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25.3.08

Meine Katze wandert aus und kommt nicht wieder

Frage an den Tierpsychologen

Meine Katze, die ich nun schon seit 10 Jahren habe, geht seit einiger Zeit nur noch zu unseren Nachbarn und kommt fast gar nicht mehr nach Hause. Es ist, als hätte sie von sich aus ihren Besitzer gewechselt. Ich bin darüber sehr traurig und verstehe nicht, warum sie nicht mehr kommen will. Eine Rolle kann natürlich unsere Zweitkatze spielen, die uns vor ein paar Jahren zugelaufen ist und die wir behalten haben. Die beiden haben sich noch nie gut verstanden, aber das ist doch kein Grund wegzubleiben? Unsere Nachbarn füttern sie auch noch, da sie ja drüben bleibt. Was kann ich tun, damit sie wieder gerne nach Hause kommt?


Antwort:
Solche Fälle kommen immer wieder mal vor, zum Glück aber selten. Und immer spielen andere Katzen dabei eine wichtige Rolle. Katzen sind nun mal keine Rudeltiere und wollen nur bedingt gerne mit einer anderen Katze zusammenleben. Wer sich mit wem verträgt, dafür gibt es keine Patentrezepte und keine festen Regelen. Aber sicher wird es immer schwerer, je älter das Tier ist und je länger es alleine gelebt hat.

Wird Ihrer Katze nun das Zusammenleben von der anderen Katze schwer gemacht, dann ist es aus ihrer Sicht nur zu verständlich, dass sie sich ein anderes Zuhause sucht, in dem sie Alleinherrscherin ist. Das setzt allerdings voraus, dass sie wirklich irgendwo etwas findet, wo es ihr besser geht. Wo sie also keine anderen Tiere fürchten muss und auf Menschen trifft, die sich ihrer annehmen.

Was können Sie tun? Sie sollten mit den Nachbarn reden, dass sie Ihre Katze nicht füttern und auch nicht ins Haus locken, damit sie einen Grund hat, zu Ihnen zurück zu kommen. Wenn sie da ist, versuchen Sie das Tier so lange wie möglich im Haus zu behalten. Zeigen Sie ihr, dass sie erwünscht ist. Spielen Sie viel, loben Sie viel, belohnen Sie viel, beschäftigen Sie sich viel mit ihr. Und das Wichtigste: Unterbinden Sie alle Arten von Aggression der anderen Katze und verhindern Sie das Aufkommen von Angst.

Weisen Sie beiden Tieren getrennte Reviere in der Wohnung zu und sorgen Sie dafür, dass das Revier der Katze tabu für die andere ist.

Wenn aber auf Dauer gar kein Zusammenleben möglich und machbar ist, dann sollten Sie, so schwer das auch fällt, überlegen, ob die eine oder die andere nicht wirklich besser ein neues Zuhause bezieht. Denn auf Dauer ist ein Leben
in Angst kein gutes Leben...