Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihr Hund greift den Briefträger an? Ihr Stubentiger wird unsauber oder Ihr bester Freund lässt die Kinder nicht mehr aus dem Haus? Wir erarbeiten mit Ihnen gemeinsam ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen und vielen anderen Verhaltensauffälligkeiten. Rufen Sie uns an, wir helfen gerne.

23.12.09

Unsere schönste Weihnachtsgeschichte: Happy end mit Rindergulasch


 Foto: Links Gisi, rechts Julchen: Wo bleibt das Rindergulasch?

Vergesellschaftung von Senioren

Können Sie sich vorstellen, wie sich eine Katze fühlt, die sechs! Jahre in einem Tierheim sitzt? Mehr als die Hälfte ihres Lebens? Und das nicht, weil sie krank, verhaltensauffällig oder behindert ist? Sondern einfach nur lieb, graugetigert und unauffällig? Gisi saß so lange in einem Tierheim. Nun ist sie elf Jahre alt und ein mutiger Mensch hat sie zu sich nach Hause geholt. Mutig? Warum? Weil es eben in diesem Zuhause schon einen ebenfalls elf Jahre alten Kater namens Jule gibt, der sein Leben lang Alleinherrscher in seinem Revier war.
Kann das gutgehen? Wird sich Gisi eingewöhnen und wird Julchen eine fremde Katze akzeptieren? Zumal beide keine Jungkatzen mehr sind, bei denen nach einigem Gefauche und Gekunrre meist die Neugier überwiegt und die Freundschaft schnell besiegelt ist?

Tierpsychologen sind, das liegt in der Natur der Sache, eher skeptische Menschen. Denn sie haben es eben oft mit den Folgen missglückter Zusammenführungen zu tun. Aber hier ging zum Glück alles viel besser, als erwartet: Jule, trotz seines Namens ein echter Gentleman unter den Katern, akzeptiert Gisi. Natürlich hat auch er anfangs seinen Unmut geäußert, das gehört zum Spiel dazu. Aber er zeigte sich von einer toleranten Seite. Dazu beigetgragen hat sicher, dass die Besitzerin viel Platz, viel Zeit und viel Rindergulasch zu bieten hatte. Und eben mit viel Vorsicht und Sensibilität an diese schwierige Aufgabe herangegangen ist. Solche gravierenden Veränderungen im Katzenleben brauchen ihre Zeit und es ist immer besser, langsam und Schritt für Schritt eine Gewöhnung herbeizuführen, als zwei wildfremde Tiere einfach aufeinander prallen zu lassen.
Wichtig ist, dass beide noch immer ihr geliebten Rückzugsorte, gewohnten Rituale und viel menschliche Zuwendung haben. Und sicher wird es auch hier noch mal den einen oder anderen kleinen Rückschlag oder eine schwierige Situation geben. Aber wichtig ist, dass grundsätzlich Frieden herrscht...und sogar schon die eine oder wirklich freundschaftliche Kontaktaufnahme geschieht. Wir sind gespannt, ob wir demnächst Fotos von beiden nachreichen können,wie sie gemeinsam im Körbchen kuscheln.

22.12.09

Bundeswehr will Katzen durch Aushungern vertreiben?

Wir veröffentlichen hier eine Information der IG Pro Katzenschutzverordnung.
Sie können mit Ihrer Stimme dazu beitragen, dass ein Skandal wie dieser einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht wird. Und Sie können hier eine Petititon unterschreiben!


Hunger und Kälte: So feiern die Katzen in der GFM-Rommel-Kaserne in Augustdorf Weihnachten

