Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihr Hund greift den Briefträger an? Ihr Stubentiger wird unsauber oder Ihr bester Freund lässt die Kinder nicht mehr aus dem Haus? Wir erarbeiten mit Ihnen gemeinsam ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen und vielen anderen Verhaltensauffälligkeiten. Rufen Sie uns an, wir helfen gerne.

27.7.10

Blaualgen gefährlich für Hunde und Katzen?

Die Hitze der vergangen Tage hat vielen Gewässern "zugesetzt". Fische schwimmen bäuchlings nach oben, Enten sterben...und das meist in stehtenden Gewässern, Teichen, Tümpeln, kleinen Seen. Denn es fehlt der Sauerstoff und es vermehren sich unter Umständen die Cyanobakterien, auch unter dem Namen Blaualgen bekannt. Hundehalter werden davor gewarnt, beim Spaziergang ihre Tiere aus stehenden Gewässern trinken zu lassen. Katzenhalter sollten ihre Gartenteiche gründlich unter die Lupe nehmen oder ihre Katzen gleich darin hindern, daraus zu trinken. Denn bei Tieren können die Blaualgen tatsächlich zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.Wer bei seinen Tieren Erbrechen, Durchfall, Krömpfe oder Zittern bemerkt, tut gut dran, seinen Tierarzt aufzusuchen und ihn darauf anzusprechen.

