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10.2.06

Wenn die Bärin mit der Katze



Sie ist die Grande Dame im Zoo. 37 Jahre alt und vielen Besuchern bestens bekannt - vor allem aufgrund ihrer engen Freundschaft zu einer schwarzen Katze namens Muschi. Bis vor anderthalb Jahren war die alte Kragenbärin für Besucher zu sehen. Seit einem Umzug wohnt sie im Bärenrevier hinter den Kulissen. Aber keine Sorge: Mäuschen lebt.

"Es geht Mäuschen wirklich gut", sagt Zoo-Kurator Heiner Klös. Zwar habe sich bei der alten Dame im Laufe der Jahre Arthrose eingestellt, die ihre Beweglichkeit etwas einschränkt. Nach wie vor verläßt das Tier aber täglich zur Mittagszeit seinen mit Stroh weich ausgepolsterten Stall und geht im kopfsteingepflasterten Innenhof spazieren.

Wie gewohnt ist Busenfreundin Muschi dabei dicht an ihrer Seite. Vor ungefähr fünf Jahren war die Katze erstmals im Bärengehege gesichtet worden. Mäuschen und Muschi waren fortan unzertrennlich. Die Katze rollt sich nachts zwischen den Vordertatzen der Bärin zum Schlafen zusammen, bekommt etwas vom Bärenfutter ab und darf ab und zu sogar Herrenbesuch mit in den Stall bringen. "Die Tierpfleger haben Muschi zuletzt mit zwei Katern gesichtet", sagt Heiner Klös.

So gut wie Mäuschen momentan drauf ist, gibt der Zoo-Kurator ihr noch viele Monate bis Jahre: "Ein Eisbär in menschlicher Obhut wurde mal über 40 Jahre alt." Eines aber ist jetzt schon sicher: Sowohl das Alter, als auch die seltsame Freundschaft seien "absolut außergewöhnlich".

Die Geschichte der völlig unerklärbaren Lebensgemeinschaft zwischen dem 4-Kilo-Leichtgewicht und der fast 600 Kilo schweren Bärin ist inzwischen rund um die Welt gegangen. Als die beiden wegen des Umbaus des Bärenfelsens getrennt wurden, hatte die Katze mehrere Nächte so laut miaut und geklagt, bis die Zoo-Direktion sich zum Einbau eines Zugangs für Muschi entschied. Seitdem kommt die Katze wieder täglich, um von den Fischbrötchen der Bärin zu naschen - öfters auch mit einem hellgefleckten Kater im Schlepptau. Sie schläft inzwischen auch häufig zwischen den Tatzen der Bärin.

Artikel gefunden in der Berliner Morgenpost