In der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf bei Detmold (Kreis Lippe) leben 30 verwilderte Hauskatzen. Diese Tiere wurden auf Bitten der Bundeswehr im Jahr 2003 von einem großen Tierschutzverein kastriert und seitdem täglich betreut. Die Tiere kamen regelmäßig zu den zwei kontrollierten Futterstellen und behinderten den Kasernenalltag nicht.
Seit Donnerstag sind die Futterstellen vom Kasernengelände entfernt. Seit Freitag dürfen wir die Kaserne nicht mehr betreten um die Katzen zu versorgen. Die Ausrede der Bundeswehr ist, dass die Futterhäuser ja nun nicht mehr auf dem Kasernengelände stehen und wir somit auch keinen Zugang mehr benötigen. ABER: Die Katzen kennen und akzeptieren den neuen Standort der Futterhäuser nicht, halten sich weiter im Kaserneninneren auf und hungern!!!! Die Versetzung  der Häuser fand viel zu schnell statt, auf unsere Bitte den Katzen mehr Zeit einzuräumen wurden wir arrogant abgewiesen. Es wurde sogar gedroht die Tiere zu erschießen, wenn wir nicht langsam Ruhe geben.  Die Bundeswehr und die zuständige Wehrbereichsverwaltung West in Düsseldorf sind ausführlich darüber informiert, dass dieses Vorgehen  einen eklatanten Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt. Doch das scheint dort Niemanden zu interessieren, vielmehr macht man sich noch über uns lustig und rät uns die Bundeswehr doch zu verklagen wegen den Katzen!!! Ist das zu fassen, eine solche Arroganz und Ignoranz von einer Bundesbehörde? Sind die nicht an das Tierschutzgesetz gebunden?
Für die Katzen bedeutet dieses gesetzeswidrige Verhalten der Angehörigen der Bundeswehr nur eines -Leid! Sie haben nun zum ersten Mal seit 6 Jahren mit Hunger und Kälte zu kämpfen, ihre Futterstellen sind verschwunden und sie irren ziellos auf dem Kasernengelände umher. Und das bei diesen Temperaturen!!!!
Das ein derartiges tierschutzwidriges Verhalten von der Bundeswehr in Augustdorf an den Tag gelegt wird, ist einfach nur beschämend und mit dem Verhaltenskodex eines Staatsbürgers in Uniform nicht in Einklang zu bringen, aber vielleicht sind ja die ehrenvollen Bundeswehrangehörigen alle im Auslandseinsatz!
Wir wollen uns so nicht geschlagen geben und bitten nun alle Katzenschutzvereine und Tierfreunde tätig zu werden. Bitte mailt oder ruft bei den unten stehenden Nummern an und beschwert Euch, die Katzen haben leider keine Stimme also müssen wir das Wort ergreifen. Eine solche Ungerechtigkeit gegenüber unseren Mitgeschöpfen können wir nicht so auf sich beruhen lassen. Also meldet Euch dort, zeigt, dass Ihr damit nicht einverstanden seid, nur so haben wir eine Chance die Katzen weiter versorgen zu dürfen und die Katzen eine Chance auf Leben!
Wer noch mehr Infos möchte, kann mich gerne anmailen und ich schicke dann den gesamten bisherigen Schriftverkehr zu. Leider ist das zu umfangreich um es hier einzustellen.
Im Namen der Katzen bitte HELFT!!!!!!!!!!!!
Hier nun die Kontaktdaten zum Beschweren: 

Pressestelle der Kaserne in Augustdorf:
Presseoffizier SK
Telefon: (05237) - 91 - 2059
Fax: (05237) - 91 - 2115
E-Mail:
PzBrig21zentralerposteingang@bundeswehr.org
 
Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Augustdorf
Lopshorner Weg 49
32832 Augustdorf
Telefon: +49 (0) 5237 91 - 0
Telefax: +49 (0) 5237 91 - 2718
E-Mail:E-Mail
BwDLZAugustdorf@Bundeswehr.org
Lasst Euch dort verbinden mit Herrn Schramm, der ist im Thema und der Chef dort!
Wehrbereichsverwaltung West
Vizepräsident (ist voll im Thema, wurde von uns vermehrt angeschrieben)
Herr Niepenberg
Telefon: 0211-9592345
Leiter landwirtschaftliches Dezernat
der Wehrbereichsverwaltung West
 Herr Böhm (unser Ansprechpartner in der Sache)
Tel: 0211-9592143
 
Allgemeine Mail  Adresse ist:
 
Und zum guten Schluss noch die ganz Wichtigen in Berlin:
Leiter Pressestelle Steffen Moritz
Telefon: (+49) 030 - 1824 - 8230
Fax: (+49) 030 - 1824 - 038240

Zentrale Servicenummer nach Dienst und am Wochenende, das ist doch sehr schön, also wer heute Abend noch Lust hat, kann dort gerne schon mal anrufen