24.7.10

Brief aus Italien von Margret Bauner

Liebe User ud Leser, einige von Ihnen werden sich an Nonnina und den Weihnachtsbrief von Margret Bauner erinnern. Hier ist ihr neuester Beicht aus Italien, wo sie als Ein-Frau-Tierschutzverein gegen das Katzenelend kämpft......Nur beim Lesen wir mir übel, viel mehr muss es Margrt Bauner so gehen, wenn sie täglich gegen das Elend der Tiere und menschliche Dummheit anrennt...
Wer ihr helfen möchte, meldet sich bei mueller@vierpfotenprofis.de
Hallo Ihr Lieben,
Ist ein schlimmer Tag für mich, gestern vormittag habe ich Valeria zum letzenmal gesehen! Sie war abends, wenn ich heimkam, immer die Erste, die im Wohnwagen war, zum Fressen, eine große Schmusekatze, die läuft doch nicht weg! War heute schon überall, keiner hat sie gesehen. Habe auch unter alle Büsche geschaut, weil meine Damen keine Angst vor Autos haben und auch nicht weglaufen, wenn  eins kommt, ob sie vielleicht angefahren wurde. Auf der Autobahn hinter uns liegt sie auch nicht. Ich bin sehr traurig, bei ihr konnte ich so richtig miterleben, wie aus einer traurigen Katze eine lebensfrohe Kätzin wurde, kam immer zum Schmusen, meist früh um 6.00 Uhr. Alle wissen es und jeder fragt, ist sie wieder da? Ich hoffe sehr, daß sie wieder kommen wird und kann.
Es ist immernoch sehr heiß, meine Kleinen leiden sehr unter der Hitze. DEn ganzen Tag sind wir am Wässern aber bis man hinten fertig ist, ist es vorne schon wieder trocken. Neulich hatten wir auch keinen Tropfen Wasser in der Leitung. Auch nachts kühlt es nicht ab. Hätte 3 Kleine zu fangen, möchte es ihnen aber nicht zumuten, bei der Temperatur bei mir in Käfigen gehalten zu werden. Riskiere halt, daß sie unter die Räder geraten. Sie warten schon auf mich, wenn ich abends komme. Aber die kleine Glückskazte sitzt seid 2 Tagen immer ausserhalb vom Zaun u nd gestern war ein Katzenkampf, da waren sie schön erschrocken. Hoffe, daß sie in so einer Situation nicht auf die Straße rennt vor Angst. Habe einen schwarzen Kater zum Kastrieren gebracht, der fast keine Zähne mehr hat. Der Tierarzt meinte, er wäre alt, die Frau, die ihn bisher auf der Straße betreute, sagte mir aber, er ist höchstens 5 Monate alt, ist jetzt bei Luciana. Rita hat jemand 4 Kätzchen un ters Auto gesetzt, eines ist schon tot gefahren worden, sind jetzt bei Maristella. Enzo hat sich Fallen bei mir geborgt, weil auf der Via Napoli eine Katzenmutter mit 3 Babys "lebte", sind jetzt bei Maristella. Bei mir war eine Frau, wollte nur einen Rat, ich bringe Dir keine Katzen, nein!Am nächsten Tag hat sie mir 2 schon etwas Größere, aber total kranke Katzen gebracht. Eiter lief aus den Augen, wie Wasser aus der Leitung, Ohren voller Milben und nicht nur Flöhe, auch Läuse! Dann habe ich 4 Tage nichts mehr von ihr gehört. Danach hat sie mich angerufen und gesagt, wenn ich sie nicht behalten kann (nach 4 Tagen!), bringt die sie auch wieder auf die Straße zurück. Heute habe ich Max und Moritz zu den "Kleinen" gesetzt.Max hat sich gut benommen,. Moritz hat kurz darauf Einzelhaft bekommen, weil er mit allen raufen mußte. An meiner letzten Futterstelle sind 5 Kleine aufgetaucht, gestern lag schon eines tot auf der Straße.Es hört nicht auf! Kann mir garnicht vorstellen was wäre, wenn wir nicht ständig kastrieren würden. Sobald die große Hitze vorbei ist, fange ich wieder an zu fangen. Ist einfach zu heiß, müssen ja einen  Tag im Käfig bleiben und das will ich niemand im Moment zumuten.
Mein Parco Orofino macht mir jeden Abend Magenschmerzen. Fahre zurück, wenns dunkel ist und dran vorbei und dann im Schatten der Mauer gehe ich zurück un d gebe das Futter auf die Mauer, immer in der Hoff nung, daß mich niemand sieht. Vorgestern ist der Obermeckerer mir entgegen gekommen. Ich fahre dann erst zum Schloß füttern, dann zurück am Parco vorbei, richte meine Teller und wenns dunkel ist, fahre ich zurück. Hatte großes Glück, der Obermeckerer hat Pizza geholt, noch hat er nicht entdeckt, wo ich meine Teller vorbereite. Wollte gerade mit dem Teller für Tigerin über die Straße, da ist er mit seiner Pizza zurück gelaufen, an mir vorbei, bin wie erstarrt stehen geblieben. Zum Glück hat auf einem Balkon eine Frau gesprochen, so hat er dorthin geguckt. Es ist jeden Abend  eine Lotterie, sehen sie mich mit dem Futter oder nicht und dann fahre ich gleich weiter, warte immer bis Autos kommen, daß die nicht hören wenn ich mein Auto anlasse, Telefon lege ich immer unter das Polster. Wär schon etwas peinlich, wenn es gerade läuten würde, wenn ich an der Mauer stehe. Wenn ich dann zurück fahre und sehe, daß die Katzen noch auf der Mauer sitzen, haben sie es noch nicht entdeckt und ich hoffe immer, daß sie in Ruhe fressen können.Am Wochenende ist es gefährlicher, weil ich am Tag komme, daß sie mich sehen. Mein Magen krampft sich immer zusammen, wenn ich auf den Platz zufahre und dann bleibt es noch, weil ich nicht weiß, ob das Futter entdeckt wird. Ich komme mir schon wie eine Verbrecherin vor.
Wenn ich nur eine Möglichkeit hätte, die Katzen dort wegzuholen! Können sich freuen, eine tote Katze habe ich schon gefunden!
Hoffentlich geht die Hitze bald zurück, u d hoffentlich kommt meine Valeria wieder heim!
Liebe Grüße an Euch Alle
Margret

23.7.10

Edle Eltern, sanfter Charakter

Kätzin Sorai

Diese beiden  Süßen stammen voen einem Bauernrhof, wo wahllos Katzen vermehrt, aber nicht gepflegt wurden. Der unbehandete Katzenschnupfen hat Sorai ein Auge gekostet. Beide haben Maine Coon und Britisch Kurzhaar Vorfahren. Dsa Resultat ist außerordentlich gelungen und sehr lieb und schmusig. Infos: 020277379140 

Kater Kennedy

21.7.10

Neues Foto von Peterle

Haben Sie schon mal Katzen fotografiert? Ja? und fanden Sie das leicht und einfach? Komisch. War die Katze eventuell schwarz? Und es war dennoch einfach? Noch komischer. Unsere Versuche, schwarze Katzen zu fotografieren, enden alle irgendwie....unbefriedigend. Von unseren Urlaubsgästen, Jeany und Peterle gibt es inzwischen bestimmt 60 bis 70 verwackelte Bilder, weil die beiden nie stillhalten wollen. Und wenn sie stillhalten, sind sie auf dem Bild irgendwie so schlecht von ihrer Umgebung zu unterscheiden, weil irgendwie alles so schwarz ist....Unter diesen Voraussetzungen sind wir recht stolz darauf, dass uns dieses neue Foto von Peterle gelungen ist, der immer noch ein neues Zuhause sucht!

