und respektieren.

Diese beiden, Mariella und Mercie, Mutter und Tochter, haben ihre Entscheidung getroffen: Sie wollen zusammenbleiben und sie tun sich gut. Also werden sie gemeinsam vermittelt von der Aktionsgemeinschaft für Tiere. eV. 

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