Hintergründe + Bilder + Fakten: www.bundeswehrkatzen.de  

17.12.09

Weihnachtsbrief Teil zwei

An meiner vorletzten Futterstelle habe ich gegen 23.00 Uhr, als ich um die Kurve kam, mitten auf der Straße, etwas gefunden, wusste erst gar nicht, was das ist. Es war Crostina (Krüstchen) ein Katzenbaby, das weder sehen (Katzenschnupfen), hören (Milben) noch laufen konnte, da sie viel zu schwach war, war eine einzige Kruste. Musste sie erst mal mit Salbe einweichen, um die Krusten abzutragen. Wie kommt das Kätzchen mitten auf die Straße? Ich denke, jemand hat sie dorthin gesetzt, damit sie überfahren wird. Kurze Zeit später fand ich an derselben Stelle einen Karton mit 4 klitzekleinen Kätzchen in der Sonne. Zu deren Glück kam ich an dem Tag am Nachmittag, sonst immer erst nachts. Bis abends wären sie tot gewesen. Giovanni sagte mir, er habe ein Kätzchen beim Ristorante gesehen. Ich brachte ein paar Tage abends Futter und dann auch 1 Falle, Kätzchen haben wir nicht gesehen. Am Sonntag, ich war im Wasser, kamen Freunde rein und sagten ganz aufgeregt, da ist ein Kätzchen für dich. Ich fragte gerade, ob man es nehmen kann, als Antonio mir die Kleine mit 2 Fingern am Genick ans Schwimmbad brachte. So kam Adelaide zu uns.

Auf einer Party zeigten sie mir eine Katze, die einen dicken Abszess am Hals hatte, Hundebiss stellte sich später raus und 5 Babys im Bauch. Als ich am nächsten Tag mit einem Käfig kam, um die Katze zu holen, war sie nicht da. Dafür zeigten sie mir 4 schwarze, wilde Kätzchen, eines hatte total verklebte Augen vom Katzenschnupfen. Das haben wir sofort bekommen und ein 2. auch. Am nächsten Tag habe ich mich hinter, Futter vor das verrostete Fass gestellt, in dem die Kätzchen „wohnten“. Das 3. habe ich bekommen, das 4. ist kurz darauf nicht mehr gesehen worden.


Eine Freundin rief mich verzweifelt an, sie hatte 2 Kätzchen gefunden, eines hatte im Popo etwas Hartes stecken und sie wusste sich keinen Rat, hatte Angst, dass das Kätzchen sterben muss. Ich habe dann mit Massagen und Öl versucht, das Ding da rauszukriegen, ging nicht. Dann nahm ich allen Mut zusammen und habe gezogen, was ich herauszog, war steinhart, und dann festgestellt, da ist noch so was drin, der Stöpsel war ebenfalls steinhart. So kam der Kleine zu seinem Namen: Tappo= Stöpsel. Sein Bruder konnte nicht miauen, nur mäh sagen, drum heißt er Pecorino= Schäfchen. Zucchera (Zuckerle) wurde von einem Polizisten gefunden, zum Tierarzt gebracht, dann zu mir.


Da war dann noch die „Eimerkatze“, eine Freundin rief mich abends an, Notfall: Ein Mann brachte eine Katzenmutter mit 5 neugeborenen Babys in einem Eimer und sagte, wenn ihr sie nicht nehmt, schmeiße ich sie in den Müll. Unser guter Katzenengel Luciana hat dann die ganze Familie aufgenommen. Eine neue Futterstelle ist an einem gefährlichen Platz, an einer Mülltonne Jede Woche sind Katzen überfahren worden. Ich fing an zu füttern und zu fangen, bis ich gesehen habe, dass auf der anderen Straßenseite auch Katzen waren, die dann die Straße überquert haben. Drüben konnte ich auf der Mauer füttern und die Falle aufstellen, dort war es dunkel.