Peterle - nachmittags immer lässig und entspannt
Das hier ist unsere kätzische Verhaltensberaterin Gina. Die hat schon ein Zuhause

19.7.10

Still-Leben auf der A40 - auch für den Hund?


Döni kam zur AGT aus einem ungarischen Tierheim; unsere Döni hat schon die Blüte ihres Lebens hinter sich, sie ist nämlich schon 14 Jahre alt, trotzdem hat sie noch Lebensfreude pur.Sie ist sehr menschenbezogen, verschmust, dankbar für jede Streicheleinheit. Döni versteht sich mit Katzen ebenso wie mit ihren Artgenossen. Aufgrund ihres Alters kann sie keine weiten Spaziergänge mehr unternehmen, ein kleiner Garten und ab und zu mal "Ausgang" reichen ihr völlig aus. Döni ist kastriert, geimpft, gechippt, entwurmt, sie wiegt ca. 7 kg und hat eine Schulterhöhe von ca. 30 cm.Damit ist Döni ideal für ältere Herrschaften, die selbst nicht mehr so gut zu Fuß sind.Wer möchte mit Döni seinen Lebensabend verbringen? Kontakt: 02129/31649

 
RUHR 2010: Gestern herrschte auf der A 40 ein wahnsinniges Gedränge mit hochsommerlichen Temperaturen. Es war schön, es war ein tolles Volksfest der anderen Art, denn die Autobahn war gesperrt für Autos. Und nur Fußgänger und Radfarer durften auf die Bahn...und standen im Stau. So groß war zeitweise der Andrang, dass die Zufahrten gesperrt werden mussten. Und mittendrin Hunde. Hechelnde, schwitzende, leidende Hunde. Ich frage mich immer wieder, warum Hundehalter ihren Tieren das antun. Was muss ein Hund wohl empfinden, der so viel besser riecht als als wir, eingekeilt zwischen drei! Millionen Menschen, die gestern dort standen und schwitzten. Was muss er wohl hören? Eine Kakophonie von Misstönen? Und was muss er wohl fühlen?
Sicher, so mancher hatte wenigstens einen Trinknapf dabei, andere versuchten, Wasser aus der hohlen Hand zu geben. Aber muss das wirklich sein? Was nutzen alle Appelle von Tierschutzorganisationen eigentlich wirklich, mit dem Hund un den heißesten Tagesstunden zu Hause zu bleiben? Wenn Leute auf der kochend heißen, schattenlosen A 40 in praller Sonne plaudern, während ihr Hund kurz vor dem Kollaps steht? Was nur in aller Welt haben Hunde bei Großveranstaltungen zu suchen, die laut, voll und auch noch heiß sind?

18.7.10

Katzen mit Ataxie

Manch einer wird beim Anblick dieser Katzen den berühmt-berüchtigten Satz sagen: Wäre es nicht besser, wenn solche Tiere eingeschläfert würden? Das entspringt sicher bei vielen Menschen dem Mitleid, bei anderen aus dem Unwissen. Katzen mit Ataxie sind "Wackelkatzen", sie leider an motorischen Koordinationsstörungen, die für den Menschen sehr befremdlich aussehen. Ein Verein, ".Feline Senses – Lebensfreude für Katzen mit Ataxie e. V." hat sich zum Ziel gesetzt, über diese Krankheit und den Umgang der Tiere damit aufzuklären. Hier geht es zu den Vereinsseiten

"Ataxie-Katzen fühlen sich nicht behindert und sprühen voller Lebensfreude –
sie haben eine Chance auf Leben verdient"  Barbara Helferich


