Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihre Samtpfote hält das Sofa für die Toilette? Ich erarbeite mit Ihnen ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen. Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne. Beratung, die länger dauert als zehn Minuten, ist kostenpflichtig. Preise und Leistungen sehen Sie auf der Seite rechts.

28.7.14

Themenwoche Ernährung Teil 1: Wenn Katzen mäkeln



Foto: Grey59/Pixelio

Willkommen zur Themenwoche Katzenernährung

Heute starten wir in eine Woche, in der es jeden Tag mit einem anderen Gastbeitrag um Ernährung gehen soll. Katzenhalter, Tierärzte und Tierheilpraktiker werden zu Wort kommen und es soll ebenso unterhaltsam wie ernsthaft zugehen. Ich freue mich über Ihre Beteiligung per Kommentar oder Mail...und damit sich ihre Mühe lohnt, wird es morgen, am Dienstag 30.7.2014, auch ein Gewinnspiel geben, in dem es Futterproben für die Miezen gibt.  

Katzenfutter: Gestern war es noch lecker



Kennen Sie das? Sie stehen vor dem Regal mit dem Katzenfutter und überlegen, was Ihre Samtpfote heute wohl fressen möchte. Denn das Lieblingsfutter, das gestern noch angesagt war, wird heute auf einmal nicht mehr angerührt. Wenn Katzen mit uns sprechen könnten, dann würden sie jetzt wohl sagen: „Räum dieses Zeug weg, das kann man ja nicht fressen.“ So beschränken sich die Diven im Fell darauf, abwechselnd völlig konsterniert Napf und dann ihren Menschen anzuschauen. Wenn das nicht hilft, wird laut und anhaltend miaut. Und wenn gar nichts geht, postiert sich manch kluges Tier auch vor dem Kühlschrank. Das Futter im Napf aber bleibt unberührt. Mögen Menschen auch Härte geloben, vor dem unbeugsamen Katzencharakter kapituliert irgendwann auch der Entschlossenste. Da werden immer neue Tüten, Dosen, Schalen, Beutel geöffnet – so lange, bis der fellige Liebling sich großzügig bereit erklärt, nach eingehender Prüfung mit der Nase und Zunge das Futter zu akzeptieren.

 
Das muss nicht so bleiben: Am nächsten Tag geht der Kampf ums Futter weiter. Was Chico mag, gefällt Sparky nicht und was Lilo frisst, will plötzlich Joey auch haben, obwohl er es sonst immer verachtet hat. Das treibt Menschen zur Verzweiflung - was kann man da tun?

Eines sind alle Katzen: Geborene Jäger, denen in der Natur nicht regelmäßig immer um die gleiche Uhrzeit eine Beute vor die Füße läuft. Um zu überleben, müssen sich wildlebende Katzen anstrengen, müssen Strategien entwickeln, Zeit und Energie einsetzen und manchen Misserfolg einstecken. In menschlicher Obhut dagegen entfällt das alles. 


Ständiger Service bedeutet Langeweile

 

Die Katzenmahlzeiten werden pünktlich vom Menschen serviert. Aber damit fällt auch ein großer Teil der natürlichen Anreize weg und bestimmtes Verhalten kann nicht mehr ausgelebt werden. Was der große Katzenforscher Paul Leyhausen gesagt hat, klingt zwar für manchen Halter paradox, aber an dem Satz: „Wer einer Katze immer den gefüllten Napf stehen lässt, nimmt ihr viel Lebensfreude“, ist viel Wahres. Keine Katze, die ihre Beute mit viel Mühen und Einsatz erjagt hat und hungrig ist, wird lange mäkeln, sondern fressen. Dementsprechend tun auch Menschen gut dran, immer wieder mal für Anregung im täglichen Programm zu sorgen: Einfach, indem sie die Fütterungszeiten variieren oder es das Futter erst als Belohnung für das Lösen einer Aufgabe gibt.       



Bei Katzen scheint es so etwas zu geben, wie eine Neophobie, die Abneigung vor etwas Neuem – also die Abwehr von neuem Futter. „Was wir nicht kennen, das mögen wir nicht“, so ungefähr könnte das auf Kätzisch lauten. Und schon so mancher wohlmeinende Halter ist an der ausgeprägten Sturheit seiner Katze gescheitert und hat nach wenigen Tagen genervt aufgegeben. Gefragt sind viel Geduld, Fantasie und Konsequenz – etwa bei Ausschlussdiäten, wenn es darum geht, bestimmte Allergien auslösende Stoffe heraus zu finden. 


Was also eigentlich ein sinnvoller Schutzmechanismus ist, Vorsicht gegenüber möglichem Futter, macht es den Katzenhaltern oft schwer. Sie verzweifeln daran, dass der pelzige Liebling heute auf einmal nicht mehr das fressen will, was gestern noch lecker war. Das kann schon damit zusammen hängen, dass die Futterhersteller oft die Zusammensetzung ihres Futters – wenn auch manchmal nur minimal - ändern.


Was also tun? Manchmal helfen Tricks, wie das Futter zu erwärmen, es mit Fleischbrühe oder Bierhefeflocken anzureichern und natürlich - es mit dem gewohnten Futter zu mischen.

Haben Sie noch mehr Ideen? Schreiben Sie an info@escriva.de oder kommentieren Sie unter diesem Post, wenn sie am Gewinnspiel teilnehmen möchten. Wir verlosen Futterpakete von Almo nature. Mehr dazu morgen.