Es kam nur immer ein Mann mit seinem Hund vorbei zum Gassi gehen. Wenn ich ihn kommen sah, habe ich mich in den Schatten der Straßenlaterne gestellt, bis er vorbei war. Wenn jemand von der anderen Seite kam, konnten sie mich schon sehen. Was die wohl von mir gedacht haben? Ich hatte schon über 10 Katzen eingefangen, als 1 Mann aus dem Parco mich sah und sagte, ich dürfe da nicht mehr füttern, sie wären voller Katzen. Es war auch nicht mit ihm zu sprechen, wollte ihm sagen, dass ich ja was dagegen tue, die Kleinen auch behalten würde, war nichts zu machen. Dann haben sie mein Futter von der Mauer auf die Straße geschmissen, und von da an, war dort immer eine Straßenlaterne an, die vorher dunkel war.
Bei den ersten Katzen von dort, die ich zum kastrieren brachte, waren 4 säugende Mütter. Die 1 hatte ihre Jungen direkt an der Straße, von 3 fand ich 2 überfahren, das letzte ist bei Luciana. Die andere hatte die Kleinen mitgebracht, waren aber innerhalb von 2 Tagen von 5 nur noch eine, wahrscheinlich überfahren. Das Kleine habe ich bekommen, Stupsi ist schwarz-weiß mit einem Stummelschwanz, ist aber wild geblieben, ist jetzt auch bei Luciana.

Eine Mutter war mit ihren Jungen auf der Mauer, wo ich dann nicht mehr füttern durfte. Ich bin dann immer weiter gefahren, habe mich dann im Schutz der Mauer zurück geschlichen und das Futter auf die Mauer getan, wo die Kleinen mit ihrer Mutter schon auf mich gewartet haben. Falle konnte ich da nicht hinstellen, das war zu hoch, aber es war ein Gebüsch unter das ich das Futter gekippt habe, da war einigermaßen sicher, dass es niemand sieht. Jeden Abend ist mir dann das Futter, das von der Mauer runter gekullert ist, ins Gesicht und in den Ausschnitt gefallen. Habe immer gehofft, dass niemand vom Parco sieht, wie ich meine Schüssel auf der Mauer ausgeleert habe.

Einmal ist ein Baby von der Mauer gefallen und in die Straße gerannt, musste die Autos aufhalten, hat sich aber nicht einfangen lassen. Ist dann die Straße runter und zum Tor rein, hoffe, es hat seine Familie wieder gefunden. Gegenüber war auf einmal ein anderes kleines Kätzchen, etwas größer und ist auch gleich in die Falle, als ich ihm am nächsten Halt noch mal Futter in die Falle geben wollte, ist es mir entwischt. War nicht weit von seinem Platz weg und ich habe nach 2 Tagen dort wieder ein schwarz-weißes Kätzchen gesehen, das wie der Blitz verschwunden ist, als es mich gesehen hat. Ich denke und hoffe, dass es der Ausreißer war. Wenigstens hat es dort Futter, in eine Falle wird es wohl nie wieder gehen.
Dort fing ich eine Katze, der es nicht gut ging. Der TA sagte, ich soll sie noch 1 Tag im Käfig behalten nach der OP, ist aber wild. Ihre Nase war so verkrustet, dass sie fast keine Luft mehr bekommen hat. Mutig bin ich dann in den Käfig gekrochen, die Nase frei gemacht und sie war dann so lieb und dankbar, dass wir sie behalten haben. Sie saß abends immer hinter dem Wohnwagen in einer Tüte, die dort hing und von da habe ich sie zum Schlafen mit in den Wohnwagen genommen. Leider ist sie verschwunden, denke, die Hunde haben auch sie erwischt.

Die 2. neue Stelle habe ich zufällig gefunden. Am Wochenende gehe ich immer am Nachmittag füttern. An der Straße saß eine Katze, den ganzen Rücken blutig, auf der Mauer. Als sie die Falle sah, war sie misstrauisch. Dann tauchte auf einmal ein 2. Kätzchen auf. Habe Beide bekommen. Das Mädchen war ziemlich verletzt und wurde vom Tierarzt gesund gepflegt und er hat sie auch bei sich behalten. Das Katerchen wollte gar nicht aus der Box raus, als ich ihn nach der Kastration zurück brachte, hat mich dann einige Tage dort erwartet. Dann kamen immer mehr Katzen, scheinbar haben sie Reklame gemacht. Ein rotes Katerle war sehr unglücklich dort, hat sich immer auf meine Füße gesetzt und gefragt, ob ich ihn heute mitnehme. Konnte ihn dann auch vermitteln. Den Grauen habe ich nie wieder gesehen. Hätte ihn behalten sollen! Leider konnte ich nicht mehr alle zum Kastrieren bringen. Hoffe, dass sie sich nicht zu sehr vermehren, bis ich nächstes Jahr wiederkomme.