Eine Ataxie-Katze ist eine ganz normale Katze, jedoch mit einer Behinderung: Als sogenannte „Wackelkatze“ hat sie eine Störungen bei der Koordination ihrer Bewegungsabläufe. Katzen mit Ataxie nehmen ihre Behinderung nicht als solche wahr und leiden bei artgerechter Haltung nicht. Ganz im Gegenteil: Eine Ataxie-Katze kann ein langes und vor allem schönes Leben mit nur wenigen Einschränkungen haben.
Leider werden nach wie vor viele der scheinbar „schwerbehinderten“ Katzen von ihrem vermeintlichen Leiden bereits im Kittenalter „erlöst“. Ursache ist eine weit verbreitete Unkenntnis über diese Behinderung. Unser Verein will das ändern.
Der Verein
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, über die Behinderungen, speziell bei Ataxie-Katzen, aufzuklären. Das Wohlergehen und die Lebensfreude dieser Katzen liegen uns am Herzen. Fehlendes Wissen rechtfertigt unserer Meinung nach nicht das Einschläfern vieler Tiere. Um das Wissen über Ataxie bei Katzen stetig zu erweitern und Hilfestellung zur artgerechten Haltung geben zu können, pflegen wir einen Austausch mit Fachkundigen sowie Ataxiekatzenhaltern.
Einen wichtigen Teil des Vereins stellen unsere Unterstützer dar, sei es als aktives Mitglied, Förderer oder Sponsor. Gemeinsam sind wir stark für die Katzen mit Ataxie.
Das angestrebte Ziel
Eine Akademie für Katzen mit Ataxie aufzubauen , in der sie vorübergehend aufgenommen, umsorgt und trainiert werden können, bis sie schließlich ein liebvolles Zuhause gefunden haben. Diese Station soll uns auf der anderen Seite die Möglichkeit geben, weit mehr über das Leben von Katzen mit Ataxie zu erfahren und damit anderen Haltern zu helfen.

Text: B. Helferich, Wiedergabe des Textes mit Genehmigung des Vereins Feline Senses

16.7.10

Schön, weiß, taub

 
Wie Schneewittchen zu ihrem Namen kommt, ist auf den ersten Blick zu sehen. Sie ist reinweiß. Und wie viele
weiße Tiere leider auch taub. Das also solches wäre nicht so schlimm, denn Katzen kommunizieren genau so viel, wenn nicht mehr, übr ihre Körpersprache. Doch sie hat leider ein anderes Problem: Sie schreit sehr laut, da sie sich selbst ja nicht hört. Daas haben ihre Besitzer zwar in Kauf genommen, aber nun gibt es Beschwerden der Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus, in dem Schneewittchen lebt. Und deshalb muss für sei ein neues Zuhause gefunden werden, in dem das nicht wieder zum Problem wird. Schneewitthen ist eine liebe, anhängliche und menschenbezogene Katze, die bisher alleine ohne Katzengesellschaft gelebt hat. Sie würde gerne einen Garten ihr eigen nennen oder sicheren Freigang genießen. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass sie aufgrund iher Behinderung viele Gefahren - etwa Autos- nicht hören kann.
Kontakt: Vierpfotenprofis, Tel 0202/7379140

15.7.10

Wie kommen Ihre Tiere mit der Hitze klar?

Temperaturen über 30 Grad sind hierzulande selten und viele Menschen, aber auch Tiere, haben damit zu kämpfen. Dazu kommen teilweise feuchte Schwüle und hohe Ozonwerte. Da gilt für den Vierbeiner das Gleiche wie für den Zweibeiner: Anstrengende Aktivitäten vermeiden oder vermindern. Und wenn möglich, dann in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlagern.
Nicht umsonst hat TASSO im vergangenen Jahr vor "Hund im Backofen" gewarnt. Obwohl doch jeder Hundehalter es mittlerweile wissen sollte, wie hitzeempfindlich Hunde sind, gibt es auch in diesem Sommer schon wieder Meldungen über im Auto qualvoll verendete Tiere.
Dabei wissen Hunde und Katzen eigentlich selbst sehr gut, wie sie mit der Hitze umgehen: Sie suchen sich schattige Plätze oder solche die Kühlung versprechen. Nicht wenige Katzenbesitzer finden ihre Samtpfoten im Badezimmer auf den Fliesen liegend. lang ausgestreckt, damit möglichst viel Körper in Berührung mit der Kühle kommt. 
Auch die Heimtierindustrie hat sich des Themas Hitze angenommen und so einiges an Neuigkeiten auf den Markt gebracht, was Tieren helfen soll, über die Sommertage zu kommen: Kühlmatten, Kühlhalsbänder etc. Einiges davon, z.B. ein kühlendes Wasserbett, ist zu finden unter www.padvital.de

11.7.10

Katze spielt nicht? Katzentänzer!

