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21.10.15

Gesellschaftsjagd in Hessen?

Ein Aufruf von pro iure animalis: 
 
Liebe Freunde der Tiere,
 
Der hessische Ministerpräsident Bouffier „gibt sich die Ehre“ und lädt am 4. November 2015 zur einer Gesellschaftsjagd bei Mörfelden-Walldorf ein. Die Einladung trägt das Wappen des Landes Hessen, Jagdgäste werden wohl Freunde und politische Weggefährten des Herrn Ministerpräsidenten sein.
Wir könnten nun zum x-ten Mal herunterbeten, dass aus tierrechtlicher und ethischer Sicht ein solches Jagdvergnügen verwerflich ist. Alle Argumente sind hinlänglich erörtert und zugänglich. Es darf sogar bezweifelt werden, dass eine solche Jagd gesetzeskonform ist. Denn das Bundesjagdgetzt sieht vor, dass „Hege und Pflege“ im Zentrum der Jagd steht. Geltende Gesetzesnormen wie das Tierschutzgesetz und die Jagdgetze sehen nicht vor, dass Tiere aus Spaß im Zuge eines gesellschaftlichen Events getötet werden. Der Tierschutz ist bekanntlich im Grundgesetz verankert.
 
Feudaljagden, wie die Geplante des Herrn Bouffier, müssen der Vergangenheit angehören! Auch bei dieser Jagd wird am Ende wieder das Bild zu sehen sein, wie eine Reihe von Menschen, grünverkleidet, mit rotem Band am Hütchen, sich vor einer Strecke toter Tiere brüstet und ausgelassen die Leichenschau feiert. Ein skurriler Totentanz, ein Defilee der Lebensverächter, das jeden Menschen, der über ein gesundes Maß an Empathie und ethischem Empfingen verfügt, schaudern lässt. Bedenken Sie auch bei diesem Staatsspektakel, dass die handelnden Personen Politiker und teilweise Führungskräfte sind. Eigentlich sollten sie etwas Vorbildcharakter haben und nicht Ethik und Moral in den Waldboden treten.
Es erscheint uns wenig zweckdienlich nun den Jagdherren Bouffier mit einer lückenlosen Argumentationskette zu konfrontieren. Wir sind davon überzeugt, dass kein Erkenntniswille dafür existiert. Die Bitte an Herrn Bouffier heranzutragen, er möge doch bitte die Jagd absagen, erscheint uns naiv und zwecklos.
So haben wir uns entschlossen eine E-Mail-Aktion vorzubereiten, bei der Ihnen die Möglichkeit gegeben wird, Ihre Verachtung zum Ausdruck zu bringen.
 
Wir hoffen hierbei auf rege Beteiligung!
 
Herzliche Grüße
für pro iure animalis
 
Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos
 
 
Weitere Infos unter:
www.pro-iure-animalis.de