Meine Fang- und Füttertour wird auch immer länger. Zu San Gennaro fahre ich gegen 16.30 Uhr. Dort ist die Mensa, wo wohnungslose Ausländer auf dem Parkplatz vor der Kirche leben und da ist um diese Zeit immer Messe, sodass ich nicht alleine mit den Männern bin. Das mache ich, seid mich dort mal einer geschlagen hat, weil ich ihm kein Geld gegeben habe. Die Katzen unten sind immer da, die Katzen oben kommen meistens wenn sie mein Auto hören, außer Nerina, die wartet immer auf mich im Gebüsch und rennt mir dann vors Auto.

Da muss ich ganz langsam fahren, dann hüpft sie mir ins Auto und will erst gestreichelt werden. Danach fahre ich zum Lago d’Averno, wo eine Gruppe von noch 4 Katern leben. Böse Menschen haben dort große Hunde auf die Katzen gehetzt, die haben mindestens 4 tot gebissen. Wenn ich abends kam, waren die Katzen oft nicht da, weil sie Angst vor den Hunden hatten. Da die erst abends da sind, bin ich dann mittags zum Füttern gekommen, musste aber bei den Katzen sitzen, bis sie gefressen hatten. Hoffe es klappt so auch mit unserem Freund, der im Winter dorthin geht. Danach gehe ich wieder heim, versorge den “großen Kater“, wie ein Freund immer sagt und die Babys.

Gegen 19.30 Uhr, manchmal auch später, geht’s dann in die große Runde. Inzwischen sind es 18 Stopps und ca. 30 km, die ich jeden Tag fahre, die meisten auf furchtbar schlechten Straßen. Jeden Monat habe ich mindestens 1 neue Scheinwerferbirne gebraucht. Gleich am Anfang sind die Hunde. Wenn ich nur füttere brauche ich ca.3 Stunden. Muss ja auch mit den Katzen ein wenig reden und manche wollen auch gestreichelt werden. Wenn ich dann noch Fangen möchte, wird’s natürlich später. Wenn ich heim komme wollen die Campingplatz-Katzen noch essen. Wenn ich Flaschenkinder hatte, mussten die auch noch mal gefüttert werden. Bin nie vor Mitternacht ins Bett gekommen. Ein Freund ist mal mitgefahren und hat dann daheim gesagt, es war ein Abenteuer. Langweilig ist es also nicht. Wenn ich sehe, wie die Katzen auf mich warten, wie sie sich aufs Futter stürzen, ist ja die einzige Mahlzeit, die sie am Tag haben, ist das für mich jeden Tag eine Belohnung und ich kann beruhigt weiterfahren. Einen einzigen Tag konnte ich nicht zum Füttern fahren, weil es stark geregnet hat.

Ich wünsche Ihnen eine frohe Adventszeit, ruhige Weihnachten und für das Neue Jahr alles Gute, vor allem Gesundheit und den Straßentieren ein besseres Leben.

Ich danke für alle Spenden, die direkt dort ankamen, wo sie gebraucht werden.

Margret Bauner

Hilfe für Katzen und Hunde in Deutschland und Italien

Kontaktadresse: Margret Bauner, Bergstraße 25, 97076 Würzburg, Tel. 0931 / 27 26 40 Sommer: 0039 / 333 2329280, bauner@gmx.net



Spenden sind steuerlich absetzbar

Hypo Vereinsbank:
Konto Nr. 1490 245 703
BLZ 790 200 76

15.12.09

Weihnachtsbrief von Margret Bauner

Einige von Ihnen werden sich noch an die Geschichte von Nonnina erinnern. Hier kommt ein weiterer Bericht von Margret Bauner über ihre Arbeit in Italien:

Liebe Tierfreunde,

wir sind wieder da. Dieses Jahr sind wir etwas früher zurück gekommen, das Wetter hat nicht mitgespielt. Hier ging es dann gleich mit einem Paukenschlag los: Ich wurde von lieben Mitmenschen anonym wegen erwerbsmäßigem Katzenhandel angezeigt. Ich erfuhr, dass unsere Nachbarn eine Kampagne gegen uns, bzw. unsere „vielen“ Katzen gestartet hatten, die alle beim Nachbarn in den Garten machen, der ganze Garten stinkt nach Katzen. Zur Information: wir haben jetzt 1 Kater, im Frühjahr waren es 2 Katzen, die rausgehen. Muss aber auch sagen, dass andere Nachbarn entsetzt sind und rührend besorgt, mich wieder aufzumuntern, wir haben also nicht nur Feinde hier. Das ist gut zu wissen. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich.