Spielzeug gibt es für Katzen, so viel man sich nur vorstellen kann. Und vieles davon kauft der Mensch in der freundlichen Meinung, seiner Katze damit einen Gefallen zu tun. Leider liegen Mäuse, Bällchen Angeln, Wedel etc. dann in einer großen Kiste und führen ein ungeliebtes Dasein. Und dann kommt unweigerlich der Satz des Katzenhalters: Meine Katze spielt nicht. Doch: Alle Kazten spielen. Nur nicht jede gleich viel, gleich ausdauernd und mit dem gleichen Spielzeug. Aber halt: Doch, eines funktioniert fast immer: Der Katzentänzer, auch als Cat Dancer im Handel zu haben. Einfach, simpel, genial ausgedacht und ins Beuteschema passend. Und das ist das Wichtige. Spielen ist Jagen und Jagen wird im Spiel geübt. Der Katzentänzer macht Bewegungen, wie sie wohl auch ein Schmetterling oder eine Fliege vollführen würde. Er wippt hin und her und dabei ist nicht vorauszusehen, in welche Richtung. Was ein gebogener Stahldraht und ein Sürckchen Kork doch ausrichten können. Bei unserem Pflegekater Peterle bewirkt er jedenfalls wahre Wunder. Seit gestern saust Peter fröhlich hinter diesem Spielzeug hinterher und ist überhaupt wie ausgewechselt.  Mit etwas Glück wird das auch noch filmisch dokumentiert. Mein Katzentänzer stammt von www.zooplus.de

8.7.10

Sprühhalsbänder beim Hund

.mit Genehmigung der Autorin veröffentlichen wir diesen Beitrag.   

Köpfchen statt Knöpfchen...

...das gilt auch für die viel gepriesenen Sprühhalsbänder, die in verschiedenen Ausführungen den Markt erobert haben. Spätestens seit uns Hundenanny Katja Geb-Mann allwöchentlich im deutschen Fernsehen vorführt, wie jeder Hund, ganz gleich welches Problem er seinen Haltern vermeintlich oder tatsächlich bereitet, mit Einsatz einer Fernbedienung in das Verhalten gepresst werden kann, das Herrchen oder Frauchen beliebt, finden die Halsbänder, die einen angeblich völlig harmlosen Spraystoß von sich geben, steigenden Absatz.

Doch schon der gesunde Menschenverstand lässt einen aufhorchen, wenn Hersteller und Anwender behaupten, dass der jederzeit auszulösende Sprühstoß für den Hund „gar nicht schlimm“ sei. Da fragt man sich doch selbst nach nur kurzem Nachdenken, wie es denn möglich sein soll, instinktive, genetisch fixierte Verhaltensweisen wie zum Beispiel das Jagdverhalten durch etwas zu unterdrücken, das dem Hund gar nichts ausmacht?! Dem Hundehalter wird generös angeboten, das Gerät doch selbst mal in die Hand zu nehmen oder um den Hals zu legen, während der Trainer den Auslöser betätigt... und tatsächlich, so schlimm war das doch gar nicht. Ein kurzes „Zischhhh“ mit etwas feucht-kalter Luft. „Ja“, bestätigt der überzeugte Hundehalter, „das war gar nicht schlimm.“ Was Hersteller und Trainer jedoch geflissentlich verschweigen (aus Unwissenheit oder in betrügerischer Absicht?!), ist die Tatsache, dass plötzlich auftretende, nicht eindeutig zuzuordnende Zischlaute beim Hund als Angst auslösende, sogar lebensbedrohliche Laute abgespeichert sind, bei denen sofort die Flucht ergriffen werden muss. Jeder kennt den Anblick eines Hundes, der sich selbst im Körbchen `zig mal um die eigene Achse dreht, bevor er sich schließlich gemütlich niederlegt. Es handelt sich bei dieser Verhaltensweise um ein Erbe aus den Zeiten, in denen der Hund noch weitgehend draußen in Freiheit lebte. Bevor er sich hinlegte, drehte er sich mehrfach im Gras oder Laub, um die ausgesuchte Liegestelle als ungefährlich abzusichern. Sollte beim Drehen ein Zischlaut (zum Beispiel von einer Schlange) zu hören sein, würde er sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Biologisch sinnvoll... und diesen genetisch fixierten, Angst auslösenden Zischlaut bringen wir Menschen nun in den unmittelbaren Kopfbereich des Hundes! Und drücken vielleicht gleich mehrfach das Auslöseknöpfchen, worauf der Hund ganz leicht nicht nur in Angst, sondern sogar in Panik versetzt werden kann – ohne die Möglichkeit, sich durch die Flucht zur retten!