Bedanken möchte ich mich auch ganz herzlich, im Namen der Katzen, bei den Tierfreunden, die in meiner Abwesenheit meine Straßenkatzen hier gefüttert haben. Bei allen, die mir helfen zu helfen, das freut mich immer sehr.

Dieses Jahr habe ich 41 Kater und 51 Katzen kastrieren lassen.

Es war wieder ein schlimmer Sommer für mich. Kurz bevor wir weggefahren sind, musste ich meine Domenica wegen Thrombose einschläfern lassen. Sie hat mich in Italien immer zum Pool begleitet und hatte dort ihren „Fan-Club“. Alle waren sehr bestürzt, dass sie nicht mehr kommen kann. Meinen Rossolino, mein Baby, haben Straßenhunde tot gebissen. Unser Harlecino, der immer mit ihm zusammen war, hat sehr gelitten, leidet heute noch. Nonnina ist gestorben, sie war alt und krank. Leider hatten wir sie nicht mal ein Jahr, habe sie letztes Jahr erst gefunden. Wir haben sie sehr geliebt.

Habe wieder neue Futterstellen gefunden, soweit möglich, die Katzen zum kastrieren eingefangen, jede Menge Katzenbabys aufgezogen und jetzt noch 10 bei mir, die auf ein gutes Plätzchen warten. Sind alle ganz lieb.

Dieses Jahr hatte ich auch eine Gruppe Hunde. An einem Futterplatz, ich wusste von dem Freund, der dort im Winter gefüttert hatte, dass da viele Hunde sind. Es waren 11 große Hunde. Von meinen 7 Katzen waren nur noch 3 übrig. Ich wollte die Hunde nicht füttern wegen der Katzen. Als dann aber die Hundemami mit 10 Welpen ankam, die Futterstelle ist bei einem Müllplatz, um nach Futter zu suchen und wenn sie nichts gefunden haben, Erde gefressen haben, habe ich es nicht fertig gebracht, nicht zu füttern. So hatte ich dann jeden Tag einen großen Eimer dabei, gemischt mit eingeweichtem Brot, Nudeln, so vorhanden, vom Ristorante, Dosen- und Trockenfutter, das ich den Hunden auf der gegenüber liegenden Seite in Obstkistchen servierte. Hätte es viel leichter haben können mit Trockenfutter, aber das haben die Hunde nicht gefressen, sicher weil sie es nicht kannten. Manchmal, wenn wir nichts anderes hatten, habe ich nur Trockenfutter hin, das war dann aber am nächsten Tag unberührt. Sind halt „dumme“ Hunde, mit Katzen ist das nie passiert.

Alle Hunde, bis auf die Mami, waren sehr scheu, manche hatten auch Angst vor ihren Artgenossen. Die haben dann gekriegt, was übrig war. Es hat mich jeden Tag Nerven gekostet, die Kleinen sind über die Straße gerannt, dort rasen die Autos wie verrückt um die Kurve. Eines Tages sah ich was Braunes auf der Straße liegen. Es war ein Hundebaby, das tot gefahren wurde. Es war noch ganz warm. Als ich es von der Straße wegtrug, die Hundemutter leckte es ganz verzweifelt, wollte dass es wieder aufsteht, bildete sich eine lange Schlange von Autos. Jeder wollte wissen, was passiert ist, auf einmal konnte man langsam fahren und sogar anhalten. Meine Tierärzte haben angefangen, die Hunde zu kastrieren. Ist nicht leicht, da die Tiere sehr scheu waren, selbst mit der Hundefalle, die wir letztes Jahr gekauft haben, war es nicht möglich, alle zu bekommen. Das ganz scheue Weibchen wurde tot gefunden. Da alle Hunde sehr groß sind, wurden die „Kleinen“ auch bald sehr groß. Ich hoffe, dass es den Tierärzten gelingt, die restlichen Hunde, auch die Babys, zum kastrieren einzufangen. Geld für die OP haben wir dort gelassen. Die Hunde müssen ins Tierheim gebracht, kastriert werden und auch dort bleiben, bis sie sich erholt haben. Katzen erholen sich von dem Eingriff wesentlich schneller als Hunde, habe ich festgestellt.