Eigentlich ist dieser Umstand allein schon Grund genug, niemals zu erlauben, dass einem uns anvertrauten Lebewesen ein solches Gerät angetan (im wahrsten Sinne des Wortes!) wird. Es gibt aber noch mehr Probleme:
Der Hund weiß nie, wann und vor allem warum der Sprühstop ausgelöst wird, befindet sich also in ständiger Erwartungsunsicherheit. Wer wissen möchte, wie sich das anfühlt, dem empfehle ich folgendes Eigenexperiment, das nicht in Anwesenheit eines Hundes durchgeführt werden sollte, damit dieser nicht unnötig verunsichert wird: Bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund, Sie wirklich stark zu erschrecken, zum Beispiel durch einen lauten Schrei oder dadurch, dass er plötzlich die Stereoanlage zu voller Lautstärke aufdreht oder zwei Töpfe aufeinander schlägt, wenn Sie gerade überhaupt nicht damit rechnen, sich zum Beispiel entspannt im Sessel zurücklehnen oder gerade mit Freunden Karten spielen. Das Experiment sollte mindestens mehrere Stunden, am besten ein oder zwei Tage dauern und der Schreckreiz sollte in dieser Zeit mehrfach ausgelöst werden – ohne dass Sie wissen, wann dies sein wird. Sie werden merken, dass der eigentliche Reiz, wenn er dann endlich auftritt, bei weitem nicht so schlimm zu ertragen ist, wie die zermürbende Warterei auf ihn. Obwohl man ihn fürchtet, wünscht man ihn schon beinahe herbei in der Hoffnung, dann wieder eine Weile Ruhe zu haben, was aber nicht so ist, da er kurz nach dem Auftreten ein zweites oder drittes Mal ausgelöst wird und dann wieder stundenlang gar nicht, ganz wie es Ihrem Helfer beliebt. Keine angenehme Vorstellung, nicht wahr?!

Aber es gibt noch weitere Probleme. Gleich mehrere ergeben sich aus der Tatsache, dass Hunde über gedankliche Verknüpfung lernen. Trägt der Hund das Halsband und erhält den Sprühstoß, wenn er zum Beispiel auf mehrfachen Zuruf nicht kommt, so möchte der Mensch ihm damit zeigen, dass er dafür mit Schreckreiz bestraft wird, dass er ungehorsam ist. Es kann aber gut sein, dass er in genau diesem Moment zu einem kleinen Kind, einem Jogger oder einem anderen Hund schaut – und den Strafreiz damit verbindet. Das Ergebnis ist dann ein Hund, der noch immer nicht besser auf Abruf reagiert, dafür aber Ängste, evtl. sogar durch die Angst ausgelöste Aggressionen, gegen das entwickelt, was er gerade sah. Die Hundehalter sind dann ratlos, weil ihr Hund „plötzlich“ kleine Kinder meidet oder Jogger anknurrt, mit denen er doch bisher bestens auskam. Viele solcher Beispiele finden sich in meiner Hundeschule ein, erst kürzlich ein Rodesian Ridgeback Rüde, dessen Sprühhalsband immer ausgelöst wurde, wenn er zum Wildern durchbrennen wollte. Bei diesen Spaziergängen war allerdings auch immer seine Gefährtin, der Zweithund der Familie, anwesend. Die Halter kamen nun nicht wegen des unerwünschten Jagdverhaltens zu mir in die Hundeschule, mit dem sie sich inzwischen abgefunden hatten, sondern weil der Rüde seit Wochen die Nähe der Hündin mied. Immer wenn diese den Raum betrat oder sich, so wie früher, zu ihm kuscheln wollte, verließ er mit ängstlichem Gesichtsausdruck das Zimmer und das konnte man sich nicht erklären... Was hatte man diesen beiden Hunden angetan! Welche Gefühle wurden in den Tieren ausgelöst?! Der Rüde hatte nun Angst vor seiner Gefährtin, die er früher heiß und innig liebte, während diese nicht verstehen konnte, weshalb er, der vorher immer leidenschaftlich mit ihr spielte und tobte, sie jetzt mied. Die gleiche Trainerin, die den Einsatz des Sprühhalsbandes empfohlen hatte, empfahl jetzt übrigens, einen der Hunde abzugeben, weil die Tiere sich unterschiedlich entwickelt hätten und einfach nicht mehr gut zueinander passen würden. Die Ängste des Rüden erklärte sie über die angeblich dominante Ausstrahlung der Hündin. Man könnte weinen, wenn Hunden mit einem solchen Schicksal gegenüber steht – oder es packt einen einfach nur die Wut.

Die Probleme gehen noch weiter, denn nichts generalisiert sich bei Hunden so schnell, wie Geräuschangst. Nicht nur dieser Rüde, sondern auch zahlreiche andere Hunde entwickeln nach Einsatz des Sprühhalsbandes Ängste vor allen möglichen Geräuschen. Das Öffnen einer kohlsäurehaltigen Getränkeflasche, das Zischen von heißem Fett in der Pfanne, Knall- und Schussgeräusche, die dem Hund vorher egal waren, versetzen ihn jetzt in Angst und Schrecken. Der oben erwähnte Ridgeback Rüde zum Beispiel verzog sich mit eingezogener Rute unter den Tisch des Besprechungsraums, als ich eine Wasserflasche öffnete. Dies tat ich nicht, weil ich Durst hatte – trauriger Weise gehört es inzwischen schon fast zum Standardprogramm beim ersten Kennenlernen und Analysieren eines mir vorgestellten Hundes auszutesten, ob er schon mit Sprühhalsband gearbeitet wurde und welche Wunden dies an seiner Seele hinterlassen hat. Die Halterin war auch sehr erstaunt, als ich ihr nach dem „Flaschentest“ auf den Kopf zusagte, dass an ihrem Hund sicher schon mit Sprühhalsband gearbeitet worden war. Das wollte sie mir eigentlich gar nicht erzählen, weil sie schon gehört hatte, dass ich gegen den Einsatz dieser Geräte bin. Nachdem ich sie auf die Reaktion ihres Hundes hingewiesen hatte, war sie sehr betroffen. Und wütend, nachdem ich ihr erklärte, weshalb ihr Rüde jetzt Angst vor der Hündin und vor allen möglichen Geräuschen hatte. Wütend auf die Trainerin, die sie auf diese „unerwünschten Nebenwirkungen“ nicht aufmerksam gemacht, sondern immer erklärt hatte, wie harmlos der Einsatz des Gerätes sei. Für mich stellt sich die Frage, ob Kollegen, die es einsetzen, um diese Nebenwirkungen nicht wissen, oder ob sie diese bewusst verschweigen, weil kaum jemand bereit wäre, den Einsatz zu erlauben, wenn sie bekannt wären. Und ich stelle mir die Frage, was von beiden eigentlich schlimmer ist...

Last not least gibt es Probleme mit der Technik. Es soll schon vorgekommen sein, dass das Gerät durch andere Funkfrequenzen oder sogar die Fernbedienung eines in der Nähe befindlichen Halsbandes an einem anderen Hund ausgelöst wurde. Der Strafreiz wird dann also einem Hund verabreicht, der einfach nur herumsteht oder gerade spielt oder sonst etwas tut. Das steigert die Erwartungsunsicherheit natürlich noch mehr und erhöht die Trefferquote auf Fehlverknüpfungen immens. Zusätzlich löst es nicht immer zuverlässig aus, kann zum Beispiel durch Wetterlagen mit feuchter Luft (Nebel, Regen) verzögert oder gar nicht reagieren. Schließlich zeigt es auch nicht an, wann die Batterie leer ist, wodurch es passieren kann, dass der Auslöser gedrückt wird und nichts geschieht. Dann käme man durch das Ausbleiben des Strafreizes (wenn der Hund denn überhaupt verstanden hätte, wofür er eigentlich bestraft werden soll) in den Bereich der variablen Bestätigung, was das unerwünschte Verhalten sogar noch verstärkt. Der Hund würde nämlich lernen, dass er das Verhalten nur immer wieder zeigen muss, bis er schließlich wieder zum Erfolg (in diesem Fall das Ausbleiben des Strafreizes und die erfolgreiche Durchführung des Verhaltens) kommt.