Oft hielten Leute, haben das Fenster einen Spalt aufgemacht und mich gefragt, ob ich denn keine Angst hätte. Fußgänger haben einmal gefragt, ob sie ohne Gefahr vorbei gehen könnten Eigentlich bin ich kein Held im Umgang mit großen Hunden, vor denen hatte ich aber keine Angst. Als die Mami wieder läufig war, konnte ich hautnah miterleben, wie das abläuft. Einmal habe ich 13 Rüden gezählt, vom Dackel bis zur Dogge, die hinter ihr her waren. Sie bekommt aber keine Kinder mehr.

Wir haben ein Patenkind im Tierheim von Giovanna: Damiana (unser Club heißt Damiani, daher der Name). Sie war auf einmal da. Da die Besitzer keine Tierfreunde sind, hatten wir Angst, dass sie eingefangen und weit weg aus dem fahrenden Auto geschmissen würde. War schon öfters so, einmal hat ein Kellner das beobachtet und den total verstörten Hund wieder eingefangen. Damiana ist wirklich keine Schönheit, braun und was vom Kampfhund drin. Ich sagte meinem Mann er soll den Hund bewachen, wollte mit dem TA sprechen. Als ich mit dem Telefon zurück kam, saßen Beide friedlich zusammen auf der Hollywoodschaukel und als die Tierärztin die Autotür aufmachte und sagte, einsteigen, stieg sie ohne Widerrede ein. Es ist eine kastrierte Hündin, also sicher ausgesetzt Musste versprechen, wenigstens zu versuchen einen Platz für sie zu finden, Giovanna hat ja schon 700 Straßenhunde.

Hilfe für Katzen und Hunde in Deutschland und Italien

Kontaktadresse: Margret Bauner, Bergstraße 25, 97076 Würzburg, Tel. 0931 / 27 26 40 Sommer: 0039 / 333 2329280, bauner@gmx.net


Spenden sind steuerlich absetzbar Würzburg, November 2009


Hypo Vereinsbank:
Konto Nr. 1490 245 703
BLZ 790 200 76


FORTSETZUNG FOLGT

13.12.09

Wildes Kinderzimmer

Was tun, wenn sich alte und junge Katzen nicht so recht verstehen? Wildes Kinderzimmer begleitete am 19.12. 2009 Gabriele Müller beim Besuch in einem Haushalt mit fünf Katzen...  

7.12.09

Aktion gegen Wühltischwelpen

Endlich: Tierschutzorganisationen tun sich zusammen, ein seltenes Bild. Aber es ist wichtig, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um dieses riesigen Problems Herr zu werden: Des scheinbar unaufhaltsamem Welpenschmuggels aus Osteuropa.

"Der ETN, Tasso und der bmt gegen jetzt gemeinsam gegen diesen skrupellosen Handel mit jungen Hunden vor. Ein Positionspapier von Tasso, ETN und bmt, um seriöse Tierschutzorganisationen zu erkennen sowie eine Postkarte zur Aufklärung über den unseriösen Welpenhandel können Sie hier herunterladen (pdf-Datei) oder erhalten Sie über http://www.tasso.net/. Außerdem finden Betroffene hier ein Formular, um ihre Erfahrungen öffentlich zu machen. Den Aufklärungsfilm des ETN über den unseriösen Welpenhandel finden Sie auf http://www.etn-ev.de/ sowie auf www.tasso.net. "

Welpenschmuggel geht uns alle an: Es ist kein Problem, irgendwo in Österreich. Vor wenigen Tagen wurde in Haan im Rheinland vor einem Supermarkt  jemand angetroffen, der versuchte, einen nur wenige Wochen alten Welpen mit gefälschten Papieren zu verkaufen.

Der Mann scheint sich im Reinisch-Bergischen zu bewegen...mit immer anderen Welpen.
Was können Sie tun? Melden Sie das, was Sie sehen, sofort Ihrem zuständigen Veterinäramt und fordern Sie das Eingreifen der Behörde. Wenden Sie sich an Ihre Lokalpresse. Sorgen Sie für Öffentlichkeit.

6.12.09

Interview mit Homöopathin Maria Cruz Dacal



Was tun eigentlich Tierhomöopathen genau?


Tierhomöopathen können nicht nur akute und chronische Krankheiten, sondern auch psychische Beschwerden und Verhaltensprobleme behandeln.

Was ist der Unterschied zu Tierheilpraktikern?

„Tierheilpraktiker“ ist der Überbegriff für alle Therapeuten, die mit alternativen Heilmethoden arbeiten. Das Spektrum der Therapien ist breit gefächert, z. B. Homöopathie, TCM (hier sei besonders die Akupunktur erwähnt), Phytotherapie, Bachblüten, Bioresonanz, Eigenblut- und Blutegelbehandlung.
Als „Tierhomöopath“ wird ein Therapeut bezeichnet, der mit Homöopathie arbeitet. Genauer gesagt: Jeder Tierhomöopath ist ein Tierheilpraktiker, aber nicht jeder Tierheilpraktiker ist ein Tierhomöopath.

Wie arbeiten Tierhomöopathen?

Eine Verschreibung sollte streng gemäß dem "Organon der Heilkunst", das von dem Arzt und Apotheker Christian Friedrich Samuel Hahnemann (geb. 1755) im Jahre 1810 geschrieben wurde, erfolgen. Dieses umfassende Werk bildet heute immer noch die Grundlage für eine seriöse klassisch homöopathische Behandlung.
Dabei gilt der Leitsatz: "Simila similibus curentur" – Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden. Hahnemann sagte: "Wähle, um sanft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll."


Das Ziel einer homöopathischen Behandlung ist also, ein Mittel zu finden, das den vorhandenen Krankheitssymptomen möglichst ähnlich ist. Beim Patienten wird zu der bestehenden Krankheit – egal ob psychisch oder körperlich - durch Einnahme des passenden homöopathischen Mittels zusätzlich noch eine KÜNSTLICHE Krankheit erzeugt. Das ist der Grund für die Erstverschlimmerung, die manchmal beobachtet wird. Ein homöopathisches Mittel ist sozusagen eine Information, die der Aktivierung der Lebenskraft dient (indem sie ihr einen Spiegel vorhält), so dass beide Krankheiten, die echte und die künstliche, schließlich verschwinden.

Bei einer klassisch homöopathischen Behandlung wird immer die Konstitution des Patienten berücksichtigt, d. h. seine Charaktereigenschaften, Verhaltensweisen und die Neigung zu bestimmten Erkrankungen. Der Tierhomöopath nimmt sich viel Zeit für seine Patienten, um sie kennen zu lernen und ganzheitlich zu erfassen. Die ermittelten Informationen weisen schließlich den Weg zum passenden, individuellen Homöopathikum. Jedes homöopathische Arzneimittelbild enthält nämlich gewisse Schwerpunkte, die sowohl die Gemütsverfassung, als auch die organischen Erkrankungen des Patienten berücksichtigen.

Für wen sind Sie die richtige Therapeutin?
Meine Therapieschwerpunkte sind die klassische Homöopathie und Blutegelbehandlungen. Unterstützend arbeite ich außerdem mit Akupunktur und Phytotherapie.

Tierbesitzer können sich an mich wenden, wenn sie eine sanfte Therapie ohne Nebenwirkungen wünschen. Das gilt für akute und chronische Erkrankungen. Oft werde ich aber auch aufgrund von Verhaltensproblemen (z. B. Angst, Kummer, Trauer, Reizbarkeit und Aggression) konsultiert.

Mehr Infos: http://www.cruz-dacal.de/

1.12.09

Buchtipp: A shadow falls - Schatten über der Wildnis

Eine Ausnahme unter den vielen Tierbildbänden ist dieses: "A shadow falls" von Nick Brand.
Der Fotograf im Interview mit Spiegel online: "Mir geht es um das Wesen der Tiere"

Wer kann, sollte die Ausstellung in Berlin besuchen
"Nick Brandt", Camera Work, Berlin, 7.11.2009 - 16.1.2010.