Man kann es also drehen und wenden, wie man will: Sprühhalsbänder sind ganz und gar nicht harmlos, im Gegenteil sogar sehr gefährlich. Manche Hunde werden durch sie so verunsichert, dass sie in die so genannte erlernte Hilflosigkeit fallen, was zur Folge hat, dass sie kaum noch Aktionen zeigen oder Handlungen anbieten, weil sie in ständiger Angst vor dem für sie unkalkulierbaren Strafreiz leben. Um diesen Tieren – und ihren verzweifelten Haltern – zu helfen, braucht es ein meist lang angelegtes, gut durchdachtes Training, das den Hund aus dieser erlernten Hilflosigkeit und seinen vielfältigen Ängsten wieder herausholt.

Sprühhalsbänder gaukeln dem Hundehalter vor, mal eben schnell per Fernbedienung eine Lösung für vermeintliche oder tatsächlich entstandene Probleme zu haben. Aber so einfach ist das nicht. Hunde sind uns anvertraute, fühlende und denkende Lebewesen, die nicht beliebig manipulierbar sind und deren Lernverhalten sich von dem unseren ganz erheblich unterscheidet. Ich kann deshalb nur dringend empfehlen, jeden Ausrüstungsgegenstand und jede Methode, der/ die durch Hersteller oder Trainer empfohlen wird, vor Anwendung am Hund genau zu prüfen, sich gut zu informieren und im Zweifelsfall nach dem guten alten Motto zu entscheiden, das auch für unsere Hunde gelten sollte: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.

© Clarissa v. Reinhardt
animal learn

Neues Lieblingsfoto: Jeany

Gibt es hier Kenner von Orientalisch Kurzhaar-Katzen? Nach der Rassebeschreibung köntnen die beiden, Jeany und Peterle, ganz gut dazu gehören. Nur sind ihre Augen nicht mandelförmig, sondern rund....
Beweisfoto? Hier!

Beide suchen so schnell wie möglich ein neues Zuhause mit mehr Platz und Beschäftigung. Kontakt: 0202/7379140

7.7.10

Nachgereicht: Fotos von Jeany und Peterle

Jeany geniesst die frische Luft vom Kratzbaum aus













Und das ist Peterle, der noch etwas skeptisch guckt.....

4.7.10

Jeany und Peterle in der Sommerfrische

Unverhofft hat unser Gartenhäuschen wieder Bewohner bekommen: Jeany und Peterle sind eingezogen. Die beiden sehen aus wie kleine, zierliche schwarzhaarige "Aliens". So spitzohrige und herzgesichtige Bewohner hatten wir noch nie. Jeany ist - natürlich - die Mutigere von beiden. Nach zwei Tagen saust sie auch nicht mehr panisch hin und her, sondern bleibt stehen und beobachtet. Das angebotene Körbchen auf der "Sonnenterrasse" hat sie auch ganz schnell für sich erobert und sitzt dort ganz entspannt. Peterchen ist das Ganze noch unheimlich...es sei denn, es gibt Futter. Dafür bleibt er dann auch schon mal sitzen. Und während seine Schwester schon spielt, schaut er lieber noch abwartend zu.Die beiden sind wegen der Reha ihrer Pflegestelle nur vorübergehend hier eingezogen. Beide suchen Fans und Liebhaber: Menschen, die ihnen ein endgültiges Zuhause geben. Die beiden sind knapp ein Jahr alt, beide pechschwarz und sehr grazil. Körperbau und Wesen lassen auf Siams unter ihren Ahnen schließen. Fotos werden nachgeliefert und die beiden nur gemeinsam vermittelt: Kontakt Vierpfotenprofis: 0202/7379140

3.7.10

Die letzten 30 suchen ein Zuhause

Es waren fast 300.. vor rund anderthalb Jahren. Nun sind es noch etwas mehr als 30 Kaninchen, die verzweifelt ein neues Zuhause suchen. Viele von ihnen sind aufgrund der sehr schlechten Vorbedingungen nicht ganz gesund und brauchen wirklich tierschutzengagierte Menschen mit Kaninchenverstand. Denn die Aktionsgemeinschaft für Tiere, die diese Tiere gerettet hat, kann weder die Betreuung noch den finanziellen Aufwand weiter leisten. Gesucht werden dringend Tierschützer, ob privat oder als Organisation, die sich der Tiere annehmen....

Die ganze Vorgeschichte, Vermittlung und Kontakt unter www.agtiere.de